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das gehört verboten

Hab grad diesen Kommentar von Adele gelesen:

"Bei unserem letzten Ehemaligentreffen im November hat uns eine Kollegin (unsere einzige ehemalige Beamtin) berichtet daß sie einen Termin für ein MRT gebraucht hat. Man hatte ihr gesagt, es gebe gerade keine mehr, sie solle im Januar wieder anfragen. Dann: "Ach, ich sehe ja gerade daß Sie privat versichert sind. Können Sie morgen um 10 Uhr kommen?".

Sowas gehört gesetzlich geregelt, dass die nächste Anfrage den nächsten Termin bekommt, ganz egal wie derjenige versichert ist. Ich krieg gleich Schnappatmung. Und ich darf nicht nachdenken, ob der Versichertenstatus bei der Frage, wer beatmet wird und wer nicht, eine Rolle spielt.

Engelbert 27.03.2020, 10.32

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Kommentare zu diesem Beitrag

15. von MaLu

Wenn ich mitbekomme, was viele über die Behandlung beim Arzt berichten fühle ich mich fast schon privilegiert.
Natürlich brauchen Ärzte Privatpatienten, das war schon immer so. Ohne die kann eine Praxis nicht überleben. Natürlich werden Privatpatienten bevorzugt, sie zahlen ja auch entsprechend.
Ich muss sagen, die minimalen Einschränkungen, die ich dadurch erlebe stören mich nicht. Mein Hausarzt hat einen Tag, an dem er nur Privatpatienten behandelt, an vier Tagen darf ich aber auch kommen. Die Privatpatenten brauchen an dem Tag einen Termin. Ich und die Privatpatenten kommen an den anderen Tagen ohne Termin hin. Mein Orthopäde hat ebenso einen Tag für Privatpatienten, er hat aber auch einen Tag für Notfälle. 2016 musste ich ins MRT, ich bin in die Praxis wegen eines Termins und konnte WENIGE Tage später zu meinem Termin kommen. Ich hatte eine schwierige OP und wurde vom Chefarzt operiert, als Kassenpatientin. Viele Probleme kommen meiner Meinung nach auch durch den Ärztemangel und schwarze Schafe gibt es leider überall.

vom 28.03.2020, 00.12
14. von MOnika Sauerland

Ich war relativ lange privat versichert und habe davor und jetzt bei der gesetzlichen KV solche Erfahrungen nicht erlebt.

vom 27.03.2020, 19.53
13. von ReginaE

@Adele (Freudental) schön wieder von dir zu lesen.
Also ich bin gesetzl.versichert und zusätzlich privat in der KV. Meine liebe Schwiegertochter als Ärztin im KH hob schon mal vorsorglich die Augenbrauen und meinte, bringt eh nix. Auf gut Deutsch, der Arzt im KH und das KH zockt Privatversicherte ab. Sie dürfen mehr Behandlungen über sich ergehen lassen und das Ergebnis ist nicht unbedingt das was man sich erhofft.

Im sog. ambulanten Bereich habe ich ein paar Vergleiche, nein ich mag das nicht. Lieber sterbe ich früher.

vom 27.03.2020, 19.46
12. von Inge

Wir sind daheim alle privat versichert, und trotz hoher Krankenkassenbeiträge sind wir auch froh drüber. Man weiß nie, was noch kommt, sicherer fühle ich mich deshalb aber nicht. Gebe es ehrlich zu, schüttele aber auch den Kopf darüber, wenn ich diese Zustände höre. Fast zum Schämen. Privatpatienten werden medizinisch durch die Mangel gezogen, wenn irgend etwas an krankhafter Auffälligkeit kommt. Ausschlußdiagnostik nennt man das dann und wird von einem Facharzt zum nächsten durchgereicht. Sorgt oft für unnötige Unruhe und Zweifel. Wir füllen die ärztlichen Karteikarten und sind deshalb im Fall des Falles auch nicht schlauer. Ich kann mich noch an einen Frauenarzt erinnern, der zwei unterschiedliche Wartezimmer hatte: ein ganz einfach bestuhltes und eines mit Plüschsesseln. Aber der gynäkologische Stuhl war der gleiche! :-))

