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haddsch

Hab grad nachgelesen ... die islamische Pilgerfahrt nach Mekka wird Haddsch genannt. Dieser ist die fünfte Säule der fünf Säulen des Islam. Die große Pilgerfahrt, der Haddsch, kann nur während bestimmter Tage im Jahr durchgeführt werden, die kleine Pilgerfahrt (Umra) kann zu jeder beliebigen Zeit erfolgen.

Jeder freie, volljährige und gesunde Muslim - ob Mann oder Frau -, der es sich leisten kann, ist verpflichtet, einmal im Leben nach Mekka zu pilgern. Die Pilgerfahrt ist im Koran als religiöse Pflicht mit einer gewissen Einschränkung verankert: "Und die Menschen sind Gott gegenüber verpflichtet, die Wallfahrt nach dem Haus zu machen – soweit sie dazu eine Möglichkeit finden."

In Teilen Ägyptens existiert ein besonderer Brauch: Während der Abwesenheit eines Pilgerfahrers wird dessen Haus von den zurückgebliebenen Dorfbewohnern bunt bemalt, wobei Darstellungen der Pilgerereignisse im Mittelpunkt stehen. Daraus ist dann für jeden aus der Gegend ersichtlich, dass dort ein Häddsch wohnt. In vielen Ländern ist es Brauch, dass anlässlich der glücklichen Heimkehr des Pilgers ein Fest gegeben wird, zu dem Nachbarn, Verwandtschaft, Freunde und Arbeitskollegen eingeladen werden.

Frauen dürfen den Haddsch nur mit einem männlichen Begleiter (Mahram) vollziehen.

Engelbert 23.06.2024, 00.16

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Kommentare zu diesem Beitrag

15. von MaLu


14. von Katharina

Warum relativierst du?
Nur weil du dir nicht vorstellen kannst, dass Frauen das freiwillig tun? Es gibt tatsächlich Frauen, die sich nur so sicher und gut fühlen.
Man sollte auch das respektieren.


vom 26.06.2024, 13.02
14. von Katharina

@ MaLu - natürlich gibt es einige Frauen, die sich "freiwillig unterwerfen", naja, wahrscheinlich eher freiwilliger Zwang.
Was mir bekannt ist, daß wenn junge Mädels sich in moslemische Männer verlieben, daß dann die Männer mit der Liebe Druck machen: du liebst mich ja, dann wirst du ja sicher aus Liebe für mich zum Islam konvertieren. Welches junge Mädel, das in den Mann total verliebt ist, sagt da nein. Aus Liebe tun die Frauen alles.

vom 25.06.2024, 00.35
13. von Laura

Ich stimme Defne zu. Ich bin froh, dass meine Verwandtschaft sehr aufgeschlossen ist und nicht anders als Menschen im Westen leben. Auch, dass ich nicht moslemisch lebe und einen christlichen Mann habe, interessiert die wenigsten. (Nur die angeheiratete Schwägerin, Frau meines Bruders, kommt damit leider nicht zurecht.)

Eine Verwandte ist Zahnärztin und macht gerade eine zweijährige Weiterbildung. Ihr Mann (Ingenieur, Sohn meines Cousins) hat sich beurlauben lassen und passt derweil auf die zwei jüngeren Kinder auf. Die Große blieb bei Oma, weil sie einen guten Schulplatz nicht verlieren wollte. Ein Szenario das mancher Mann hier nicht mitmachen würde. Ich kenne zwei deutsche Familie, da werden die Hausmänner ständig belächelt, weil die Frau das Geld verdient. Vorsicht bei Vorurteilen und Pauschalisieren.

Dass so viele Menschen, die sich einen Lebenstraum erfüllen wollten, durch die Hitze gestorben sind, ist einfach nur traurig. Allerdings ist es in den Heimatländern meist auch so warm, daher ist vorheriges Informieren nicht zwekerfüllend. Die Überfüllung vor Ort ohne Zugang zu Schatten oder Wasser ist eher das Problem, da sich durch die Hitze dieses Jahr potentiert. Hier gilt es meiner Meinung nach eher Aufklärung in den Heimatländer zu betreiben und die Reiseveranstalter in Verantwortung zu ziehen.

Darüber, dass Frauen nicht alleine reisen können, rege ich mich nicht auf. Auf so eine Reise würde ich nicht ohne männlichen Schutz reisen wollen. Aber das tue ich auch nicht in andere Länder. Natürlich ist es immer bescheuert, wenn jemand diskriminiert wird. Mir stossen da allerdings andere Themen (wie gleiches Gehalt für gleiche Arbeit, Zugang zu höheren Positionen, etc.) mehr auf.

vom 24.06.2024, 12.49
12. von Defne

Es ist genauso wie auch in der christlichen Religion dass diese Pflichten und Regeln von der Mehrheit nicht eingehalten werden.

