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regensburger domspatzen

Zitat: "... in seinem am 18. Juli 2017 vorgestellten Abschlussbericht nennt der Sonderermittler Ulrich Weber 547 Misshandlungs- oder Missbrauchsfälle bei den Regensburger Domspatzen. 500 Kinder waren Opfer körperlicher Gewalt und 67 Opfer sexueller Gewalt; einige erlitten beides" ... und es war Weihnachten und das Fest der Liebe und die Domspatzen sangen so schön und alle waren gerührt ... und keiner ahnte, was da hinter den Kulissen so passiert.

Engelbert 19.07.2017, 00.11

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Kommentare zu diesem Beitrag

25. von philomena

@Lindenblatt und @Gerlinde

Ich danke für eure Beiträge, denen ich nur zustimmen kann.
Trotzdem ist es wichtig, das Besondere dieser Missbräuche in einer Christen-Gemeinschaft zu akzeptieren. Nicht alle sind involviert, sondern es sind viele alte Männer, die ihre eigene (Kriegs-) Geschichte nie aufarbeiteten. Man übernahm einfach das System der eigene Erziehung in die Zeit nach den zwei Weltkriegen. Es herrscht ja bei vielen Tätern nicht mal ein "Schuldbewusstsein".

Die Aufarbeitung all dessen wird noch viele Irritiationen hervorbringen. So kannst du Lindenblatt ein Kind ruhig in den Arm nehmen und berühren um es zu trösten. Das hat nichts mit Gewalt oder Übergriffigkeit zu tun, das weißt du selbst.

Ich wünsche uns allen und unseren Kindern und Enkeln, dass sich solche Verfehlungen nicht mehr in diesem Ausmaß zutragen können. Da ist vielleicht das Internet wirklich ein Segen?

vom 20.07.2017, 18.46
24. von Gerlinde

@ Lindenblatt
Danke für deinen ausführlichen Kommentar.
Es ist leider so, dass solche "Geschichten" immerwieder geschehen - in allen Bereichen des Lebens und zu allen Zeiten. Aber wenn es in der Kirche passiert, ist es besonders schlimm. Sie ist halt eine "andere Instanz" als so ein Sportclub - und wir als "Bodenpersonal" können uns da bemühen, wie wir wollen. Und alle die Diakone, Pastoren und und und, die in der richtigen Art mit den Jungen und Mädchen in den Kinder- und Jugendgruppen, bei den Pfadfindern oder in den Chören arbeiten, werden scheel angesehen. Das ist wohl einfacher, gleich alle "mit dem Bad" auszuschütten, als zu differenzieren.
Ich denke wie @Killekalle - hatte denn über so viele Jahre keiner der Jungen ein Zuhause, wo er seine Sorgen loswerden konnte? Haben die Eltern ihren Kindern keinen Glauben geschenkt? Nichts hinterfragt?
Ich weiss, dass es nicht einfach ist, so einer großen Kinderschar Disziplin beizubringen. Und ich weiss, dass auch heute manche LehrerIn da ihre Probleme mit vernünftigen Methoden / Strafen haben. Das entschuldigt alles nicht das Verhalten der Erwachsenen - aber es sind zuerst immer einzelne Personen, die versagen. Ja, es ist schlimm, dass sie sich Christen nennen und so in Gottes Namen Missbrauch und Gewalt beschönigen. Aber wir haben auch nicht das Recht, so ganz allgemein alle schuldig zu sprechen. Viel wichtiger ist es, dass wir Augen und Ohren offen halten und den Kindern / Jugendlichen helfen, wo wir nur können. Ein wertachten der Kinder und der Lehrer ist dringend nötig.