vom 27.03.2020, 18.03
11. von Nicole

Gibt aber auch die umgekehrte Seite einer potentielen Überversorgung, meine Mama hatte vor ziemlich genau 7 Jahren die Diagnose brustkrebs und da mein Papa Beamter im Ruhestand ist, ist mama auch privatversichert. Nicht nur dass regelmäßig der 2 bis 3,5 fache Satz an Behandlungskosten berechnet wird, den man dann ja erst mal vorschießen muss - nein man hat ihr auch so ziemlich alles angedeihen lassen, was möglich war -gegen Ende der Behandlung meinte eine junge, neue Ärztin dann, na ja die Hälfte der Chemos hätte es auch getan, aber sie sind ja privatversichert und da macht man gerne mehr als unbedingt sinnvoll... Unter den Nervenschädigungen und der chronischen Fatigué, ausgelöst durch die vielen Chemos (vor allem so ab der 10 ten...) leidert meine Mutter heute noch - eins steht fest, ich bleib gesetzlich versichert

vom 27.03.2020, 17.45
10. von Adele(Freudental)

@ReginaE.
Ja, so ist es, aber die unterschiedliche
Behandlung wird immer deutlicher. Und soll das bis in alle Ewigkeit so bleiben?
Als ich vor 36 Jahren von der Privatversicherung in die Pflichtversicherung wechselte, fand ich das noch sehr angenehm (mußte nicht mehr alle Rechnungen selber begleichen) habe eigentlich auch bei der Behandlung kaum einen Unterschied feststellen können. Aber jetzt wird es immer deutlicher, wenn ich einen Termin beim Facharzt brauche oder im Krankenhaus sein muß. Da gäbe es noch viel zu tun für einen sozialen Staat, der diesen Namen verdient.
Aber jetzt hoffe ich vor allem, daß die Ärzte nicht solche Entscheidungen treffen müssen, von denen wir ursprünglich ausgegangen waren.

vom 27.03.2020, 17.09
9. von Katharina

Im Dezember 2019, also wo von Corona noch keine Rede war, fragte ich meinen Hautarzt nach Termin für Hautkrebsvorsorge, weil ich schon einige Jahre das verzögert hatte. Die Praxis sagte, es sind erst wieder Termine ab 2021 frei, und dann hat sie mich im Dezember 2019 noch nicht eingetragen, erst ab Januar 2020 war sie bereit mich für 2021 einzutragen. Ich kochte vor Wut, was soll man machen, bin ohnmächtig.
Nach Privat fragte ich nicht.

vom 27.03.2020, 17.05
8. von ReginaE

Sorry, diese Handhabung besteht seit X-Jahren, Jahrzehnten schon!

vom 27.03.2020, 16.14
7. von Gisela L.

Mein Hausarzt macht solche Unterschiede nicht. Ich bin Kassenpatientin und meine Freundin ist Privat versichert. Alle sind in einem Wartezimmer und kommen der Reihe nach Termin dran. Das finde ich richtig.

vom 27.03.2020, 15.17
6. von Edie

Ist mir vor Jahren auch passiert!
Meine Frauenärztin hat "Verdacht auf Gebärmutterkrebs diagnostiziert; ich sollte zur Abklärung in einer speziell eingerichteten Stelle in Wuppertal vorstellig werden.
Ich hörte wie die Sprechstundenhilfe (offensichtlich auf Nachfrage dieser Stelle) meine Kassenzugehörigkeit nannte. Daraufhin bekam ich einen Termin für 6 Wo später genannt.
Auf meine Frage ob dieser späte Termin mit meiner Kassenzugehörigkeit zusammenhängen würde, antwortete sie - etwas verlegen, 'natürlich nicht!' -

Ich habe' ihr das aber nicht geglaubt und erst mal im (anthroposophischen Krkhs. in Herdecke wegen eines Termins nachgefragt und bekam gleich einen Termin für den folgenden Montag (es war Freitag).
In der drauffolgenden Woche wurde ich gleich operiert und - alles verlief bestens und ja, ich lebe noch! Das Ganze müßte jetzt 10 Jahre her sein.

Soviel zu "vor dem Gesetz sind alle gleich" (wer's glaubt! :-( (!)


vom 27.03.2020, 15.14
5. von Ursi

Ich habe in dieser Woche auch einen Hausarzt angerufen. Dort wurde auch sofort per Band angesagt, dass KV-Versicherte die 1 drücken sollen, die PV sollen die 2 drücken. Natürlich hat niemand abgenommen. Ich solle später wieder anrufen.
Da habe ich die Überweisung fotografiert und die entzündete Stelle an der linken Hand und habe die Fotos per Mail geschickt mit meiner Telefonnummer.

