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die jungen leute und die lokalitäten

Ich war ja als Jugendlicher eher ein Stubenhocker (damals gabs noch keine Digicams *gg*) und hab so die 70er Jahre Szene nicht ganz überschaut. Ich kann mich aber nicht erinnern, dass man an Wochentagen in Discos oder Kneipen ging.

Vorgestern im Coyote in Neunkirchen ... der Laden war voll. Fast nur junges Publikum. Keine Spur von Arbeitslosigkeit oder Hartz IV, stattdessen fröhliche Cocktails auf den Tischen. Ist vielleicht auch nur zur Ferienzeit so ... mag ja sein.

Der Geräuschpegel ... in einer Disco fände ich den angemessen. Dort geht man davon aus, dass man sich nur mit lauter Stimme Gehör verschaffen kann. Aber in einer normalen Lokalität hätte ich mir auch normale Lautstärke gewünscht. Sind die Leute taub ? Halten sie es ohne laute Musik nicht mehr aus ?

Ist es die Schere zwischen arm und reich, die weiter auseinanderklafft und ich habe die eine Schneide gesehen. Die mit Geld und Zeit. Und die andere Seite sitzt zu Hause, würde gerne fort und kann es sich nicht leisten ?

Ich denke, einige der jungen Leute heute haben es heute besser. Es gibt nicht so viele, ganz einfach. Früher teilten sich 3 Geschwister 2-3 Tanten und Onkels, heute ist es das Einzelkind, das 4 nette ältere Herrschaften an der finanziellen Seite weiß. Weniger Kinder und eine in einer besseren Zeit länger lebende ältere Generation.
 

Engelbert 10.08.2005, 23.20

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Kommentare zu diesem Beitrag

29. von Hanna

Ich bin immer noch am Zusamenfassen... kaum zu glauben, was einem da noch so alles in den Sinn kommt, was vielleicht doch noch wichtig sein könnte, wo es vielleicht doch noch ein bisschen Hoffnung gibt!
Ich will ja auch kein falsches Bild abliefern, deshalb müsst Ihr noch ein bisschen Geduld haben mit mir.

Lieben Gruß, Hanna

vom 12.08.2005, 10.29
28. von Inge aus Hamburg

@ Liebe Hanna,

lass im Lichtblick von Dir was hören. Mir hat es auch mal vor einiger Zeit sehr geholfen und es gab unwahrscheinlich viele Tipps und Anregungen. Einen Teil davon konnte ich umsetzen. Ich drücke Dir die Daumen :-)

Lieben Gruß von Inge aus HH

vom 12.08.2005, 07.56
27. von Hanna

Einen Umstand habe ich noch vergessen:
Internetanschluss hast Du auch keinen an Deinem Arbeitsplatz.

vom 11.08.2005, 16.02
Antwort von Engelbert:

Ich kann Dir aus dem Stehgreif keinen Rat geben. Wie gesagt, fass das mal alles zusammen und maile mir, ich stelle das dann in den Lichtblick. Mehr kann ich im Moment nicht für Dich tun.
26. von Hanna

Ca. 100 Mitarbeiter.
Andere Umstände als die Geschilderten gibt es nicht.

Lieben Gruß, Hanna

vom 11.08.2005, 15.48
Antwort von Engelbert:

Bitte mir trotzdem eine E-Mail schicken.
25. von Hanna

@ Engelbert:

Wenn in der Firma, in der Du arbeitest gerade Stellen abgebaut werde;
Wenn du NULL Chancen siehst, einen neuen Job zu finden, weil Du über 50 bist;
Wenn Dein Vorgesetzter Überstunden von Dir verlangt bis zum Umfallen;
Wenn Dein ärgster Konkurrent ein verlogener Schleimer ist, der alles dafür tun würde, um Dich aus dem Weg zu räumen;
Wenn Du das Gefühl hast, die Kollegen haben sich schon längst auf seine Seite geschlagen und lachen Dich aus hinter Deinem Rücken;
Wenn selbst der Betriebsrat Dich angrinst, wenn er Dir auf dem Flur begegnet;
Wenn Dein Privatleben völlig den Bach runter geht, wegen dem ganzen Stress
...was würdest DU in diesem Fall tun?


