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Wir besuchen zur Zeit alle zwei Tage ein Pflegeheim in Kaiserslautern, um der Tante beim Sterben zuzusehen ... wenn schon sterben, dann bitte schnell und einfach nicht mehr aufwachen und nicht so langsam und mühevoll.

Engelbert 10.03.2018, 17.38

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Kommentare zu diesem Beitrag

19. von Gerlinde

Das ist lieb, dass Ihr beide die Tante nicht allein lasst.
Wir haben unsre Mutter lange begleitet - und ich möchte keine Minute davon missen. Nun sind wir froh, dass wir Geschwister an ihrem letzten Abend gemeinsam bei ihr sein konnten. Und wir sind froh, dass sie endlich nach Hause gehen durfte.
Ich wünsche Euch viel Kraft für Euren Liebesdienst und der Tante ein friedvolles Einschlafen.

vom 11.03.2018, 20.59
18. von beatenr

@ Tirilli, Danke für das Video über Sieglinde Fuchs und die vielen anderen Filme, die darunter aufgeführt sind. Da werde ich einiges ansehen.

vom 11.03.2018, 16.09
17. von Carola (Fürth)

da ist leider wieder was verschluckt worden, war ein Herzchen dabei, ich hab vergessen die gehen im TB nicht, auch manche Smilies nicht ..

so sollte es heissen:
Tirilli, Danke für das Video (in der Nacht noch angesehen) ganz liebe Grüsse !

vom 11.03.2018, 14.24
16. von Carola (Fürth)

@ Tirilli, Danke für das Video

vom 11.03.2018, 14.16
15. von Ursi

@ Lieserl,
dein Kommentar rührt mich gerade zu Tränen. Ich "sehe" ein Bild vor mir, das mich traurig macht.

Leider hatte ich nicht das Glück, beim Sterben meiner Eltern dabei zu sein. Sie wohnten ja in der Nähe von Kassel. Und bis ich dort hin gelangt war, war es zu spät.

vom 11.03.2018, 11.35
14. von Ursi

Ich habe schon oft gehört, dass manche Menschen "gehen", wenn sie gerade ganz allein sind. Vielleicht fällt es ihnen leichter, wenn sie nicht fest gehalten werden.
Dies meine ich nicht negativ. Denn die Tochter einer unserer allerbesten Freundin hat mit ihrer Schwester nur neben dem Bett gestanden und ihrer Mutter haben sie ganz bewusst nicht die Hand gehalten.
Das hat mich sehr beeindruckt damals. Denn in der Familie herrschte ein großer Zusammenhalt und es gab sehr viel Liebe zwischen ihnen.
Ich wünsche dir und Beate, dass die Zeit jetzt für euch nicht zu schwer wird!

vom 11.03.2018, 11.33
13. von Lieserl

Für manche ist das Leben mühevoller als das Sterben. Ich habe schon etliche Menschen auf ihrem letzten Weg begleitet. Zuletzt meine Schwiegermama am 6.Januar dieses Jahr.
Bei meiner Schwiegermama war es am emotionalsten. Sie war geistig sowas von fit, aber ihr Körper machte einfach nicht mehr mit. Sylvester haben wir noch zusammen gefeiert, am Tag drauf kam sie mit hohem Fieber ins Krankenhaus. Mein Schwager mit Frau begleitete sie und er nahm auch gleich die Patientenverfügung mit. Somit war von Anfang an klar, dass es keinerlei lebensverlängernde Maßnahmen geben durfte.
Sie wurde somit beatmet, man gab ihr Schmerzmedikamente und kreislaufunterstützende Medikamente. Sonst nichts. Bis zum 5. Januar war sie auf der Überwachungsstation. Wir haben sie keine Minute allein gelassen. Es war immer jemand bei ihr. Sie war ansprechbar, geistig vollkommen da. In der Nacht auf den 6. bekam mein Schwager, der der erste Ansprechpartner war, einen Anruf vom Krankenhaus, ihr Herz hatte nachts ein paar Mal ausgesetzt.
Und so trafen wir uns am 6. Januar vormittags alle auf der Intensivstation an ihrem Bett. Sie sagte noch, laut und vernehmlich "Jetzt seids alle da, jetzt kann ich gehn". Dann schaltete die Schwester die Kreislaufunterstützung ab und ihr Atem wurde immer flacher bis sie einfach die Augen zumachte.
Die Minuten danach waren, im wahrsten Sinne des Wortes, totenstill. Nix mehr piepste. Ihre Augenlider flatterten noch ein paar Mal und dann war ihr Gesicht total entspannt.
Sie war immer ein Familienmensch. Für sie war es das Schönste, wenn alle zusammen kamen. Und so wollte und durfte sie auch sterben.
Leider ist es nicht jedem vergönnt, so zu gehen.


