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wenn niemand da ist



Das geht mir schon nah, so ein Satz ... es geht vielen so ... und bei uns, da hat zwar Beate mich und ich Beate, aber wenn mal einer nicht mehr da ist, dann ist keiner mehr da ... wir haben keine Kinder ... der, der über bleibt, steht dann auch alleine da. Wenn dann mal was ist ... nicht auszudenken. Muss nur der Arm gebrochen sein, dann steht man da und bräuchte Hilfe.

Ich hab schon überlegt, bei uns im Gemeindeblatt zu inserieren und zu fragen, ob es nicht andere gibt, die auch alleine da stehen und das gleiche Problem haben oder haben könnten. Wenn man sich da zusammen tut, das wäre doch klasse. Nicht aufeinander klüngeln, sondern für Notfälle einfach da sein und jemand mal kurzfristig auffangen können.

Engelbert 12.01.2020, 18.14

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Kommentare zu diesem Beitrag

32. von Beate Nr

Bei uns gibt es zwei Seniorengruppen, bei denen man mitmachen kann und die ganz unterschiedliche Programme anbieten. ich habe mich eine angeschlossen, die 55plus heißt, sie wurde von einer einzelnen tollen Frau mit viel Energie im Rahmen der Selbsthilfeorganisation gegründet, unter deren Schirm ist viele Gruppen gibt. Wir treffen uns alle 14 Tage im Plenum und die verschiedenen Gruppen erzählen was sie machen und man kann überall mitmachen. da gibt es lesen und schreiben und spazieren gehen und Ausflüge machen und Kaffee trinken und Stammtisch und auch eine Hörzu Gruppe, in dir wir üben, einander zuzuhören und nicht sofort von sich selbst zu erzählen. wir sind ungefähr 60 Leute da haben sich schon viele Freundschaften gebildet und auch kleine private Gruppen, die sich gegenseitig helfen. Es gibt auch Yoga und Nordic Walking, alles selbst organisiert. ich wünsche euch allen, dass ihr auch solche Gruppen findet! Generationenwohnen ist noch ein anderes Projekt, da war ich in zwei vorbereitungs Gruppen, aber es passte doch nicht immer zusammen. Also habe ich es jetzt wieder aufgeschoben, zumal mir meine kleine Wohnung und die Freundeskreise im Moment wichtiger sind.

vom 17.01.2020, 17.59
31. von Defne

@rosiE
Da gibt es ja nach Wohnort unterschiedliche Möglichkeiten. Z.B. gibt es bei uns in den ASZs (Alten- und Servicezentren) mehrmals in der Woche ein Mittagessen. Das ist auch dazu gedacht dass die Leute zusammenkommen. Kostenlos ist das Mittagessen für Leute welche unter der Armutsgrenze liegen. Dann gibt es eine Menge Kurse und Veranstaltungen in den ASZs die auch für Geringverdiener nochmal günstiger sind.
Bei den Mehrgenerationenhäusern kommt es drauf an wie es organisiert ist. Z.B. bei Genossenschaften ist eine Einlage notwendig. Wenn das Einkommen gering ist besteht die Möglichkeit eine geförderte Wohnung zu kriegen, die dann einiges weniger als auf dem freien Markt kostet.