vom 11.08.2005, 15.15
Antwort von Engelbert:

Mail mich mal an und schildere genau die Umstände (wie groß die Firma ist, wen es genau betrifft, seit wann in der Firma in welcher Position), ich stelle das dann zur Diskussion in "Lichtblick-aktuell".
24. von Elisabeth

Das Jungsein heute einfacher sein soll,
bezweifle ich sehr! Junge Menschen
haben zwar viel mehr Auswahlmöglich-
keiten - aber woher nehmen sie die
Orientierung, um ihrem Leben eine
gute Richtung zu geben?

Wer ist ihnen Vorbild?

Wo finden sie Orte, an denen nicht nur ihre Leistungsfähigkeit oder ihre Schönheit gefragt sind, sondern sie selber als Menschen mit Fragen, Zweifeln und Schwächen?

Wie halten sie ihr Selbstwertgefühl auf-
recht, wenn keiner sie will; sei es
für eine Ausbildung oder für einen
Arbeitsplatz?

Wie gehen sie damit um, dass sie bei vielem nur mitmachen können, wenn das nötige "Kleingeld" vorhanden ist - sie selber jedoch kaum Geld haben?
Machen sie Schulden, um doch
dabeizusein?

Wie können sie lernen, dauerhafte Paar-
Beziehungen zu pflegen, wenn in ihrem
Umfeld laufend Ehen auseinandergehen?
Wer lehrt sie, dass das Leben auch dann
schön sein kann, wenn nicht alles nach
eigenen Plänen verläuft?

Was hält sie davon ab, sich vor lauter Überforderung und Frust zu betäuben; sei es mit Alkohol und/oder Drogen?

Vielleicht bin ich zu pessimistisch,
aber ich glaube, dass jung sein in der heutigen Zeit sehr schwierig sein kann..!

Im übrigen kann kann ich die
Beobachtung von silverfuxx über
seine Nachbarfamilie mit 11 Kindern
nur bestätigen: Mein Patenjunge hat
14 Geschwister, und sie hatten keine
einfache Jugend. Aber alle haben einen
guten Weg gefunden - und sind bei ihren
Arbeitgebern sehr beliebt, weil sie
sich gut einfügen können und Ausdauer
haben beim Arbeiten. (Sie waren Berg-
bauernkinder und mussten sehr viel
helfen zuhause.) Ich denke, dass sie
es jetzt einfacher haben als ihre
gleichaltrigen Kollegen, eben weil sie
viele wichtige Dinge schon früh gelernt
haben, auch wenn es oft hart war.

Ich persönlich bin jedenfalls durch
den langjährigen Kontakt mit dieser
Familie sehr bereichtert worden und
habe auch für mich persönlich viel
dabei gelernt.


vom 11.08.2005, 15.01
23. von Hanna

@ Engelbert:
Was würdest Du denn machen, wenn Du so ein Arschgesicht als Vorgesetzten hättest? Da kann man doch nur die Klappe halten oder man muss kündigen und steht dann da ohne Job. So viel Courage kann sich doch heutzutage kein Schwein mehr leisten, oder?