vom 20.07.2017, 16.59
23. von Lindenblatt

@philomena
Wir sind dabei, es zu beenden. Es gibt Präventionsrichtlinien, Fortbildungen zu Sensibilisierung und Transparenz und Vereinbarungen mit den Mitarbeitenden. Es gibt ein klar geregeltes Vorgehen, wenn ein Verdacht auftritt.
Wer in Deutschland im kirchlichen Bereich, sei es ehrenamtlich oder hauptamtlich, mit Kindern zu tun haben will, muss ein polizeiliches Führungszeugnis vorweisen. Bei der Hausaufgabenhilfe für syrische Kinder haben wir festgelegt, dass immer zwei Betreuer da sein müssen. Ich überlege mir zweimal, wie ich ein weinendes Kind trösten kann, ohne ihm zu nahe zu treten. Und bevor ich einem Ministranten in der Sakristei das Gewand richte oder einen Sterbenden berühre, ebenso.
Es ist einfach furchtbar, was da über Jahrzehnte passiert ist und die Betroffenen haben mein tiefstes Mitgefühl. Und es ist auch eine immerwährende Mahnung für alle die, die in der katholischen Kirche heute mit Kindern, Jugendlichen und schwächeren Personen zu tun haben. Und ich kann versichern, dass uns das sehr, sehr bewusst ist. Leider geht es auf Kosten des unbefangenen Umgangs mit Menschen.
Dass wir, das "Bodenpersonal", als verlogen und heuchlerisch angesehen werden, @ Hanna, das muss ich so annehmen. Ja, so und noch viel schärfer habe ich die Täter bezeichnet, als ich gestern in den unerträglichen Untersuchungsbericht hineingelesen habe. Und es macht mich traurig und wütend, dass Menschen ihre Macht auf diese Weise und vorgeblich im Namen Gottes missbraucht haben.
Doch ich will mich davon distanzieren und sagen und zeigen: wir können auch anders und in Zukunft soll es, soweit ich dazu beitragen kann, nicht mehr so sein. Und ich bin überzeugt, dass meine Kolleginnen und Kollegen im kirchlichen Dienst das ebenso sehen.


vom 20.07.2017, 13.36
22. von Sonja

Derzeit lese ich den Roman "Ein wenig Leben" - man kann nachempfinden, wie solche üblen Mißbräuche an Menschenleben sich auswirken. So heftig.
Egal, ob durch Kirchenmenschen verursacht oder durch Verwandte oder, oder...
Dass "es" aufhört, darauf kann keiner hoffen - man höre Nachrichten und lese...
Vor allem finde ich es eine schändliche Verhaltensweise, Opfer oder Zeugen zum Schweigen zu bringen! Beipielsweise Mütter, die auf Hilferufe nicht reagieren...

vom 20.07.2017, 12.50
21. von Fortuna

Das sind menschenverachtende Handlungsweisen und den Kindern ist m.E. ein normales Leben in der restlichen Lebenszeit kaum möglich.
Trotzdem finde ich es nicht richtig auf "die Kirche" zu schimpfen. Es werden ja auch nicht alle Sportvereine pauschal abgelehnt und dort sind Vergehen an Kindern ja auch sehr häufig.
Nicht, garnichts, entschuldigt solche Taten, egal, wo sie verübt werden.

vom 20.07.2017, 12.40
20. von soniaZ

@Hans
Bitte nachlesen, dass es sich nicht um sog. "Einzelfälle" handelt. Ich selbst bin erschrocken über diese hohe Zahl an Mißbrauchsopfer.

Hier klicken

vom 20.07.2017, 09.28
19. von Hanna

Ich pflichte philomena ausdrücklich und uneingeschränkt bei!
by Hans,du äußerst dich nur allgemein zu dem Thema,hast du nichts konkretes zu sagen?

vom 19.07.2017, 22.36
18. von Hanna

Genau dieser Missbrauch hat mich vor Jahren zum Austritt aus diesem Verein bewegt! Das Bodenpersonal, ist verlogen und heuchlerisch? Die Aufklärung wird nur halherzig betrieben!

vom 19.07.2017, 22.27
17. von elfi s.