vom 13.01.2020, 18.00
30. von Gerlinde

Was von gathom da zu lesen ist, ist wirklich traurig. Und dein Nachdenken, lieber Engelbert, doch ganz verständlich.
Selbst in einer großen Familie ist es nicht immer leicht, die "richtigen" Verbindungen zu haben. Ich bin sehr dankbar, dass ich bereits bei der Pflege und Betreuung meiner Mutter bemerken konnte, wie die Familie (einerseits meine Geschwister, andererseits ihre und unsere Kinder) zusammenhält. Das tut gut!
Da wir ja nicht alle "auf einem Haufen" wohnen, ist es dennoch nötig, miteinander über die Fragen des Wohnens, der Pflege, der Vollmachten u.ä. zu reden. Mein Mann und ich - die Senioren in vorgenannter Runde - haben Vieles mit unseren Kindern geklärt.
Dennoch halte ich es für wichtig, dass man den Kontakt zu anderen Menschen hält. Unter der Woche sind die jungen Leute arbeiten, da ist es schön, wenn eine Freundin oder Nachbarin früh mal anklingelt oder gar auf ein Schwätzchen vorbei kommt - einfach um zu sehen, ob alles i.O. ist.
Mit diesen Mehrgenerationenhäusern tut man sich auf dem Dorf schwer - sehr oft lebt man noch im natürlichen Familienverband übder zwei oder drei (manchmal sogar vier) Generationen zusammen. Aber es gibt auch die jungen Leute, die eine "Oma" suchen und die alten Leute, die "Kinder + Enkel" suchen.

vom 13.01.2020, 17.51
29. von rosiE

also ich kenne mehrgenerationenhäuser nur so, dass sie erst gebaut werden, wenn die menschen schon da sind und mit ihrem kapital den bau finanzieren, in meiner umgebung sehe ich nichts dergleichen und könnte ja auch nicht, finanziell teilnehmen, leider, an einem anderen ort habe ich gesehen, dass es "die nachbarschaftshilfe"(verein)gibt, man wird z.b. zum einkaufen gefahren...., auch da muss man natürlich einen betrag zahlen, aber das hielt sich in grenzen,

vom 13.01.2020, 17.11
28. von Defne

Um nicht in so eine Situation zu kommen bin ich vor 6 Jahren in eine Genossenschaftswohnung mit Gemeinschaftsraum gezogen. Da kommen wir zwangsweise immer wieder zusammen.
Vielen ist leider diese demokratische Wohnform wo auch Mitentscheiden und Mitarbeit dazugehört zu anstrengend.
Für mich ist es gut und ich habe um etwas dazuzuverdienen bei einer älteren, hilfebedürftigen Nachbarin meinen Minijob gefunden.
Außerdem habe ich mich letztes Jahr zur "Seniorenbegleiterin und Demenzhelferin" ausbilden lassen. Über die Alten- und Servicezententren kann ich angefordert werden um einsame und ggf. etwas hilfebedürftige alten Leute zu besuchen. In meiner Stadt ist das ganz gut organisiert.
Falls ich Gesellschaft will ist es aber auch meine Holschuld rechtzeitig aktiv zu werden, nicht erst wenn ich mich gar nicht mehr bewegen kann.

vom 13.01.2020, 15.38
27. von Juttinchen

Wir sind zu Zweit. Heidi ist mit ihrem kleinen Hund allein und wohnt in fast unmittelbarer Nachbarschaft. Wir kennen uns seit 10 Jahren und sehen uns täglich. Sie ist für uns da, wenn wir an 2 - 3 Tagen unterwegs sind und paßt auf unsere 3H (Haus, Hund, Hühner) auf. Dafür frühstücken wir täglich zu Dritt und passen auch auf ihren Hund auf, wenn sie unterwegs ist. Auch essen wir ab und zu zusammen Mittag; je nach dem wer gekocht hat und trinken nach dem letzten Gassigang auch mal in Likörchen zusammen.
Wir sind einfach füreinander da, wenn's "brennt".