vom 24.06.2024, 06.37
11. von MaLu


Wenn die islamischen Frauen alles mitmachen, dann ist das deren Problem. Mein Mitleid hält sich da in Grenzen.
Es sind nicht unbedingt nur unterdrückte Frauen.
Ich habe zwei Beispiele:
Eine Kollegin von mir, mit türkischen Wurzeln, war sehr modern, hat gearbeitet, hat westliche Kleidung getragen. Als sie ein Kind bekam, kam der Wandel. Sie hat entschieden mit ihrer Familie in die Türkei zu gehen, Kopftuch zu tragen und den muslimischen Glauben zu leben. Eine andere Kollegin, mit libanesischen Wurzeln, auch ganz normal unter uns gelebt, hatte vor ihren Freund zu heiraten. Da fing sie dann an, davon zu reden, sie freut sich darauf, nach ihrer Hochzeit in eine andere Stadt zu ziehen und dort wieder Kopftuch zu tragen. Bei ihr war das dann schon extrem. Als ich zum ersten Mal Bilder sah erkannte ich sie nicht wieder. Sie trug einen Hidschab und dazu das entsprechende lange Kleid. Es gibt sehr viele Frauen, die sich freiwillig unterwerfen.


vom 24.06.2024, 01.43
10. von Katharina

Als Frau gefällt mir der gelebte Islam nicht.
= wie Du im letzten Satz schreibst "Frauen dürfen nur mit einem männlichen Begleiter", da kriege ich schon einen Hals. Auch in den Moscheen wird ja streng getrennt zwischen Männern und Frauen, und Frauen kriegen nur oben den zweiten Platz. Aber das war übrigens bei uns Katholiken früher auch noch: die Frauen in den linken Kirchenbänken, die Männer in den rechten, also streng getrennt.
Wobei die linke weibliche Seite als die zweitrangige nicht ganz so gute Seite gesehen wurde, die rechte Seite ist früher immer die einzig richtige gewesen, wie heute in vielen Kulturen immer noch. In der katholischen Kirche bin ich als Frau genauso zweite Klasse wie im Islam, nicht nur deshalb bin ich ausgetreten. Ich kann alle Religionen nicht ausstehen, in denen ich als Frau als Mensch weniger wert bin als die Männer.

vom 23.06.2024, 19.30
9. von Ursel

... das ist interessant - da muss ich mich mal genauer damit befassen - erstaunlich was es so alles gibt - und noch erstaunlicher, dass sich Menschen danach richten und handeln - ich denke, dass viele "Gebote und Richtlinien" usw. von Menschen gemacht sind - Gott würde solche Dinge nicht wollen. Da bin ich mir sicher.

vom 23.06.2024, 19.10
8. von Su

Danke Ingrid

vom 23.06.2024, 13.45
7. von IngridG

Bei aller Toleranz habe ich doch immer wieder das Gefühl, das es bei dieser Religion an Vernunft und gesundem Menschenverstand mangelt.

vom 23.06.2024, 11.09
6. von Killekalle

Da es da so viele Tote gab, wegen der Hitze, hab ich mich darüber auch genauer informiert.
Auch über die horrenden Kosten, die von den Pilgern gezahlt werden.


vom 23.06.2024, 10.46
5. von Su

Pflicht bzw. eine Religion, die mir vorschreibt, wie ich leben soll u das in einer modernen, wissenschaftlich aufgeklärten Welt ….

vom 23.06.2024, 10.29
4. von Ingrid S.

Ich bin zwar geb. Katholikin, doch war nie zu begottisch, nenne ich es mal, fühlte mich dann der evangelische Kirche hingezogen.
Bin aber kein regelmäßiger Kirchgänger!
Doch um ehrlich zu sein, die Religion des Budhismus, beschäftigt mich am meisten und kommt an meine Glaubenssicht näher hin.
Ich selbst lasse Religionen gelten, aber keine fanatischen, die Kriege heraufbeschwört?

Es gibt auch den Spruch "Vor Gott sind alle gleich?"

vom 23.06.2024, 10.11
3. von Anne

"Warum in seinem Namen?... Du glaubst nicht besser als ich... Religionen sind zu schonen, sie sind für Moral gemacht, da ist nicht eine hehre Lehre, kein Gott hat klüger gedacht, ist im Vorteil. Welches Ideal heiligt die Mittel..."
Auszug aus Herbert Grönemeyers Song "Ein Stück vom Himmel". Mal den vollen Text zu lesen, lohnt sich! Hier klicken
Das wollte ich bereits schreiben, als ich Deinen Tagebucheintrag vom 21.6. um 18.51 Uhr gelesen hatte...

vom 23.06.2024, 09.19
2. von Lieserl

Das war mir alles bekannt. Erstens Karl May gelesen und zweitens mich religiös in vielen Richtungen belesen.
Wenn du das nicht wusstest ist mir klar, warum deine Entrüstung so groß war.
In Bayern gibt es ein Wort, das heißt "Haadsch" mit zwei langen offenen A in der Mitte. Und es bedeutet eine lange, wenig erbauende Wanderung bei der das Ziel erst ganz zum Schluss ersichtlich wird. Also das Gegenteil von "Der Weg ist das Ziel"

vom 23.06.2024, 09.14
1. von Sieglinde S.

Danke für die Erklärung.
Dass es sogar Pflicht ist, wusste ich nicht.

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