Das ist einfach schockierend und abartig.
Man kann ja zur Beichte gehen, um Vergebung bitten und alles ist gut. Was geht/ging in den Köpfen dieser Menschen vor? Die kinder wurden ihnen anvertraut um sie zu beschützen, stattdessen werden sie missbraucht. Und das ist kein Einzelfall. Das macht mich einfach nur wütend.

vom 19.07.2017, 21.32
16. von Elisa

Das ist einfach nur furchtbar. :-(
Und immer wieder frage ich mich, warum so etwa verjähren muss/darf.
Denn "nur" weil es verjährt ist, ist nicht wieder Alles gut oder für die Opfer vorbei.
Dies wird offenbar von denjenigen, die diese Gesetze erstellen, nicht erkannt. Oder, wie eine Frau, die Einblick hat, sagte: Im Parlament sitzen auch Täter und diese sind natürlich für die Verjährung dieser Taten.

Alles Liebe,
Elisa

vom 19.07.2017, 18.49
15. von philomena

@ Hans
Nun werde ich auch mal deutlich!
Sie äußern sich nicht innhaltlich. Ich beleidige niemanden. Vielen "geistlichen Herren", die kleine Jungs schlagen/ schlugen, misshandeln/ misshandelten, missbrauchen/ missbrauchten - ohne Schuldbewusstesein - gehört nicht nur was auf die Finger, sondern sie gehören raus aus der Institution Kirche.
Meine Oma, gläubige Katholikin, Jahrgang 1904, hat mir immer mal wieder gesagt, "Der Weg zur Hölle wird mit Priesterköpfen gepflastert sein.". Das habe ich als Kind nicht verstanden, aber jetzt!




vom 19.07.2017, 16.55
14. von Hans

Die Aussage bei katholischen Einrichtungen stecke ein System dahinter ist eine Beleidung für alle diese Einrichtungen.

vom 19.07.2017, 16.37
13. von philomena

@Hans
Das ist ein Thema, das in der männerdominierten Kirche aufgearbeitet werden muss!
Alle wissen, das so etwas auch in Sportvereinen, Behindertenheimen und bei anderen Trägern passiert und passiert ist. Doch bei kath. Einrichtungen steckt dahinter ein System, was beendet werden muss. Insbesondere in den kirchlichen Institutionen, in denen Kinder betreut werden. Wenn das Christen nicht schaffen, verlieren sie mit Recht immer mehr Anhänger, weil es Doppelmoral ist.

vom 19.07.2017, 14.40
12. von ixi

Es ist schrecklich, was dort passiert ist.

Überall wird zur Zeit über die hohe Zahl der Missbrauchsopfer geschrieben. Wo steht wie viele Missbrauchstäter es dort gab?

vom 19.07.2017, 14.40
11. von maritta

nun gelangt es endlich an die öffentlichkeit, weil es verjährt ist ?????
welch ein trauriges kapitel !!
ekel und entsetzen empfinde ich.

vom 19.07.2017, 13.53
10. von Hans

und wieder einmal ein Thema, wo sich alle über die böse Kirche auslassen können!

vom 19.07.2017, 12.40
9. von Lieschen

solche Nachrichten machen mich traurig und wütend, ich bin seit meinem 15 Lebensjahr aus der Kirche ausgetreten, weil ich mit dem "Fußvolk" nicht klar kam. Auch heute werde ich immer wieder von dieser Institution Kirche enttäuscht, das wollen Christen sein. Diese Kinder die alles das erleben mußten tun mir leid, da nützt eine Geldentschädingung auch ncht viel.