vom 13.01.2020, 12.11
26. von Licht

Ja es gibt viele einsame Menschen, aber es ist auch schwierig Kontakt zu bekommen. Allein sein ist ja auch für manche nicht schlimm. Aber wenn man Hilfe braucht, dann steht man da. Ich suchte mal für Stella Ferienweise Betreuung(Hund) ohne Geld geht gar nichts Wahnsinn. Ich dachte, ich werd nicht wieder Sau teuer. Auf Gegenseitigkeit keinen gefunden somit bezahlte ich Haufen Geld, um mal wegzufahren. Ich habe leider soviel erlebt Negatives da macht man sich natürlich Gedanken, wenn was passiert wer hilft denn wirklich so wie ich es möchte, wenn Partner nicht mehr ist. Ein Anwalt kostet ja auch Geld. Viele haben heutzutage auch keine Zeit für einen. Hatte auch mal im Netz unter Sozialkontakte Menschen gesucht auch da verlief alles im Sande. Es ist nicht einfach denn es, geht ja um ganz privates Dinge. Kontakte habe ich schon zu Menschen aber nur sporadisch,. Schön zu lesen, dass es Leuten genauso geht hier. Gedanken kreisen schon lange damit rum wenn,was,wie u.s.w

vom 13.01.2020, 11.26
25. von Edie

Auch in einer Familie kann man sehr allein sein; wie ich bei meiner ehrenamtlichen Tätigkeit als "gelbe Dame" in einem hiesigen Krkhs immer wieder erfahre. Wie wenig doch in den Familien miteinander gesprochen wird.

Auf die Frage: Wie geht es Ihnen? Kommt zuerst ganz stereotyp die Antwort: "Gut"!
Ich frage dann immer nach: "Und wie geht es Ihnen wirklich!?"
Erstaunen, daß da jemand ist, der wirklich wissen will, wie es um die Person steht und dann sprudelt es nur so heraus.

Ich glaube, daß es sehr sehr wichtig ist (gerade auch wenn man im Krkhs ist), daß auch die Seele entlastet und gestreichelt wird.

Es tut mir immer echt leid und mich macht es immer sehr froh, wenn ich ein bischen dazu beitragen konnte.



vom 13.01.2020, 10.24
24. von Ingrid/ile

Da geht es uns genauso wie Dir und Beate, lieber Engelbert!. Keine Kinder, Verwandtschaft weit entfernt.
Wir haben eine wunderbare Nachbarschaft, haben uns damals "unaufgefordert" sehr geholfen, als wir 2015 beide gleichzeitig mit unterschiedlichen Erkrankungen operiert werden mussten. Nach wie vor können wir jederzeit um Hilfe bitten, aber man macht es ja wirklich nur im Notfall, die "jungen" Leute gehen ja alle arbeiten...
Deine Idee finde ich gut, wäre auch für unsere Dorfgemeinde eine Möglichkeit, vielleicht gibt es das ja schon? Darum haben/mussten wir uns bisher noch nicht kümmern, ich weiss aber von einem Freund, der kürzlich Witwer wurde, die hiesige katholische Gemeinde bittet 1x pro Woche ein gemeinsames Mittagessen an, gewiss auch mit weitergehenden Angeboten bzw. Hilfestellungen. Da sind wir froh, nicht in der City zu wohnen, alles ist hier vor Ort doch noch ein wenig persönlicher.
Wollen wir hoffen, dass es bei Euch, uns und allen, die hier lesen, noch lange nicht erforderlich ist, höchstens, um ein wenig Kontakt zu haben, der bei uns beiden derzeit noch recht gut ist.

vom 13.01.2020, 10.06
23. von MOnika Sauerland

@ Carina Bei uns werden gerade einige Mehrgenerationenhäuser gegründet.Einrichtungen wie Jugendzentren öffnen sich für alle Generationen.
Ich bin ein Fan von Mehrgenerationen wohnen. Das ist für mich ein Spiegel der Gesellschaft. Jung und alt wohnen gemeinsam und unterstützen sich. Allerdings sollte das,nach einigen Erfahrungen solcher Wohnprojekte, nicht von oben kommen. Am besten funktionierten solche Projekte wenn die interessierten Menschen von Anfang an dabei sind. Schon bei der Planung dabei sind.Damit eine Gemeinschaft entsteht kann und Freundschaften. Das muss wachsen und nicht verordnet sein.
Ich würde da sofort mit machen.