Lieben Gruß, Hanna

vom 11.08.2005, 14.39
Antwort von Engelbert:

Das käme auf den Einzelfall an. Welche Firma, welche Möglichkeiten, welche Alternativen. Irgendwann geht jeder Krug so lange zum Brunnen, bis er bricht. Irgendwann wird man in einer solchen Firma krank. Das kanns ja auch nicht sein. Ich würde wahrscheinlich, wenn ich in der Firma keine Möglichkeiten hätte, etwas oder mich zu verändern, mich umschauen nach einer neuen Stelle und das mittelfristig ansehen. So lange bleiben wie nötig, aber alles tun, damit dieser Zustand kein Dauerzustand wird.
22. von Hanna

@ Danica: Du magst Recht haben, wenn es denn gut läuft und man Glück hat im Leben.
Mein EX-Freund hat halt die Erfahrung gemacht, dass es gerade die Schleimer und die Arschkriecher noch am weitesten bringen auf der Karriereleiter. Das ist traurig, aber er kann ja auch nichts daran ändern, dass er diese Erfahrung immer wieder gemacht hat... That's life!

Lieben Gruß, Hanna

vom 11.08.2005, 14.27
21. von Christa B.

Danica,
sehr treffend wie du das formuliert hast.


vom 11.08.2005, 14.11
20. von Danica

@Hanna
naja, vielleicht ist das Ansichtssache. Mein Freund hat seinen Traumjob, obwohl er nicht beim Bund war. Ich bin der Meinung, dass ich nicht angeschnauzt werden muss, um Respekt vor jemandem zu haben, eher das Gegenteil ist der Fall. Man kann sehr wohl jemanden als Autoritätsperson betrachten, wenn dieser einen mit Würde behandelt. Ich denke, dass Führungskräfte, die beliebig "rumschnauzen" in ihrem Job fehl am Platz sind und dass jeder Arbeitnehmer durch eine natürliche Autoritätsperson motivierter ist, was ja auch dem Chef wieder zu Gute kommt.
Ich werde auf jeden Fall nicht den Mund halten, wenn mir etwas nicht passt und werde solche Dinge auf der sachlichen Ebene zu klären versuchen. Wenn das nicht funktioniert, ist das für mich die falsche Stelle und ich werde mich umorientieren müssen.
Liebe Grüße
Danica

vom 11.08.2005, 14.04
19. von Inge aus Hamburg

@ Hanna aus Rhein/Main

Nööö, dascha gar nicht wahr! Vorgesetzte schnauzen nicht immer. Ich habe eine Obernette von dieser Sorte und der Vertreter von meiner Obernetten das ist auch ein solcher. Nix schnauzen, die sind immer echt liebenswert, lasse ich nichts drauf kommen. Auch, wenn die mehr Kohle haben, gibt sonne und sonne. Und vom Bund kenne ich niemand. Doch, mein Mann war mal da, aber gegen Schnauzerei hab ich was. Willste wissen was? Hä, sag ich nicht (oder doch? Fliegende Fetzen).

vom 11.08.2005, 13.56
18. von Christa B.

AHA! jetzt ist mir klar, warum ich es oft so schwer hab ihm Leben!

vom 11.08.2005, 13.41
17. von Hanna aus Rhein/Main

@ Christa:
Vorgesetzte schnauzen immer, egal ob beim Bund oder anderswo! Wer das nicht akzeptiert, hat es bestimmt nicht leicht im Leben.
Wo willst Du das den sonst noch lernen? Elternhaus? Schule?
Das Leben kann ganz schön hart sein, aber da muss man durch, fürchte ich. :-(

Lieben Gruß, Hanna

vom 11.08.2005, 13.38
Antwort von Engelbert:

Nein, nicht immer. Es gibt auch andere Vorgesetzte. Und lernen ... selbstverständlich kann man auch im Elternhaus oder in der Schule lernen, kommt eben auf das Elternhaus oder die Lehrer an.

Man muss nicht Dinge gut heißen oder sich ihnen unterwerfen, nur weil etwas häufig passiert.
16. von Christa B.

