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weit weg

Lieber Kreis Gütersloh ... es tut mir so richtig leid für dich, was da gerade abgeht ... aber ... bitte darüber nicht böse sein ... ich bin froh, dass du weit von mir weg bist.

Engelbert 24.06.2020, 13.19

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Kommentare zu diesem Beitrag

10. von ladybird

"ich bin froh, dass du weit weg von mir bist." Das kann man so sehen und ich bin sicher, viele denken so. Doch es gibt fleischverarbeitende Betriebe in allen Bundesländern, es gibt Saisonarbeiter in der Landwirtschaft, im Weinbau. Gut, dass die Arbeits- und Lebensbedingungen dieser Menschen aus Osteuropa nun hinterfragt werden.
Stigmatisierung von Bewohnern der betroffenen Regionen macht mich ärgerlich, doch bin ich machtlos dagegen. "Wir haben die Regeln streng ausgelegt," sagt der Ministerpräsident von Niedersachsen und schon endet der Urlaub von vielen Menschen.
Der Mensch ist des Menschen größter Feind, leider.
Ich habe Mitgefühl mit den Betroffenen, mit den Arbeitern mehr als mit denen, die jetzt nicht in den Urlaub fahren können.

vom 25.06.2020, 11.10
9. von christine b

es hat wohl sein müssen, dass es so gekommen ist. im sinne der dort sklavenartig beschäftigten und grausam wohnenden armen arbeiter und auch im sinne der armen tiere,die zu zigtausenden wohl auch nicht auf die feine art geschlachtet wurden und auch damit endlich mal ein umdenken bei den konsumenten stattfindet, welches fleisch sie kaufen sollen- nicht das billige!

leider sitzen jetzt wieder die familien zuhause ohne schule, ohne kindergarten,wegen kinderbetreuung teils dann auch ohne arbeit und die haben nun ihre sorgen dem riesigen schlachtbetrieb zu verdanken. shame on you herr tönnies.

vom 25.06.2020, 10.59
8. von owl

Ein Gruß von mittendrin zurück. Es ist unfassbar, was hier ab geht. Schon im angrenzenden Bielefeld werden Fahrzeuge mit gütersloher Nummernschildern demoliert. Menschen, die aus GT-Fahrzeugen aussteigen werden angefeindet "euch wollen wir hier nicht" ...

Leider wird deutschlandweit vergessen, dass besagte Fleischfabrik weltweit liefert und ich behaupte mal, fast jeder im Inland deren Produkte verzehrt! Fragt mal Herrn Google unter welchen Marken dieser Betrieb seine Produkte vertreibt! Und dann schauen die Leute mal bitte in ihren Kühlschrank, was sich darin findet und machen sich bitte mal Gedanken.

Übrigens von über 600 freiwilligen Tests von "Güterslohern" waren gestern abend 230 ausgewerte, 229 negativ und einer fraglich!
Samstag beginnen hier die Sommerferien, die Situation ist ein Drama für Menschen mit Urlaubsplanung - über die Frage, ob Urlaub in dieser Zeit überhaupt sein muss, kann man streiten. Ich meine nein und habe alles storniert, ich darf nichtmal mehr meine Eltern in 120 km Entfernung besuchen. Oder eins meiner Kinder, das im angrenzenden Landkreis wohnt.
Ich gehöre nicht zu den Menschen, die diese Situation auf die leichte Schulter nehmen und "ist mir doch egal" einfach weiter durch die Lande ziehen.