vom 13.01.2020, 09.15
22. von christine b

eine sehr gute idee ist das lieber engelbert. für kurze zeit kann das gut klappen. bei uns helfen auch die nachbarn (die rentner) zusammen, wenn so ein kurzfristiger fall ist, dass jemand hilfe braucht.
aber was ist für länger?
sehr traurig ist das auch, wenn jemand so ganz alleine ist und niemanden hat, der mit einem redet und mal hilft im krankheitsfall, einkauft und in die apotheke geht.
da ich in einigen jahren nichts mehr sehen werde, bereitet mir das langfristige sorgen.allein würde da nichts gehen.
unsere kinder wohnen 400km weg.
sie sagen zu uns immer, wir sollten dann unbedingt in ihre stadt übersiedeln, damit sie uns helfen können. mögen wir nicht vom land in die großstadt ziehen, man hat auch kein recht auf eine gemeindewohnung, einen altenheimplatz, betreutes wohnen wenn man nicht aus dieser stadt ist und jahre/jahrzehnte dort wohnte.
also wir hier oder einer von uns hier, die kinder dort. sie werden sich jedoch auch aus der ferne kümmern und alles in die wege leiten, was wir brauchen wenn sie sehen, es geht nicht mehr. das beruhigt auch wieder.
ich hoffe, jeder von uns wird im notfall jemanden haben, der ihm hilft und auch zuhört.

vom 13.01.2020, 09.08
21. von MOnika Sauerland

Das ist ein Grund warum es die seniorTrainer gibt und ich dabei bin. Der Sinn ist Erfahrungen und Alltagswissen weiter zu geben.
Wir trainieren keine Senioren. Es gibt für jung und alt Angebote. Z.B. einen Bus den man ordern kann wenn man Unterstützung braucht einkaufen oder zum Arzt will. Es gibt Gruppen die treffen sich zum malen, walken, Kino u.a.m. gemeinsame Tagesreisen, Hilfe beim Amtsdeutsch oder einfach ein regelmäßiges Seniorencafe. Einige von uns beschäftigen sich mit Nachhilfe für Schüler oder lesen vor in Grundschulen oder Kindergärten.
Ich glaube das man sich selber auf den Weg machen muss.Dann ergibt sich vieles gegen Einsamkeit und das Alleinsein. Viele Kirchengemeinden bieten auch ähnliches an. Bei uns können sich die Menschen melden wenn sie eine Idee haben die sie gerne ehrenamtlich machen möchten. Wir sind selbstständig und gehen nicht in bestehendes Ehrenamt (Caritas, rotes Kreuz e.c.t.) was natürlich auch o.k. ist.
Wir machen mit Ideen unser Ehrenamt selbst alleine oder mit anderen. Bekommen von der Engagementförderung unsere Stadt eine Qualifikation. Das gibt es nicht nur in NRW.

vom 13.01.2020, 09.04
20. von Carina

Ein sehr bewegendes Thema, das nicht nur die Genration der sog. Alten beschäftigt. Habe zuerst die sehr ehrlichen, offenen Einträge gelesen. Danke, ebenso natürlich Engelbert und Beate! Dadurch, dass ich Zeit meines Lebens dieses Empfinden und Erleben kenne, von dem Gathom schreibt, ist es für mich vielleicht "scheinbar" leichter. Sog.Tipps werden ja von vielen Seiten gegeben (damit meine ich nicht euch).Las vor wenigen Wochen, als ich in der Stadt war folgenden Spruch: "Solange wir nicht anerkennen, dass wir allein sind, benutzen wir den anderen nur als Schutzschild gegen unsere Einsamkeit" Wirkt hart, erscheint mir jedoch wahr und soll alles andere als entmutigend sein. Wenn dir dies jedoch bewusst wird und du zusätzlich auf die Hilfe anderer angewiesen bist (z.B. körperlich, seelisch) oder zumindest wärst, dann bewegt das was in dir. Im Alter kommt noch hinzu, dass sehr vertraute Menschen gehen. Erlebe sehr offene alte Menschen, jedoch die Mehrheit wirkt wie ausgelöscht und überhaupt nicht mehr zugänglich auf mich. Viele igeln sich so richtig in ihr Beziehungsfeld ein. So...verständlich und zugleich so...schade. Bereits in jungen Jahren sagte ich. "Was ist, wenn der und der Mensch geht, was bleibt dann?". So kann ich nur sagen, du bleibst. Früher gab es Mehrgenerationenhäuser, was ich grundsätzlich als sehr gut empfinde. Vielleicht müssen wir alle auch durch diese Zeit gehen, um das Geschenk des Lebens anzunehmen, wozu auch die Vergänglichkeit gehört. Diese Thematik beschäftigt mich derzeit besonders.