@Hanna

Ich habe aus Gesprächen mit Wehrdienstleistenden schon seit Jahrzehnten den Eindruck, dass man beim Bund beispielhaft vorgeführt bekommt, dass die Würde des Menschen sehr wohl antastbar ist und dein Kommmentar bestätigt mir das auch ... Welcher Vorgesetzte hat das Recht einen "anzuschnauzen"? Ein menschenverachtendes, widerliches Lernen für's Leben ist das :-(



vom 11.08.2005, 13.28
15. von Hanna aus Rhein/Main

@ Danica: Mein EX-Freund hat durchaus was für's Leben gelernt beim Bund. Er hat z.B. gelernt, dass man besser die Klappe hält, wenn ein Vorgesetzter einen anschnauzt. So gesehen war das eine gute Schule für sein Leben. Davon provitiert er heute noch in seinem Job, und die Personalchefs achten auch sehr darauf, dass einer beim Bund war! Diese Erfahrung hat er auch schon mehrfach gemacht.
Für ihn hat sich der Wehrdienst schon gelohnt - also rein finanziell gesehen.

Ich möchte natürlich auch keinen Krieg, aber Angst davor habe ich trotzdem sehr!

Lieben Gruß, Hanna

vom 11.08.2005, 13.07
14. von Danica

@Hanna aus Rhein/Main

also ich denke nicht, dass wir verweichlicht sind. Okay, vielleicht musste mein Freund nicht zum Bund, sondern konnte sich aussuchen, ob er verweigert oder nicht. Aber ich denke, beim Zivildienst hat er einiges mehr fürs Leben gelernt und eine starke Entwicklung durchgemacht.
Und ich schließe mich Engelbert an, in den Krieg möchten wir nicht ziehen und auch keinen erleben;-)
Liebe Grüße
Danica

vom 11.08.2005, 12.22
13. von Hanna aus Rhein/Main

@ Inge: Ich hoffe mal, dass der Grips von denen dann auch ausreicht, um die Muckis da einzusetzen, wo sie keinen großen Schaden anrichten, ich bin jedenfalls das ungeeignete Objekt! ;)
Vielleicht sollten die im Wald Bäumeausreißen gehen.. aber welcher Waldarbeiter geht schon in die Muckibude? Hmmm.. wozu sind die ganzen Muckis heutzutage eigentlich gut.. das macht mich jetzt aber sehr nachdenklich!

Lieben Gruß, Hanna



vom 11.08.2005, 11.37
12. von Inge aus Hamburg

@Hanna aus Rhein/Main

Verweichlichen? tz tz tz! Die jungen Männer haben heute Bizepps wie Claudia Schiffers Taillenumfang und geschwollene Adern am Hals, dass es nur so pochert. Im Fitnesstudio wird doch überall ordentlich für Muckis gesorgt oder? Ich möchte da keine geschallert bekommen von diesen "verweichlichten" jungen Männern.... :-)

vom 11.08.2005, 11.17
11. von Hanna aus Rhein/Main

Hallo Engelbert,

Recht hast Du! Die jungen Leute haben es heutzutage tatsächlich viel besser als wir früher. Mein Feund musste damals noch zum Bund, da konnten er dann mal sehen, wir das im wirkliche Leben so ist. Grauenhaft war das - und heute hängen die alle in der Disco rum und verweichlichen.
Ungerecht ist das gegenüber uns früher! Ich möchte gar nicht wissen, was passiert, wenn mal wieder Krieg ist. Da laufen die Jungen doch alle weg und die Alten müssen dann wieder den Kopf hinhalten für uns alle!

Lieben Gruß, Hanna

vom 11.08.2005, 10.19
Antwort von Engelbert:

Nee, wir ziehen nicht mehr in den Krieg ... das geht heute per Knopfdruck und wenns geht, darf das noch lange dauern, bis sich dafür ein Finger findet.
10. von Inge aus Hamburg

@ silverfuxx :-)

Hallo Rene, hat mir sehr gefallen was Du geschrieben hast. Doch, ich glaube schon, dass unsere Ländler immer noch Kartoffeln aufsammeln können, nur das wird dann sicher irgendwie mit ner Steuerkarte gemacht und dann ist es wohl nicht mehr "freiwillig", sondern ein "echter" Job.



