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über krankheiten reden

Wenn ich sage, dass ich Pause mache ...... dann vermisse ich schon kurze Zeit später das Tagebuchschreibenkönnen. Aber ich hab halt im Moment keine anderen Themen als Krankheit und Fragezeichen. Das wird auf Dauer dann langweilig, öde und stressig für meine Leser, auch wenn sie sich durchaus dafür interessieren, wie es mir geht.

Ich weiß aber sehr gut, wie gerne ich mit meiner (einzigen noch lebenden) Tante rede, die über nichts redet als ihre Krankheiten, die aktuellen und die von früher und damals, als sie auch beim Facharzt war. Ich kann das verstehen, dass sie eben keine anderen Themen im Leben hat, aber ich hab selbst genug Baustellen, als dass ich da geduldig zuhören könnte.

Und gerade deswegen, weil ich diese Baustellen habe, reicht mir das gerade und ich will auch noch andere Dinge denken, sehen, erleben ... und mich auch darauf einlassen können. Wenn ichs denn kann und nicht so sehr vom aktuellen Geschehen belastet bin.

Engelbert 29.01.2018, 16.33

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Kommentare zu diesem Beitrag

16. von IngridG

Für mich ist das in Ordnung, über Krankheiten zu reden und sich gegenseitig zu unterstützen. Wir werden alle älter und es gehört dazu, hat mit Jammerei m.E. nichts zu tun.

vom 30.01.2018, 23.07
15. von philomena

Über Krankheit reden, Erfahrungen anderer zu hören ist für mich ok, jammern nicht. D. h. andere damit belasten oder zuschütten.

Krankheit ist ein Signal des Körpers für Stopp in einem Bereich. Z. B "Erkältung", wo ist mir kalt geworden? Was hat mir die Stimme genommen? Was macht mir einen dicken Hals? Viele Dinge, mit denen man sich auseinandersetzen könnte - in dieser ruhigen Phase.

Stärkt das Immunsystem, vielleicht auch innere Stärke? Einfach eine Auszeit. Dann müssen SF mal warten und es gäbe paar Tage keine weißen Sternchen ...

vom 30.01.2018, 20.45
14. von gabriele

Hallo und schönen guten Morgen, das Kreuz mit den Baustellen-so gut zu verstehen. Sehr übel die Standardsätze der Ärzte a)"..eine Autoimmunkrankheit, das ist so" b)"..in Ihrem Alter ist das (was bitte ist heute Alter?) normal" und "da kann man nichts machen, also Kortison" usw usw. Hörten diese von u.a. ihren Patienten hochbezahlten Dienstleister noch nichts von den erwiesenen neuen Deutungen von Jahreszahlen? Also die Kräfte der Selbstheilung mobilisieren, Kopffrei und sich nicht n u r mit den Einschränkungen beschäftigen - der Januar 2018 ist seit 1951 der dunkelste Monat- anders ausgedrückt, der Januar liegt im Keller des Jahres. Es folgt nun der kürzeste Monat, es wird heller und geht aufwärts. "Wenn man sich vor irgend etwas fürchtet, so gibt man diesem die Macht über uns. Doch niemand hat das Recht, Macht über uns zu gewinnen." Also Ade Baustellen, es gibt das Licht am Horizont! Viele Grüße mit erhobenen Haupt

vom 30.01.2018, 10.45
13. von MOnika Sauerland

Engelbert, schau mal auf die die Homepage von Lars Amend. Das gibt Auftrieb. Trotzdem gute Besserung. Du schaffst das.

vom 30.01.2018, 10.42
12. von sonja-s

auch ich schließe mich Ursi's Kommentar an.
Sie schreibt genau das was auch ich denke.
Ansonsten, informiere Dich mal im Netz über Kolloidales Silber, ein sehr guter Antibiotika Ersatz. Wirkt gegen Viren und Bakterien und hat noch so einiges andere in petto bei denen es gute Wirkung zeigt, wie Hauterkrankungen, Blasenentzündung, Wunden usw.
Es muss nicht immer die Chemie Bombe sein.
Die Apotheken haben generell nur die 25ppm Variante, die ist völlig ok, es müssen keine 10ppm sein. Lasse Dich da nicht beeinflussen das ist Quatsch auch wenn einige Anbieter im Netz damit werben das die Partikel dann kleiner sind und besser wirken. Es sind nicht die Partikel die wirken sondern die Ionen und die sind in allen Produkten egal wie viel ppm die haben.
Ich wünsche gute Gesundheit Dir und Beate.

vom 30.01.2018, 08.53
11. von ReginaE

"solange man über Krankheiten reden kann, lebt man noch", klingt zwar etwas sarkastisch, mir ist grad danach.