vom 13.01.2020, 08.52
19. von Brigida

Erstmal lieber Engelbert, finde ich super, dass Beate und Du es schätzt, euch zu haben, das muss man nur erkennen und jeden Tag geniessen in allen Situationen. Für mich ist die Situation auch nicht sooo rosig, wobei ich ja eigentlich wieder in der Heimat und in der Nähe der Familie bin. Es hat aber gedauert, ehe ich in deren Gewohnheiten etwas aufgenommen wurde. Ich merke auch, dass man nicht mehr so frei reden kann, es wird dazwischen und drüberweg geredet. Für mich habe ich erlebt, dass es wesentlich einfacher ist, mit wildfremden Leuten zu reden. Ich bin jetzt bald 12 Jahre Witwe und vermisse meinen Mann noch immer. Ersatz gibt es eher nicht. Habe Katz und Hund und habe beschlossen, dass, wenn die Tiere nicht mehr sind in Betreutes Wohnen zu ziehen oder eine andere Wohngemeinschaft zu suchen, wobei ich kein Herdenmensch bin und in einer Menge von Menschen eher leiden würde. Wir werden sehen: Et kött, wie ett kött und et ess wie et ess (Es kommt wie es kommt und es ist wie es ist) Also lassen wir uns erstmal den heutigen Tag geniessen. glg

vom 13.01.2020, 07.58
18. von Lieserl

Grade wenn man keine Kinder, Verwandtschaft, gute Freunde hat, ist es wichtig, vorzusorgen.
Wie wäre es denn, mal zu versuchen, eine Wohn- oder Lebensgemeinschaft zu suchen. Jeder hat seinen eigenen Wohnbereich aber auch Gemeinschaftsräume.
Natürlich muss man dann auch auch mal aus seiner eigenen Komfortzone raus. Auf Menschen zugehen. Das fällt halt vielen auch schwer, grad wenn man so lang zu zweit allein ist.

vom 13.01.2020, 06.15
17. von Sieglinde S.

So geht es mir schon lange auch. Seit ca. 40 Jahren bin ich alleine. Die Mutter starb vor 20 Jahren, der Mann vor 40 J., also mit 46. Es gab einige Bekanntschaften. Teils Alkoholiker.
Mein Mann redete kaum mit mir. Nur Belangloses. Ein Bekannter redete ohne Luft zu holen, aber selbst ein "aha" war ihm schon zuviel. Also, mir hat lebenslang ein bischen Unterhaltung gefehlt. Das habe ich ab und zu bei anderen Gelegenheiten mal gehabt.
Leider habe ich auch kaum engere Kontakte zu Gleichgesinnten. Alles nur lockere Bekanntschaften. Zum Glück kann ich aber mit meiner Nachbarin hin und wieder über alles Mögliche quatschen.
Eine nette SF-freundin hatte sich mal angeboten, sich per Mail auszutauschen. Das ging ca. 3 Jahre sehr schön. Aber nun antwortet sie nicht mehr. Hoffentlich ist sie nicht krank. So verliert man mit zunehmendem Alter immer mehr liebe Menschen.