vom 11.08.2005, 10.16
9. von Gabi K

BESSER??? Nee, Engelbert, dem muss ich massiv widersprechen! Als ich alt genug für eine Ausbildung war, konnte ich mir den Ausbildungsplatz aussuchen. Und hatte auch sofort einen. Und sofort anschließend Arbeit. Das gleiche gilt für meinen Mann. Bei unseren Kindern sieht es VÖLLIG ander aus. Den Ältesten (21) haben wir über Vitamin B noch in eine Lehrstelle bekommen. Aber mit Bestehen der Prüfung war er arbeitslos. Ist es immer noch... Sohn Nr. 2 beginnt am 1.09. eine Ausbildung. Auch über Beziehungen ergattert. Und nach vielen, vielen Fehlversuchen, Bewerbungen und jede Menge Frust auf seiner Seite. Kind 3 wird noch eine Weile zur Schule gehen (Gott sei Dank).
Und wenn du / der wer auch immer jetzt meinst, Sohn 1 kann vom Arbeitslosengeld, welches im Januar ausläuft, gut leben... Fehlanzeige. Er kann sich noch nicht mal eine eigene Wohnung oder sonst was leisten. Er lebt und isst bei uns. Wenigstens das können wir sicherstellen, auch wenn es uns oft schwer fällt. Und reiche Oma oder Tante??? Gibt es so was? Bei uns nicht. Die eine Oma hatte gar nichts, lebte auch bei uns im Haus, die andere kommt gerade eben so selber über die Runde.
Und glaub mir, der Frust bei den jungen Leuten, die nicht mit den anderen irgendwo hin gehen können, oder sich auch nur eine eigene Existenz aufbauen können, der ist gewaltig!
Ich bin froh, dass ich nicht mehr so jung bin!

LG
Gabi K

vom 11.08.2005, 10.09
Antwort von Engelbert:

Bei mir war das 1975 mit der Ausbildung schon ein Problem. Zwei, drei Jahre vorher sah das noch anders aus. Und heute ist es schwieriger denn je, einen Ausbildungsplatz zu finden.

Das wird irgendwann wieder besser werden wegen der Alterspyramide, dann werden aber die vielen nicht mehr beschäftigten Menschen ein demoskopisches Problem darstellen.
8. von silverfuxx

Heute kommen die jungen Leute erst mit 18 bis 19 Jahren aus der Schule, da ist es doch toll wenn man eine Tante oder Onkel hat, der etwas Kohle erübrigen kann, denn mit Nebenverdiensten ist es auch nicht mehr so üppig seit den 1 Euro Jobs.
Wir sind 6 Kinder, meine Eltern haben zwar gebaut, aber Geld für Sonderwünsche waren nicht drin. Einzige Möglichkeit nach der Schule beim Bauern etwas dazu verdienen, oder in den Herbstferien, Kartoffel-Lesen, so etwas gibt es hier heute nicht mehr.
Damals habe ich mit 13 Jahren eine Ausbildung als Maschinenschlosser begonnen, mit 17 hatte ich meine eigene Wohnung und konnte mit meinem Verdienst gut sämtliche Discos und Kneipen besuchen.
Nein heute haben es die jungen Leute nicht besser, viele bekommen keine Lehrstelle, da die Auswahlkriterien so hoch gesteckt werden, daß ein normaler Hauptschüler kaum eine Chance hat, überhaupt eine Ausbildung zu bekommen, noch nicht mal im Handwerk. Aber die Wünsche sind da, Auto, Handy usw.Wohl dem der einen guten Draht zur Verwandschaft hat :-)
Ich sage ja immer, für arme Eltern kann man nichts, aber arme Schwiegereltern ist man selber Schuld. :-)
Nur zur Info, vier Häuser weiter wohnt eine Familie mit 11 (elf) eigenen Kindern, die Älteste ist 17 aber alle machen einen glücklichen Eindruck, die Älteste hat einen Motorroller, ihr ein Jahr jüngerer Bruder ein Kleinkraftrad der Rest, soweit dazu in der Lage, ist mit Fahrrad oder Roller unterwegs nur das Familienauto fällt etwas aus dem Rahmen ein Bus.
Manchmal sieht man die Eltern Abends, Hand in Hand, ohne Kinder spazieren gehen.
Es gibt sie heute noch die Großfamilie.


