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Ausgewählter Beitrag

in diesen tagen im pflegeheim

Mich würde mal interessieren, wer von meinen Lesern nahe Angehörige im Pflegeheim etc. hat und welche Auswirkungen diese distanzierten Zeiten darauf haben ?

Engelbert 28.05.2020, 09.47

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Kommentare zu diesem Beitrag

9. von Hanna

Meine demente Freundin ist seit fünf Wochen in Psychiatrie. Der Ehemann und Sohn,dürfen sie nicht besuchen,ich als langjährige und beste Freundin und Mitbetreuerin sowieso nicht!
Wir leiden alle sehr unter der Situation,wir wissen sie dort zwar gut aufgehoben,aber sind trotzdem voller Sorge!




vom 29.05.2020, 08.09
8. von _gerlinde

Meine Tante, die Schwester meines Vaters ist hier bei uns im Ort im Pflegeheim, genau genommen in der gleichen Straße wo wir wohnen.Vor Corona habe ich sie meist 2 mal die Woche besucht, sie hat sich immer gefreut. Jetzt war ich die ganze Zeit nicht mehr bei ihr. Mittlerweile kann man sie wieder besuchen so wie ich gehört habe. Draußen, wenn schönes Wetter ist und mit Abstand. Zur Zeit traue ich mich nicht, da ich eine Bekannte habe, mit der ich mich letzte Woche getroffen habe, zwar auf Abstand. Diese Bekannte liegt zur Zeit im Krankenhaus und bis die Diagnose nicht eindeutig ist, warte ich jetzt mal ab.So wie ich gehört habe, geht es meiner Tante gut.

vom 29.05.2020, 00.32
7. von kraeuterhexe

Meine Mutti ist im Pflegeheim. Sie ist 92, sitzt im Rollstuhl, ist geistig noch fit. Sie hat kein eigenes Telefon, da sie schlecht sieht und mit den Tasten nicht mehr klar kam. Außerdem hört sie schwer und ist mit dem Arm nicht mehr so beweglich, um sicher nach dem Höhrer zu greifen, wenn es klingelt. So hatten wir die letzten Wochen kaum persönlichen Kontakt. Sie bewohnt mit einer anderen Frau ein Zimmer und ich weiß, das sie diesen Raum über die letzten Wochen kaum verlassen haben. Es gab kein gemeinsames Essen und keine Gruppenbeschäftigungen. Aber ihre Lieblingsbeschäftigung ist Lesen (mit Lupe geht das noch) und aus dem Fenster sehen und die Strasse beobachten. Und genau das macht sie auch jetzt. Ich schreibe ihr regelmäßig Briefe und habe Kontakt zu den Pflegern, da ich mich um Pflegeprodukte und Medikamente, die man selbst besorgen muß, wie Augentropfen, selbst kümmere. Ich habe sie mittlerweile zweimal gesehen. Ich mache einen Termin aus und sie sitzt dann auf der Terrasse und ich stehe 2m entfernt am Gartenzaun an der Strasse. Die Heimleitung hatte ein etwas privateres Treffen bei ihnen im Hof vorgesehen, aber manche haben sich nicht an die Regeln gehalten (kein Mundschutz, Hand geben) und so sind wir halt jetzt durch den Zaun getrennt. Im Moment sind sie allerdings wieder voll unter Quarantäne. Eine neue Bewohnerin war zwar negativ getestet, aber kaum war sie da hatte sie Symptome. Sie kam gleich wieder in Krankenhaus. Und es sieht so aus, das sich keiner weiter angesteckt hat. Hoffentlich bleibt es so.


vom 28.05.2020, 22.05
6. von Chrisriane/Saarland

Ich würde gerne was dazu schreiben, aber das würde ein Roman. Jedenfalls habe ich mehr Probleme mit der Besuchsbeschränkung als meine 92jährige Mutter. Und wenn mir das früher jemand gesagt hätte, hätte ich ihm wahrscheinlich nicht geglaubt.

vom 28.05.2020, 18.01
5. von Engelbert

@ Heidi: dein Kommentar und die Antworten sind wech ... hab grad gesehen, dass du hier selten, aber wenn, dann negativ kommentierst ... müssen wir hier nicht haben.

vom 28.05.2020, 17.54
4. von Inge

Ich habe zum Glück keine Angehörigen zur Zeit im Pflegeheim, stehe aber in regelmäßigem Kontakt zu einer Altenpflegerin in einem Heim nahe Koblenz.