vom 13.01.2020, 01.21
16. von Lina

Der Satz von gathom stimmt mich doch traurig... und Engelberts Text nachdenklich.
Über diese Situation hab ich auch schon nachgedacht. Sicher ich kenne sehr viele, habe auch richtig gute Freunde. Bei uns ist es eher die Entfernung, die die Sache schwierig macht.
Alf würde zu meinen Sohn kommen.
Mein Schatz würde die erste Zeit ohne mich auf "Dauersuche" sein... er nimmt sich nämlich zu Hause beinahe um nichts an.
Und wenn ich ohne meinen Schatz ankommen würde... würde ich sehr, sehr traurig sein... hätte aber auch so meine Probleme... Heizung... darüber möchte ich jetzt gar nicht denken.


vom 13.01.2020, 00.19
15. von Killekalle

Ich blicke da auch sorgenvoll drein. Meine Geschwister sind 7 bis 20 Jahre älter. Die wenigen Freunde auch. Der Mann ist 7 Jahre älter und gesundheitlich nicht so gut. Da bleiben nur die Kinder...

vom 13.01.2020, 00.15
14. von IngridG

Durch meine Hundehalter-Kolleginnen bin ich in einer Art Netzwerk. Wir haben Kontakt miteinander und helfen uns auch schon mal gegenseitig, vor allem wenn es ums Hundesitten geht. Das ist schon viel finde ich. Durch meinen Hund habe ich die Nachbarschaft auch viel besser kennengelernt. Auch im Haus helfen wir uns, das gibt mir etwas Sicherheit. Wenn es mal soweit sein wird, das ich alleine nicht mehr kann, überlege ich mir, in eine Wohnanlage für ältere Menschen zu ziehen, bzw. dies schon vorher vorzubereiten. Vielleicht sogar in meiner Heimatstadt.

vom 12.01.2020, 23.45
13. von funny

@ Mir geht es auch nahe Engelbert... und ich hoffe und bete,dass es Lösungen gibt, wenn ich so weit bin...

vom 12.01.2020, 22.46
12. von Singsang

@ Licht
Zu deinem Satz: ... wenn mir was passiert und ich ins Spital komme, wer entscheidet für mich in meinem Sinne, wenn ich das nicht kann.

Ehepartner, Geschwister und Kinder dürfen ohne Vollmacht nicht für einen anderen entscheiden, Eltern dürfen nur für ihre minderjährige Kinder entscheiden. Zumindest ist das in Deutschland so. Wichtig sind grundsätzlich eine Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsvollmacht. In Deutschland hilft bei der Beratung die Hospiz, die Betreuungsstelle im Rathaus, der VDK und manche Wohlfahrtsverbände kostenlos, der Hausarzt berät nicht kostenlos.
Hier klicken

Bei Kontovollmacht ist ausserdem zu beachten, dass die Banken das generell nicht anerkennen (Gesetz ist noch nicht klar), bei denen muss eine gesonderte Kontovollmacht ausgefüllt werden.
Wenn man sich mit klaren Kopf damit auseinandersetzt und die Patientenverfügung so genau und ausführlich wie möglich ausfüllt hilft das den Ärzten und Angehörigen sehr. Mitterweile erlebe ich es, dass man bei Aufnahme ins Krankenhaus nach einer Patientenverfügung/Vollmacht gefragt wird und eine Kopie dalassen soll. Geht man in ein Pflegeheim braucht man das alles sowieso. Da niemand ohne Vollmacht Auskunft - weder telefonisch noch persönlich - bekommen darf, egal ob man Ehefrau/Ehemann/Sohn/Tochter ist. Das wissen viele immer noch nicht. Bei Vermögen / Grundstück ist die notarielle Beglaubigung sowieso sinnvoll.