Ach ja, in diesen Tagen gibt es den zweiten Vollmond im Januar. Das hat doch was.
Als meine Kinder klein waren, waren sie nur zu Zeiten des Vollmonds krank und ich dann auch nachts oft wach.

vom 30.01.2018, 07.36
10. von Christine

Mich interessiert es wie es Euch beiden geht. Man ist doch miteinander sehr verbunden auch wenn wir uns nicht persönlich kennen.
Wenn ich krank bin, tut es mir gut jemand mein Leiden zu schildern.
Nicht zuletzt darum eine Hilfe oder einen Tipp zu erhalten.

vom 29.01.2018, 22.45
9. von Killekalle

Alle Dinge haben ihre Zeit. Man muss auch Mal jammern, schimpfen, Rat einholen, grübeln, hadern dürfen, ohne dass Menschen sagen, dass sie das so nicht hören wollen. Alle Farben wollen wir hier doch.
Es kommen wieder andere Zeiten. Wir wollen schon wissen, wie es Euch geht.

vom 29.01.2018, 22.41
8. von lamarmotte

@ Ursi:
Den 2.u.3. Absatz Deines Kommentars unterschreibe ich!

Wenn man mit älteren Menschen zusammen ist, drehen sich leider die Gesprächsthemen überwiegend darum, wen es gerade irgendwo zwickt oder zwackt.
Ich verstehe zwar, dass man das eigene Kopfkino nicht so leicht abschalten kann, und wenn es um schwere, vielleicht lebensbedrohliche Krankheiten geht, höre ich mitfühlend zu.
Bei Alltagswehwehchen, mit denen gerade wir ü50-,ü60 usw. -Jährigen des öfteren konfrontiert sind, schalte ich allerdings vollkommen ab, falls meine Versuche, das Gespräch in andere Bahnen zu lenken, gescheitert sind. Aber meist wird mein Themawechsel dankend angenommen, und der/die eben noch Jammernde erzählt begeistert von (beispielsweise - die Möglichkeiten sind in diesem Fall ja fast unbegrenzt) seinem Hobby, einer Reise,
einer Begegnung, einem kulturellen Ereignis etc.


vom 29.01.2018, 22.39
7. von Gerlinde

Ich kann deine Entscheidung verstehen, lieber Engelbert.
Mir ging es vor vielen Jahren so, als unsre Kinder klein und ich lange Zeit daheim war. Irgendwann fiel mir auf, dass ich mich nur noch über Kinder unterhalten habe...
Und neulich stellte ich fest, dass häufigstes Gesprächsthema unsre Krankheiten waren... Ja, die Anteilnahme an meinem Ergehen kann gut tun - kann aber auch nervig werden.
Ich wünsche euch gute Besserung und hilfreiche Ärzte, wenn es nötig ist.

vom 29.01.2018, 22.27
6. von Petra H.

über Krankheiten sollte man immer offen sprechen. Das hat damals bei meinem Bruder an der Krebserkrankung sehr geholfen. Nicht jammern, aber reden.

Alles gute für Euch beide!

vom 29.01.2018, 19.55
5. von Ursi

Ach, Engelbert, du bist so herzerfrischend ehrlich.
Ich nehme mir auch oft was vor, bin dann aber viel zu zappelig, um das durchzuhalten. Das ist ja das, was ich an dir mag: Du bist nicht festgelegt!

Ja, mich interessiert schon, wie es dir geht, weil DU mich interessierst.
Aber ich sehe das genau so wie du.... Wer will schon dauernd von Krankheiten hören. Bei akuten Anlässen, okay. Aber es gibt Menschen, die schlachten das ewig lange aus durch ausführliche Schilderungen, dass ich manchmal denke, gleich platze ich.
Aber ich habe es gut drauf mich abzuwenden. Und die Armen, die das nicht so gut können, hören brav zu.

Und im Übrigen denke ich oft, wie sehr die Frauen, die ich treffe, um sich selbst kreisen, so dass es gar kein anderes Thema gibt. Und mich interessieren SO VIELE Themen, dass ich oft ganz enttäuscht bin. Ich kann es nicht verstehen. Das Leben hat so viel zu bieten!

Und halte mich auch an den Rat meines tollen Doktors: Nicht dauernd dran denken (dann denke ich "es" herbei). Und in der Psychotherapie sagten die Ärzte: So tun als ob. Wenn ich denke, alles ist halb so wild, dann ist es auch halb so wild.