vom 11.08.2005, 09.02
Antwort von Engelbert:

6 Kinder sind (bei deutschen) Familien heute die Ausnahme. Das mit den Ausbildungsstellen ist heute ein ganz ernstes Problem, ich kann mir viele schlaflose Elternnächte vorstellen, bis das Kind eine Lehrstelle gefunden (wenn es denn eine findet).
7. von Susi

Also die Cocktails im Coyote konnte ich mir nur leisten, wenn ich gut verdient hatte. Als Jugendlicher konnte ich dort gar nicht hin, weil von zu Hause kaum Geld. Das hat sich auch in meiner Lehrzeit nicht geändert. Ich habe mit meiner Mutter die Armut erlebt, bin aber geschockt, dass dieser Zustand sich heute in vielen Familien noch verschlimmert hat. Ich denke, dass ein Großteil der Bevölkerung, auch von den jungen Menschen, heute zweimal überlegt, bevor sie weggehen und das Geld in Kneipen tragen. Dir gutbegüterten, die gibt es auch noch, aber immer weniger. Von daher wird sich eine Spaltung in Deutschland vollziehen. Die Mittelklasse verschwindet und es wird nur noch ARM oder REICH geben. Ich glaube nicht, dass es heute leichter ist, Kind und Jugendlicher zu sein.

vom 11.08.2005, 08.41
Antwort von Engelbert:

Ich glaube, die Schere ist weiter offen denn je. Die, die es sich leisten können, sind heute materiell weiter entfernt von denen, die ärmer sind.
6. von Inge aus Hamburg

Hallo Engel und alle zusammen,

heute haben es die jungen Leute besser? Nein, glaube ich nicht, nur anders. Wenn ich das Pensum heute erlernen müßte, was heute die jungen Leute so müssen, dann müßte ich 200 Bewerbungen schreiben. Wenn Du allerdings das Geld damit meinst, dann magst Du Recht haben. Aber weißt Du, besser oder nicht, ich mag die jungen Leute. Sie sind zu mir immer unwahrscheinlich nett, egal ob Kollegen, Freunde, Nachbarn oder Bekannte. Manchmal mag ich sogar ihre Ramba-Zamba-Musik und dann dröhne ich mir das auch mal rein. Klar, die Dröhnung. Das habe ich von den jungen Leuten gelernt: Die Dröhnung macht "frei" und manchmal auch den besonderen "Kick". Nööööö, ne Oma bin ich noch lange nicht, auch nicht mit 58 Jahren.

Liebe Grüße aus HH von Inge


vom 11.08.2005, 07.20
Antwort von Engelbert:

Ich sag ja nix, dass die jungen Leute "unnett" sind ... nur eben, dass einige davon ihre Freizeit anders gestalten (gestalten können).
5. von Paula

Guten Morgen Engelbert, es ist schon etwas abenteuerlich von dir, dass du nur weil du einmal "die Jugend" beobachtet hast, solche pauschalen Einschätzungen niederzuschreiben. Es gibt soviel offene und verdeckte Armut in heutigen Familien, auch wenn sie nicht kinderreich sind. Jugendarbeitslosigkeit und vor allem Lehrstellenmangel sind ebenfalls sehr hoch. Du hast schon recht: Es war die
e i n e Schneide. Daraus kannst du nicht schlussfolgern: "Ich denke, die jungen Leute heute haben es besser."

Herzliche Grüße!
Paula

vom 11.08.2005, 06.58
Antwort von Engelbert:

Ich habe nicht pauschal "alle" Jugendlichen gemeint, sicher gibt es viel Armut in Deutschland.
4. von Tina

Also Deine Beobachtung was kinderreiche Familien angeht sind sicher richtig! Die findet man heute nur noch selten.