Bislang habe ich mich mit Corona arangiert, nun geht es aber an die Psyche. Weniger der Virus an sich, als das Verhalten den Menschen. Wir bekommen jetzt gerade ganz deutlich gezeigt, was es heißt, wegen seiner Herkunft gemieden zu werden. Das ist kein schönes Gefühl, das könnt ihr mir glauben. Ich hoffe zumindest die Bevölkerung aus dem Kreis GT ändert dadurch langfristig ihre Art mit "Ausländern und co." umzugehen!
Wenn gleich meine Hoffnung nur sehr gering ist, die Dummheit und Ignoranz der Menschen ist weit verbreitet und nimmt stetig zu ...

vom 25.06.2020, 10.38
7. von MOnika Sauerland

Meine Tochter arbeitet in dem Kreis. Unser Nachbarkreis ist Soest. Auch da gibt es infizierte Mitarbeter von T.
Einfach bis jetzt Glück gehabt. Ich fahre heute zur Therapie auch in den Kreis Soest. Solche Slavenhalter gibt es leider in ganz Deutschland.Die Franzsosen haben das im Griff seit 10 Jahren. Keine Sup Sup Unternehmen, von der Gewerkschaft ausgehandelte Löhne, keine Massenunterkünfte und andere Fleisch Preise. Die Qualität des Fleisch ist besser geworden. Das ist es uns auch wert sagen sie.

vom 25.06.2020, 07.59
6. von bo306

So weit weg bin ich auch nicht, 50 km. Aber selbst der Nachbarkreis Bielefeld zittert bereits und wenn ich bedenke wie viele Pendler es von Herford nach Bielefeld gibt...
Ja, es ist schlimm, was die Leute durchmachen müssen, aber noch schlimmer finde ich die Anfeindungen anderer Menschen ihnen gegenüber. Gestern berichtete jemand, dass sie Urlaub auf Norderney gemacht haben und ihr Auto auf dem Festland stand. Als sie zurück kamen, war es zerkratzt worden - wegen des Kennzeichens. Das geht eindeutig zu weit, schließlich könnte ein solcher Ausbruch jedem und überall passieren. Nicht nur in der Fleischverarbeitung gibt es so miese Bedingungen. Auch in der Möbelbranche z.B. gibt es schon vermehrte Infektionen.

vom 25.06.2020, 07.56
5. von MartinaK

Nun ja, örtlich weit entfernt. ABER: die 1500 Infizierten habe sich ja nicht alle an Freitag und Samstag infiziert, sie waren es vorher schon. Wen haben sie bis dahin alles angesteckt und wie weit wurde das Virus vorher schon gestreut innerhalb NRW, innerhalb Deutschlands?

Abgesehen vom so genannten Tierwohl: dass bei Tönnies, aber auch anderswo, Steinzeitkapitalismus und Ausbeutung herrscht weiß man schon lange, seit Jahren. Welches Gewerbeaufsichtsamt hat da seit wann warum wie tief geschlafen?

vom 24.06.2020, 20.14
4. von ReginaE

Was da abging ist schon abartig!

Mittlerweile wird seitens des Gaststättenverbands eine Klage gegen Tönnies entworfen. Ich hoffe sehr, die haben alle Formularien intus und das Firmenkonstrukt geht nicht vorher in Insolvenz.

vom 24.06.2020, 19.51
3. von ixi

Es kann JEDEN TAG -- JEDE STUNDE für JEDEN MENSCHEN NAH kommen. Sicher ist davor niemand in aktuellen Coronazeiten.

Immer noch ist nicht die Rede von weiteren Verantwortlichen was die Zustände in Gütersloh etc in der TIERVERARBEITUNG angeht - ganz unabhängig von Corona.

Möglicherweise gut, dass es auf diese Weise jetzt in die Öffentlichkeit gezogen wurde.

Wo gibt es ggfs. außerhalb von NRW noch solche Unternehmen?

vom 24.06.2020, 15.35
2. von philomena

Ja, es ist weit weg, aber die Gefahr, dass es "näher" kommt mit den vielen Infizierten auch. Mit tun die Menschen in der Gegend sehr leid. es wird ja jetzt eine ganze Region stigmatisiert.

vom 24.06.2020, 14.51
1. von sennefee

Was heißt weit weg?
Von uns aus gut 30 km (Luftlinie). - Darüber bin ich auch froh.
Ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich das sehr schlimm finde, was dort (bei Tönnies) abgeht!

vom 24.06.2020, 14.30

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