vom 12.01.2020, 22.41
11. von Sywe

Als ich im März 2018 meinen Mann ins Heim geben musste, war ich auf einmal sehr allein. In meinem früheren Leben war ich zwar auch jahrelang "unbemannt", hatte aber stets Kinder, Eltern, Großeltern um mich, denn wir lebten in Großfamilie.
Ich brauchte auch jemand zum reden und ein Netzwerk! Sohn und Schwiegertochter wohnen zwar nah, jedoch wollte ich nicht in ihr Leben eintreten, sie nur begleiten.
Ich telefoniere mit meinem Sohn täglich ca. 30 Minuten und dies tut uns gut.
In der Straße wohnen mehrere ältere, allein stehende Menschen. Wir achten aufeinander und helfen uns und machen auch oft einen Schwatz.
Die Frauen aus der Selbsthilfegruppe verständigen sich jeden Morgen per Whatsapp, helfen sich auch gegenseitig und unternehmen viel gemeinsam.
Und dann habe ich eine Arbeit aufgenommen, da haben sich wieder Kontakte ergeben.
Ich glaube, um für Notfälle füreinander da zu sein, braucht es auch etwas Nähe. Aus Gemeinsamkeit in einem Verein, Chor, in der Nachbarschaft entsteht eine Verantwortung füreinander. Hier bei uns gibt es auch einen ehrenamtlichen Nachbarschaftsdienst, den die Ehrenamtsagentur organisiert.

vom 12.01.2020, 22.16
10. von DagmarPetra

Gerade in meiner jetzigen Situation bin ich froh, dass es Menschen gibt, mit denen ich reden kann. Meine Söhne, Freundinnen schriftlich und mündlich helfen mir. Ohne sie wäre das alles noch viel schlimmer. Aber jeder lebt sein eigenes Leben.

Deine Idee ist gut und richtig, Engelbert.
Wenn es mir wieder ein bisschen besser geht, werde ich meine Fühler ausstrecken und nach Menschen suchen mit denen ich gut kann und sie mit mir. Die müsste es doch eigentlich geben?

vom 12.01.2020, 22.11
9. von Licht

Ja so geht es mir auch. Wenn mein Mann mal nicht mehr ist bin ich ganz allein. Habe noch Kontakt die wie eine Oma für mich ist aber auch schon sehr alt. Ich mach mir Gedanken dann, wenn mir was passiert und ich ins Spital komme,wer entscheidet für mich in meinem Sinne, wenn ich das nicht kann.Ja ganz schlimm wenn keiner mehr da ist. Habe auch noch einen Hund was macht Stella dann. Ja Gedanken kreisen darum schon lange. ....

vom 12.01.2020, 22.01
8. von Hildegard

Ich lebe ja eigentlich schon seit ganz vielen Jahren allein und musste vor 3 Jahren beim Tod meines Vermieters/Freundes feststellen, dass es da noch eine Steigerung gibt. Nun bin ich wirklich allein. Die jungen Leute über mir leben ihr eigenes Leben. Gespräche sind da unmöglich. Meine Nachbarin gegenüber achtet auf meine Rollläden, wenn die am Morgen einmal nicht mehr hochgehen, ist das für sie Alarm. Die evtl. abends nicht mehr runtergehenden Rollläden hat leider -besonders jetzt im Winter - keiner im Blick. Zu einem Notknopf kann ich mich leider noch nicht aufraffen, aber mit dem kann man ja auch keine Gespräche führen :-)
Bei einem endgültigen Finale - wie bei meinem Vermieter - ist es am Ende auch egal, wann man gefunden wird.

vom 12.01.2020, 21.26
7. von ixi

Ehepaare oder andere Paare hören sich gegenseitig leider auch nicht immer wirklich zu.
Ohne gute Freunde kann das Leben sehr schwer werden/sein.

vom 12.01.2020, 20.50
6. von Ursi

@ Katharina,
genau so ist es bei meinen Frauen!
Sage ich was, erzählen sie sofort von sich und dass bei ihnen ja alles noch viel schlimmer ist! Igitt.....

vom 12.01.2020, 20.09
5. von Ursi

Ach, Gathom, was für ein trauriger Satz!

Wie froh bin ich, dass es SF gibt. Ist ja im Laufe des letzten Jahrzehnts meine Familie geworden.