vom 19.07.2017, 11.56
8. von christine b

mein gott, welche schrecklichkeiten mußten die armen kinder über sich ergehen lassen. besonders schockierend und empörend wenn es kirchliche einrichtungen betraf!
es betraf auch kinderheime in unserer umgebung, der freund einer bekannten hat grausames erlebt an misshandlungen.
damals haben die kinder geschwiegen, heute hofft man, sie werden sich den eltern oder lehrern anvertrauen!
denn missbrauch und gewalt wird es leider immer wieder geben :-(

vom 19.07.2017, 11.09
7. von Killekalle

Göga hat seine Gymnasialzeit in einem Jungeninternat(kath.) verbracht. Sexuelle Übergriffe gab es nicht. Herzlosigkeit im Umgang mit den Schülern und psychischer Druck vom Lehrkörper wohl.An manchen Vorkommnissen hat er heute noch zu knabbern.
Was mich bei den Regensburgern wundert, daß bei der hohen Opferzahl, nichts früher öffentlich wurde. Arme Buben! Hat sich tatsächlich keiner den Eltern anvertraut?

vom 19.07.2017, 10.22
6. von Ursi

Korrekt muss es heißen: Schöneberger Sängerknaben.

vom 19.07.2017, 08.46
5. von Ursi

Noch ein Grund für mich, nicht zum Gottesdienst zu gehen. Ich finde es empörend und abartig, was da passiert ist und immer noch passiert.

Bei uns im Dorf waren mal Anno Schnee die Berliner Sängerknaben. Damals hat wohl noch kein Mensch auch nur im entferntesten geahnt, was für ein Missbrauch getrieben wird.

Stimmt, @ Engelbert, sie sangen einfach toll und wir fanden es einfach nur toll. Ob da auch Jungs dabei waren, die.....

vom 19.07.2017, 08.41
4. von gerda

"Schein"-Heiligkeit der Kirche ! ?
empörend, auch in den kath.Erziehungsheimen war es so


vom 19.07.2017, 07.46
3. von philomena

Es ist gut, dass diese ganzen Schrecknisse an die Öffentlichkeit kamen und aufgearbeitet werden. Das ist für die "Geschädigten" eine lebenslange Aufgabe. Für missbrauchte Jungs/ Männer gibt es außerdem viel zu wenig Anlaufstellen.

Die Kirche ist ein System der Hierarchie; d.h. die alten Männer/ Täter sind in der Regel sicher und fühlen sich auch so. Dass Papst Franziskus eine Änderung einleitete, rechne ich ihm hoch an. So hat er sich ja auch vom ehemaligen Bischof von Regensburg getrennt.

vom 19.07.2017, 07.19
2. von Gerlinde

Ich weiß, dass viele besonders bös reagieren, wenn es sich um kirchliche Einrichtungen handelt - die Botschaft Jesu ist Versohnung, Vergebung und Liebe. Und man sollte meinen, die (kirchl.) Lehrer und Erzieher sollten das wissen.
Aber ob Kirche oder nicht - ich finde es einfach unverantwortlich und mir völlig unverständlich, wie man sich als erwachsener Mensch an Kindern vergehen kann. Ich finde es schlimm, wenn Kinder so unter Druck gesetzt werden - und auch niemand da ist, der ihnen zuhören und helfen kann.
Ich habe die Nachricht im Fernsehen mit Erschrecken gehört. Leider wird dann meist so eine Hetze losgetreten, dass die Opfer auch nicht zur Ruhe kommen können.
Sehr tragisch finde ich, dass ganz selten die Spirale der Gewalt und des Mißbrauchs unterbrochen wird und das sehr oft aus den Opfern die späteren Täter werden.

vom 19.07.2017, 01.14
1. von lamarmotte

Mich hat heute diese Meldung ebenfalls entsetzt.
Auch Georg Ratzinger, Kirchenmusiker, (und Bruder des emeritierten Papstes Benedikt VI.) - u.a. Chorleiter/Chef(?)
der Domspatzen - soll Kinder misshandelt und vielleicht auch von sexuellen Übergriffen gewusst haben.
Von mir wieder einmal fassungsloses Kopfschütteln über einen weiteren der leider zahlreichen Versuche der katholischen Kirche, Missbrauchs-Skandale unter den Tisch zu kehren.
Und inzwischen ist alles verjährt - zumindest vor dem Gesetz ...

vom 19.07.2017, 00.42

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