Hahaha, wenn jetzt jemand glaubt, dass die Praxis zurück gerufen hat.....

Ein anderer Arzt hat mich gar nicht angenommen. Sie sind voll bis August und nehmen keine neuen Patienten mehr an.

vom 27.03.2020, 14.41
4. von owl

Wir wissen aber auch, dass es z.B. im Hausärzte-Sektor einen Ärztemangel, gerade in ländlichen Gebieten gibt und warum, weil die Bezahlung so schlecht ist. Verstehen kann ich es schon, dass Ärzte gerne Privat-Versicherte behandeln.
Natürlich ist es richtig übel, dass sich gut verdienende Versicherte bessere Behandlung "kaufen" können, ich vermute aber auch, dass an ihnen gerne herumgedoktert wird, denn dann rollt der Rubel. Ich hoffe nicht, dass Ärzte generell den einen besser und den anderen schlechter behandeln. Ich bin übrigens gesetzlich versichert und kann und konnte mich noch nie über schlechtere Behandlung beklagen!

Aber gerade zu dem MRT-Terminen kann ich berichten, dass es massig viele Patienten gibt, die in mehreren Praxen Termine buchen, dann nur zum ersten gehen und die anderen Termine nicht absagen. Für Diagnostik-Zentren ist Leerlauf eine Katastrophe, die Geräte sind sehr teuer und müssen laufen! Schon alleine der rücksichtsvollere Umgang mit ausgemachten Terminen wäre eine riesen Hilfe für die Mitmenschen!

vom 27.03.2020, 13.30
3. von DieLoewin

ich find es auch schlimm -
trotzdem möcht ich einen Gedanken einbringen: Schuld daran sind nicht die "geldgierigen" Ärzte/Krankenhäuser, sondern, dass sie eben von den allgemeinen Kassen die Leistungen nur begrenzt bezahlt/bewilligt bekommen. Auch KH sind "Betriebe", die leben müssen. Indirekt kommt es dann wieder der Allgemeinheit zu Gute. Irgendwer muss es ja zahlen (Geräte, Medikamente, Personal...) Ich hab auch keine Lösung, aber kann es tw nachvollziehen.
Es wird immer noch "Geldmotivierte" im Gesundheitssystem geben, aber sicher auch viel andere. Denkt mal, alle "Zusatzversicherten" würden wegfallen - u wer würde freiwillig zahlen ohne Gegenleistung? Also bitte nicht nur empört sein u schimpfen, sondern auch denken, was alles gar nicht möglich wäre, bzw dass d med. Grundversorgung bei uns(ich lebe in Ö) immer noch sensationell (gegenüber anderen Ländern) ist.

vom 27.03.2020, 12.44
2. von funny

Solche Frechheiten mußte ich mir auch schon anhören. Beim Arzt gab es 2 Telefonnummern, eine für Privatpatienten und eine für Kassenpatienten. Bei der Nummer für Kassenpatienten lief täglich der Anrufbeantworter, daß die Sprechzeiten von 9-12 Uhr sind, gerade alle Leitungen belegt. sind und man später wieder anrufen solle.
Bis Uhr kam ich nie durch und um kurz nach 12Uhr lief die Ansgage "Leider rufen Sie außerhalb unserer Sprechzeiten an".

Sowas gehört verboten. Dann sollen diese Ärzte wenigstens deklarieren,daß sie nur Privatpatienten behandeln und irgendwo sollte es eine zentrale Stelle geben, die das Kontigent für Privat-oder Kassenärzte verwaltet, sodaß genügend Ärzte auch Kassenpatienten behandeln müssen. Und tun diese das nicht, oder werfen einem Steine zwischen die Füße, müsste es eine Beschwerdestelle geben.
Bei allem was Recht ist, aber so was wie bei Dir, oder das was ich erlebt habe, geht GAR NICHT!

vom 27.03.2020, 11.27
1. von gerhard aus bayern

solang die krankenhäuser in privater hand sind wird das eine rolle spielen.

vom 27.03.2020, 10.41

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