Mit der Telefonseelsorge habe ich es auch schon versucht. Aber das hat mir nicht so gut gefallen. Meine Probleme sind auch viel zu stark für eine solch - wirklich gute - Einrichtung.

Ich schlage mich halt so durch. Und ich habe einen super GUTEN Hausarzt. Jeden Monat bekomme ich von ihm einen Termin für ein Gespräch. Dann bin ich die Letzte in der Praxis, damit ich nicht das Gefühl habe, dass die Anderen wegen mir so lange warten müssen. Denn das dauert eine halbe bis eine dreiviertel Stunde.
Was würde ich ohne ihn machen? Der Mann ist unbezahlbar!!!

Die Alterseinsamkeit und die Altersarmut sind ganz dicke Probleme.
In England wurde kürzlich eine Ministerin für Einsamkeit bestellt (vom Staat).

vom 12.01.2020, 20.06
4. von Katharina

Ich kenne sehr viele Menschen, aber leider alles nur oberflächliche Kontakte. Wenn ich mal sage, daß es mir nicht ganz so gut geht, will das keiner hören. Ich darf nur mit den Leuten reden über angenehme Dinge. In schlechteren Zeiten ist keiner da. Was ich damit meine: Wichtig ist, daß jemand ZUHÖREN KANN !! Das kann nicht jeder. Die meisten sprechen nur von sich selber und wenn ich etwas von mir erzählen möchte, hört keiner mehr hin. Zu einem angenehmen, wohltuenden Miteinander kommt es, wenn beide Seiten von sich sprechen, und wenn der andere auch mir mal zuhören kann und dann so Verständnis aufbringen kann. Ich habe viele Menschen um mich herum, aber kaum einen, der mir zuhört. Einsam fühle ich mich auch unter vielen Menschen.

vom 12.01.2020, 19.56
3. von Inge

Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, in ein Mehrgenerationenhaus umzuziehen? Solche Häuser kommen immer mehr auf. Ob es für uns eine passende Option wäre, um der Alterseinsamkeit zu entkommen, weiß ich nicht. Je älter wir werden, umso schwieriger wird ja ein Ortswechsel. Alte Bäume lassen sich nicht mehr gut verpflanzen. Gedanken darüber, was passiert, wenn der Erste von uns geht, machen wir uns auch. Manchmal sogar viel zu oft, und das drückt dann die Lebensfreude und die Spontanität, den momentanen Alltag noch glücklich zu leben. Wir haben zwei Söhne, die uns die Hoffnung geben, dass der Letzte von uns nicht ganz allein sein wird. Und dennoch haben wir unsere Kinder weder bekommen noch erzogen, um unsere Altersgarantie zu sein. Sie müssen ihr eigenes Leben leben, auch wenn wir sie immer in unserer Nähe wünschen. Die Zeit wird es zeigen. Dir und Beate kann ich nur raten, euch nicht von dunkler Zukunftsangst beherrschen zu lassen. Ihr nehmt euch sonst jetzt schon viel. Carpe diem!

vom 12.01.2020, 19.48
2. von Fortuna

Ich bin gerade dabei mich über nebenan.de zu vernetzen. Das gibt mir Sicherheit, da ich ja auch ganz auf mich gestellt bin.
Es stand eine OP im Raum, wo 3 Tage stationär unumgänglich sind. Ja, dann ist da ja noch meine Hündin....
In der ausgeklungenen Woche hatte ich präventiv 2 Hundesittercastings, das ist schon mal geklärt, wenn es dann soweit ist.

vom 12.01.2020, 19.13
1. von Adele (Freudental)


Das finde ich eine sehr gute Idee, lieber Engelbert. Ich wünsche dir und allen, die es nachmachen, viel Resonanz in jeder Hinsicht.
Ich denke immer, mein (jüngerer) Mann wird mich überleben. Aber wenn nicht...!?

vom 12.01.2020, 18.59

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