Wir waren zuhause 4 Mädels und wohnten in einer Neubausiedung mit Sozialwohnungen und hatten jede Menge Freunde, Spaß und Flausen im Kopf, auch ohne Geld. In der Freizeit wurde oft Völkerball und Schnitzeljagd gespielt und mit den anderen Unsinn angezettelt...:-)

Wollte MEINE Kindheit und Jugend mit Sicherheit nicht gegen teure Cocktails, laute Musik, Langeweile und Einzelkinddasein tauschen! Auch bei finanzieller Unbeschwertheit nicht.

vom 11.08.2005, 06.17
Antwort von Engelbert:

Tja, Ball und Gummis sind ersetzt worden durch Dinge, die Strom verbrauchen ;).


3. von patty

steht das hier Hier klicken immer noch im Cojote?? Als ich da 2004 verkehrte des öftern war das mit der Musik net so extrem. Man konnte sich gut unterhalten... Nur ob da jung und reich rumsass - oder auch mal wer der nicht so viel Geld hatte, hab ich net festgestellt. Mir kamen die all normal vor. Obwohl ich es auch nicht so dicke hab und auch nicht viel konsumier in so ner Kneipe, konnt ich mir ein - zwei Cola leisten udn hab mich unterhalten.. In den 80gern was ja meien Zeit war, war ich aus Geldmangel udn andern Gründen aber nicht oft weg in Discos, Kneipen oder Kerwen.... Ich sass viel zu Hause udn las - oder war bei Freundinnen im Ort unterwegs. Obs die Jungen besser haben heute? Keine Ahnung.. Die haben viel mehr technischen udn modischen Merchandise Schnick Schnack als wir damals. Handys, PCs, Cds, Klingeltöne, Spielekonsolen und all sowas gabs ja bei uns nicht so verstärkt... Ich stell fest die Jugend ist oft überforderter und stellenweise frecher als wir... Oder ich bin bereits schon zu alt und sehs zu eng und es ist relativ gesehn nicht anders als bei uns - aben nur moderner - sowie wir in den 80gern ja schon moderner und freiern waren als unsere Eltern in den 60gern. Vielleicht ist es generationsbedingt? Jede Generation hat bissel leichter als die vorhergehende??? Wer weiss. Objektiv oder subjektiv betrachtet kommen viele Sichtweisen zu Tage

LG Patty

vom 11.08.2005, 02.39
Antwort von Engelbert:

Ja, ich denke auch, dass Dinge, die 20 Jahre später passieren, für die, die nun 20 Jahre älter sind, nicht so einfach zu integrieren sind. (PS: ich wollte nie so werden, aber 20 Jahre älter sind eben 20 Jahre älter *gg*)
2. von Elisabeth (himmelblau)

Also ich kanns mir nicht leisten (außer ganz ganz selten, sicher nicht jede Woche) fortzugehen. Aber nach deiner Beschreibung würd ich dort auch nicht hinwollen ;-)

vom 11.08.2005, 00.52
Antwort von Engelbert:

Nee, ist viel zu laut ;).
1. von Christa B.

Meine persönlichen Erfahrungen sind dazu ganz anders. Meine Kinder teilen sich mit 9 weiteren Cousinnen und Cousins ein nicht betuchtes Großelternpaar und keine einzige kinderlose, reiche Tante. In meiner weiteren Verwandtschaft und in meinem Bekanntenkreis kenne ich die oben geschilderte Situation/Vermutung nur ein einziges Mal.


vom 10.08.2005, 23.44
Antwort von Engelbert:

Was meinen engeren Bekanntenkreis betrifft, so sieht das auch so aus. Nicht so viele Kinder, aber auch keine Reichtümer. Ich kenne aber auch die (glückliche ?) andere Seite.


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