Lieber Engelbert, ich wünsche dir sehr, dass dich deine Belastungen nicht von den anderen wunderbaren Dingen des Lebens nicht zu sehr ablenken!
Und ich finde, dass du trotz Durchhänger und Krankheiten so viel tust, dich nicht hängen lässt, etwas unternimmst, du hast meine Hochachtung!

vom 29.01.2018, 19.33
4. von Lieschen

@ Regine hat das sehr schön formuliert, ich denke ähnlich, man kann über seine Wehwehchen mal reden, das tut gut, wenn der Andere einen tröstet und aufmuntert, aber dann auch über andere Themem reden das lenkt den Kranken dann ab, und er freut sich schön diskutiert zu haben, vielleicht auch gelacht, denn das hilft zur Genesung.

vom 29.01.2018, 18.56
3. von ReginaE

neee, nee, ich find's gut, wenn man über seine Krankheiten lamentiert. Das hat mich durch meine Vorfahren und ältere Bekannte, aktuell über meine Mutter, die demnächst 92 wird und deren Schwester mit fast 83. Beiden war es immer ein Kreuz über Krankheiten zu reden, eher waren sie fit bei Gesundheit.
Krankheiten gehören zum Leben, es ist halt so, und man sollte sie einfach so nehmen wie sie kommen.

Heute im Büro hatte ich ein längeres Gespräch über Alzheimer und was der Auslöser dafür sein könnte.... ein komplexes Thema.

Vergangene Woche ist mein sog. Gegenschwiegervater (76) während des Autofahrens in der Stadt kollabiert, an eine Gartenmauer gefahren. Eine Krankenschwester sah den Vorfall und reanimierte ihn während der Notarzt auch um die Ecke innerhalb 3 Minuten vor Ort war. Noch ist der Gute nicht über den Berg und die Frage steht im Raum, ob man von Glück sagen, dass Menschen in der unmittelbaren Nähe waren, die ihm helfen konnten.

Seinen ersten Infarkt hatte er vor 2 1/2 Jahren während eines Urlaubs der Großfamilie. Auch da waren gleich Helfer (in Frankreich) vor Ort. Allerdings hat er sich seitdem sehr schlecht erholt.

Also nur mal so zu den eigenen "Baustellen". Sie brauchen ihre Zeit und da wünsche ich dir gute Helfer, viel Zuversicht und Freude am täglichen Einerlei!!!

vom 29.01.2018, 18.55
2. von Gerda

Ich höre eigentlich immer zu, wenn jemand über Krankheit spricht, denn man weiß nie, w a n n einem dasselbe passieren kann und dann erinnere ich mich, w a s derjenige getan hat od.ihm geholfen hat; Dem anderen hilft es, wenn ich ihm mein Ohr/od.Zeit ´leihe´ und mir ist geholfen, wenn ich dann `Rat´ habe ..


vom 29.01.2018, 17.22
1. von Regina

@ Engelbert
Ich denke, wenn man älter wird (ich werde bald 60), da hat man so einige Zipperlein und ist vielleicht auch anfälliger auf Krankheiten. Klar, tauscht man sich dann darüber mit Freunden, Bekannten und so weiter aus.

Ich habe das beim Vater meines Freundes so erfahren. Er wohnte allein im hohen Alter von 85 Jahren und älter. Er hörte immer in sich hinein. Hatte eben Angst. Was er dann immer erzählte, war, wie er sich fühlte und so. Man konnte seine Angst spüren. Er konnte dann nicht mehr so allein wohnen und kam in ein in meinen Augen sehr gutes Seniorenheim. Dort kümmerte man sich sehr gut um die alten Menschen. Er war dann wie ausgewechselt, weil er sich sicherer fühlte als allein zuhause. Er sprach auch nicht mehr immer nur von seinen Wehwehchen. Dort kümmerte er sich um die Sittiche im Heim. Das war eine Aufgabe für ihn. Er ist noch über 90 Jahre alt geworden und erst kurz vor Weihnachten 2016 verstorben.

Wenn man auf andere Gedanken gebracht wird, man andere Gesprächsthemen hat, dann werden auch die Gespräche übers Kranksein weniger.

Aber es verbieten keiner jemandem, über Krankheiten zu reden, wenn das gerade eben aktuell ist. Da möchte man sich auch einmal austauschen können und etwas Trost von anderen bekommen.

vom 29.01.2018, 17.10

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