Von ihr weiß ich, dass in der Zeit des Kontaktverbotes den Heimbewohnern von ihren Angehörigen Päckchen abgegeben werden konnten. Diese mussten dann in Anwesenheit einer Pflegerin mit dem Heimbewohner ausgepackt werden, und dabei mußten selbstgebackene Plätzchen, Kuchen und anderes Essbares entfernt und entsorgt werden, um keine Viren oder Keime von außen einzuschleppen. Lieblingsspeisen von daheim als Trostpflästerchen gegen die Kontaktlosigkeit! Das gab dann Enttäuschungen auf beiden Seiten, die man erklärend zu beruhigen versuchte, was nicht immer erfolgreich war.

Außerdem wurde vom Heim aus das Waschen von Kleidungsstücken durch die Angehörigen daheim untersagt, aus den gleichen Gründen wie oben. Alles darf nur noch in der Wäscherei des Heims erledigt werden. Dadurch erhöhen sich aber die monatlichen Heimkosten, und auch der Ärger der Angehörigen.

Diese belastete Zeit verlangt im Pflegebereich viel Verständnis auf beiden Seiten, immer zum Wohl der Heimbewohner, aber mit deutlich mehr Arbeitsaufwand auf Seiten des Personals. Bei dementen Heimbewohnern, denen diese Konsequenzen nicht verständlich erklärt werden können, hat das oftmals zu Verstörungen geführt. Als Pfleger wird man zwischen mehrere Stühle gespannt: Anweisungen der Heimleitung, enttäuschte Bewohner und zornige Angehörige. Eine Gratwanderung!

vom 28.05.2020, 17.08
3. von Regina

Ich habe eine alte Dame in meiner Heimatstadt in einem seniorenstift wohnen, die bereits 97 Jahre alt ist. Wir nennen sie Tante, obwohl sie mit uns nicht verwandt ist, sondern eine Freundin unserer Eltern war. Sie hat uns geschwister von Geburt an mit kennengelernt.
Diese Dame wollte ich über die Osterferien besuchen, sie einfach noch einmal lebend besuchen. Leider ist daraus nichts geworden, weil Corona kam. Ich hoffe, ich kann mir meinen Wunsch noch einmal erfüllen.
Meine Cousine wohnt aber im Ort und mein Bruder nicht weit entfernt. Beide konnten sie anfangs noch besuchen. Später dann nicht mehr, zum Schutz der alten Menschen.

vom 28.05.2020, 15.09
2. von christine b

ich habe keine angehörigen im pflegeheim mehr, habe aber heute lange mit meiner freundin telefoniert und wir haben alles genau besprochen, wie es ihrer mama jetzt zu coronazeiten im sniorenheim geht.
sie klagt nicht.
meine freundin sagte, dass ihre mama jedoch gar nicht mit dem besuch hinter der glasscheibe zurechtkam. es wurde ein termin ausgemacht und die enkelin der alten dame durfte 30 minuten hinein.
die omi war nervös, fahrig, unkonzentriert, fragte ständig, ob sie eh nicht das mittagessen versäumt (termin war 1/2 12).
die enkelin hatte das gefühl, die oma will da nur schnell weg.
also solche hinterplexiglasscheibenbesuche können leider viele ältere menschen nicht genießen!
das sah ich auch schon mal bei einem mann im tv. der war total verwirrt und wollte immer die scheibe wegräumen.
irgendwie können die alten menschen nichts anfangen, wenn man sie nicht drückt und ihnen die hand hält und sie die liebe spüren!
meine freundin hat beschlossen, nicht hinzugehen und es so zu machen wie immer:
sie stellt sich unten auf die strassee. ruft mit dem handy ihre mama an. mama hebt an, sie sagt: ich stehe unten. die mama macht das fenster auf.
sie winken hin und her, sehen sich entfernt und telefonieren dabei am handy.
das verkraftet die 91- ig jährige viel besser und daran hat sie freude.

vom 28.05.2020, 14.24
1. von Killekalle

Jetzt darf man ja wieder unter Auflagen hin. Wir haben immer wieder Dinge, die sie liebt im Heim für sie abgegeben. Sie winkte meinem Mann durch die Glastür. Tägliche Anrufe fanden statt. Sie hatte natürlich großen Gesprächsbedarf. Sie wird im Okt. 93 J. Sie hat nie geklagt. Sie nahm die Situation hin. Hauptsache ihr "Bub" bleibt gesund und keiner schleppt Covid ins Heim. Gelangweilt hat sie sich schon mal und "Ihre Leute " vermißt. Ich denke, daß sie viel schläft. So geht der Tag um. Ihre Balkontür geht auf den begrünten Innenhof. Da konnte sie umhergehen.

vom 28.05.2020, 10.00

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