vom 11.03.2018, 09.47
12. von christine b

wünsche euch viel kraft und deiner tante ein ruhiges, schmerzloses hinübergehen in eine andere welt.
es ist sicher ein gutes gefühl, wenn die tante spüren kann, dass der neffe und seine frau kommen, um ihr beizustehen. die sterbenden spüren das, auch wenn sie schon mehr drüben als herüben sind.
meine mama starb auch mühevoll über viele tage und ich bin dankbar, dass ich neben ihr sein durfte, als sie verstarb.

vom 11.03.2018, 08.47
11. von Tirilli

Engelbert, ganz wichtig, finde ich. Dazu dieses Video: Hier klicken
Liebe Grüße,
Tirilli

vom 11.03.2018, 00.27
10. von Laura

so geht es uns gerade mit meinem Schwiegervater ;-( Er war Weihnachten noch ein gestander Mann ... und kurz darauf eine fatale Diagnose ... nun beten wir alle nur noch, dass er sehr bald gehen darf und das Leiden ein Ende hat.

Ich habe schon einige meiner Lieben zu Grabe getragen. Bei meinem Opa durfte ich dabei sein. Das war sehr intensiv, zumal ich die ganze Nacht vorher bei ihm sass. Meine Oma hat auch den Moment gewaehlt, in dem nur eine betende Schwester bei ihr war, aber ich durfte sie kurz darauf nochmal sehen, das war mir wichtig zum Verabschieden. Auch meine Schwiegeroma habe ich vor Jahren kurz vor ihrem Tod immer wieder gesehen. Sie meinte zum Schluss noch, ich schick euch einen ... und das hat sie getan, kurz darauf wurde ich mit unserem Sohn schwanger. Vielleicht sollte ich nun beten, dass sie ihren Sohn zu sich nimmt und er gehen darf.

Es sind einfach sehr intensive Moment und ich moechte keinen missen.

vom 11.03.2018, 00.21
9. von Lina

Ich hatte einen geplanten Krankenstand für eine Op... einige Tage davor ist meine Mutter gestürzt und musste operiert werden... sie hatte ein ganz schlechtes Herz... da sagte mir die Oberärztin "Wenn du dich jetzt operieren lässt, kannst du nicht zum Begräbnis deiner Mutter gehen!"
Also hab ich meinen Krankenstand in Urlaub umwandeln lassen und verbrachte die meiste Zeit bei meiner Mutter im Krankenhaus... ich blieb auch immer bis sie am Abend eingeschlafen hat.
Sie war dann teils durch die Narkose etwas wirr... wir haben aber auch sehr gute Gespräche geführt die ich nie vergessen werde.
Unter anderen hat sie mich gefragt ob sie sterben müsse... diese Frage zu beantworten war für mich das schwerste... ich wollte sie aber auch nicht belügen.
So sagte ich zu ihr so in etwa... "Mama, dass es dir nicht gut geht spürst du ja... aber wann für einen die Zeit um ist kann keiner sagen... aber beten wir... dass Gott mit dir das macht was für dich das Beste ist"... da hat sie mich gedrückt und wir haben gemeinsam gebetet.
Tage danach... ich war schon so übermüdet... habe ich auf ihr eingeschlafen... als ich wach wurde hab ich zur Schwester gesagt... "ich gehe jetzt nach Hause und sie könne mich jederzeit anrufen". Ich hab dann kurz geschlafen... dann bekam ich einen Anruf vom Krankenhaus. Ohne mich zu waschen eilte ich zu meiner Mutter... sie hat auf mich gewartet... ich nahm ihre Hand... wir schauten uns an... und sie hat die Augen für immer geschlossen... das war am 21.2.1993

Am 8.März hätte sie Geburtstag gehabt... 103 Jahre.

vom 10.03.2018, 23.12
8. von nora

Der Kommentar 7 ist von mir - mein Name ist irgendwo untergegangen!

vom 10.03.2018, 21.26
7. von

Ich wünsche Euch viel Kraft und Geduld. Für Eure Tante ist es sicherlich ein großer Trost, sie spürt das mit Sicherheit, dass jemand bei ihr ist, auch wenn sie es nicht mehr ausdrücken kann. - Schnell und einfach sterben würden wir uns wohl alle wünschen, aber wir müssen es nehmen wie es kommt und hoffen, dass uns dann jemand zur Seite steht!

vom 10.03.2018, 21.23
6. von beatenr

Meine Gedanken gehen zu Euch Euch - mögen Eure Liebe und Kraft der Tante das Sterben erleichtern!


Ich habe in der Familie (Mutter und Ehemann) und bei der ehrenamtlichen Hopizarbeit immer wieder Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten dürfen. Es ist auch ein Geschenk für das eigene Leben.

vom 10.03.2018, 20.29
5. von Carola (Fürth)

Das Buch hier hat mir u.a. sehr geholfen bei Papa auch, kann ich empfehlen

Hier klicken

vom 10.03.2018, 20.16
4. von Carola (Fürth)

Das berührt mich grad sehr, ich kann es nicht so leicht schreiben, denn es ist so viel, würde Seitenlang werden. Ganz und gar kann ich das bestätigen, was Lina sagt, es stimmt 100 %. Ich hab unendlich viel darüber gelernt bei Papas Gang auf die letzte Reise. Von lieben Menschen, die sich auskennen damit. Bei meiner Mama vor 10 Jahren wusste ich noch nicht so viel. Wir hatten aber auch instinktiv alles richtig gemacht, bei ihr. Ganz knapp ging sie, es war ihre Art, allein gehen, sie wollte das so. Die Freirednerin bei Mama hatte es mir erklärt damals. Bei Papa dagegen war ich in der Sekunde als er ging .... war eine Woche ungefähr, friedlich, durch palliative Medis ...
Und durch höhere Macht gesteuert (anders kann ich das nicht bezeichnen,denn es war eine zu grosse Reihe von Zufällen, die sich ergaben, dass es keine sein konnten) durfte ich paar Wochen vorher, noch jemand begleiten zur letzten Sekunde im Seniorenheim, der eigentlich fremd war und total nah in den Stunden, ich sag immer zu mir es war mein "Lehrmeister" und ich wusste dadurch, dass es nicht so schwer ist, sondern auch total friedlich sein kann, die Seele fliegt, man spürt das .....

Es ist gut, dass ihr so oft bei der Tante seid (((ich denk an euch alle))) und sie merkt das schon, auch wenn es ganz anders wirkt und sie scheints nicht mehr "da" ist, sie spürt es. Streicheln ist sehr wichtig .. Wangen, Arme, Hände streicheln (nur ganz leicht locker halten die Hände, nicht fest) und immer wieder zu der Tante sagen, dass sie gehen darf, wenn sie das will und dass alles gut ist. Dann fällt es leichter den Sterbenden, sie selbst können loslassen besser.
Ich kanns nachfühlen, es ist das schwerste .. das hilflose zuschauen, wenn das Leben derer, die man lieb hat immer weniger und weniger wird …

vom 10.03.2018, 20.07
3. von Lina

Ich kann mir gut vorstellen wie es euch dabei geht... ganz egal wie man zu der Person steht, die ihren letzten Weg geht... nicht ein jeder kann diese Kraft aufbringen... ich habe das als Krankenschwester sehr oft erlebt.
Aber was ich immer wieder beobachtet habe... auch wenn es oft scheint, dass der Patient nichts wahrnimmt... die meisten gehen leichter wenn jemand dabei ist.
Aber dann gibt es auch Menschen die sich beim Besuch ablösen so dass immer jemand daneben sitzt... und dann gehen sie mal kurz hinaus und der Patient ist genau in diesen Augenblick gestorben. Da haben sich die Angehörigen oft Vorwürfe gemacht. Aber ich bin überzeugt... dass diese Patienten nicht neben ihren Lieben gehen konnten.

Engelbert... ihr macht da echt eine gute Tat die Tante so oft zu besuchen... sie spürt es.

vom 10.03.2018, 19.09
2. von Ursel

Oh - das ist aber eine zu Herzen gehende und sehr berührende Erzählung von @Doro.
Und ein sehr bedrückendes Thema für jeden von uns.
Aber man sollte die Lebenszeit nicht mit Angst und Sorgen vertun - wir haben es nicht in der eignen Regie.


vom 10.03.2018, 19.04
1. von Doro

Gott sei dank wissen wir nicht, was einmal in dieser Hinsicht auf uns zukommen wird!
Auch ich wünsche mir , dass ich im schlaf ohne große Leidenszeit einmal sterben darf- leider habe ich es oft anders erleben müssen( ich bin Krankenschwester)--- es gab aber auch diesbezüglich ein sehr schönes Erlebnis. Ich hatte eine alte Dame zu betreuen, die eines Tages zu mir sagte. " ach Schwester, ich hatte so ein tolles Leben, ich hatte einen tollen mann, tolle Kinder... mir gings immer gut! Jetzt gehts mir nicht mehr gut, jetzt will ich sterben, mein Leben war so schön, aber jetzt will ich nicht mehr!"
Ab diesem Zeitpunkt ass sie nicht mehr, trank nur noch... Einige Tage später hielt ich sie im Arm und ich sagte zu ihr:" Frau ..., ich glaube, Sie haben es bald geschafft!"... Da ging ein wunderbares Leuchten über ihr Gesicht... ca. 1/2 Stunde später ist sie dann friedlich eingeschlafen... Das war für mich als damals noch junge Schwester sehr, sehr eindrücklich und prägend...


vom 10.03.2018, 18.29

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