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der mount everest

Es ist so schön, mal Ruhe zu haben. Mal nicht fort "zu müssen".

Dabei war das fest geplant ... das Wetter stimmt heute (sonnig und warm, aber nicht heiß) und die Fahrt sollte in Richtung Luxemburg gehen. Obwohl zu Hause das Chaos tobt. Dabei liegt es ruhig da rum, aber in meinem Innern schlagen all die unerledigten Dinge Purzelbaum.

Aber fort fort ... nix verpassen, etwas neues sehen ... neue Bilder machen, Themen haben, die ich bringen kann.

Doch heute morgen hab ich mich ganz spontan und ruhig entschieden, zu Hause zu bleiben.

Wie ein geschenkter Tag kommt mir der Sonntag vor ... eigentlich wäre ich nicht da und so ist Zeit da ... für Ruhe. Für das, was ich auf der einen Seite so viel habe und auf der anderen Seite so gar nicht.

Wenn im Hinterkopf zu viele Dinge rumoren, dann lähmt mich das ... ich hab weder Plan noch Überblick noch eine Strategie ... denn das fühlt sich alles an, als würde man das nie schaffen. Also gehe ich erst gar nicht ran, mache nicht den ersten Schritt, weils mich einfach überfordert. Denn ich müsste ja das und das und dies und jenes und das auch noch tun.

Also tue ich nix oder schlage mit einem müden Stock nur kleine Wellen an der Oberfläche, denn die Tiefe, das packe ich eh nie.

Ich zeige unendlich viele Dinge ... aber die aktuelle Unordnung in meiner Wohnung werde ich nicht zeigen. Das ist nur für mich zum Irgendwieaushalten. Beate verzweifelt schon länger und kann da auch nix tun, denn Werfen darf nur der Besitzer der Dinge. Da muss ich ran. Stück für Stück. Theoretisch. Praktisch stehe ich vor dem Mount Everest und sage "da komme ich nie an, hab kein Sauerstoffgerät, falle in eine Felsspalte, da oben ist es kalt" ... und so verharre ich auf dem Hochplateau ... in die grüne Ebene kann ich nicht zurück, denn ich muss ja zuerst einen Weg bahnen.

Leider bin ich auch beim Aufräumen recht perfektionistisch ... aber dafür fehlt der Platz. Man hat etwas in den Händen, aber keinen Platz, wo es hin soll ... also fallen lassen. Aber nee, da liegt ja auch schon was. Wegwerfen also ... aber das könnte man doch noch brauchen. Für Seelenfarben. Nur ... wenn mans braucht, findet mans nicht mehr. Oder man vergisst, das man das hat, weil schon lange nicht mehr gesehen.

Manche werden meine Worte sehr gut verstehen, andere so gar nicht.
 

Engelbert 18.07.2010, 13.02

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Kommentare zu diesem Beitrag

32. von Karin S.

Eintrag 29, Karin S.
Hallo Karin, ich nenn mich auch Karin S. (ca. 9 Jahre), wäre lieb, wenn Du Dich anders nennen könntest, wegen Verwechslung.
Vielen Dank!

vom 21.07.2010, 01.57
31. von Birgit (Hildesheimer)

So viele gute Ratschläge,von denen dir wahrscheinlich keiner richtig hilft,denn dein Kopf kann damit nix anfangen.Er tobt in ganz anderen Dimensionen.Ich wünsche dir Kraft.Beate wünsche ich ebensoviel Kraft. Vielleicht nimmst du irgendwann mal ihre Hilfe an.
Ich denk an dich!
LG Birgit

vom 20.07.2010, 16.59
30. von Bsetzistein

Lieber Engelbert, ich versteh Dich (leider) nur zu gut. Ich habe im Moment ein paar Tage Urlaub um genau das zu machen, was Du auch solltest. Ich habe mir nun mal eine Liste gemacht (darin bin ich Weltmeister). Nun muss ich mein "Programm" nur noch erledigen. Bin guten Mutes. Toi, toi, toi an Dich (und an mich). Herzliche Grüsse

vom 19.07.2010, 14.02
29. von Karin S.

Das "Liegenlassen" kenne ich nur zu gut. Aber als wir vor 6 Jahren das Haus unserer Eltern ausräumen mussten (beide sind in einem Jahr gestorben), sagten wir - meine Schwester und ich - so machen wir das mal nicht. Meine Eltern hatten bestimmt seit über 50 Jahren nichts weggeworfen. Dazu muss ich sagen, dass es ein Haus mit Scheune und Stallungen war.

Meine Mutter war immer ganz stolz, dass sie fast keinen Restmüll hatte.

Seither habe ich es ordentlich, zudem brauche ich das auch inzwischen. Es macht sehr frei, Ballast abwerfen.

vom 19.07.2010, 13.44
28. von karin

"wenn im hinterkopf so viele dinge rumoren, dann lähmt ..", das kommt mir schon sehr bekannt vor, und ordnung halten im allgemeinen kann ich nicht, wenn eine 2. person in denselben räumen unordnung hinterlässt, also allein geht es,
das 3. problem ist die vergangenheit, die einen nicht loslässt, wenn man sammelt, ideelle dinge und dies über den kopf wächst, wobei ich beinahe geneigt bin, übergewicht und vergangenes sammeln in einen topf zu schmeißen, hat jemand z.b. eine schallplattensammlung, die beinahe ein ganzes zimmer belegt, so ist das nicht nur schellack, sondern vergangenheit auch, bei mir wären es die bücher, papier und gedrucktes,
im hinblick auf mein alter, meine beengten wohnverhältnisse (kein haus), meine eingeschränkte beweglichkeit, keine enkel für die ich was aufheben müsste, und und, muss ich radikal reduzieren, alle dinge, peu a peu,
bei wertvollen dingen würde ich einen fachmann kommen lassen, händler, der alles mitnimmt und ein paar scheine da lässt, eiskalt, so kommt es ja irgendwie wieder in liebevolle hände, ich kaufe nur noch taschenbücher, die wirklich guten behalte ich zum öfter lesen, die anderen kommen weg, bekannte oder flohmarkt (kirche z.b.), neues zum basteln kaufe ich nur noch in kleinen mengen, einzeln, wenn´s geht,
was ich persönlich immer im blick haben möchte, die gegenwart ist es, die wichtig ist, nicht die vergangenheit,
ein endloses thema, karin g.

vom 19.07.2010, 07.00
27. von Petra F.

Ich kann das auch sehr gut nachvollziehen - auch hier herrscht das Chaos, was mich furchtbar nervt, aber ich schaffe es auch nicht, richtig anzufangen.
Mit dem Stöckchen an der Oberfläche kratzen ist aber immerhin schon ein Anfang, das 'in die Tiefe bohren' beschränkt sich bei mir zur Zeit eher auf überschaubare Bereiche wie Küche und Bad.
Für die Sommerferien hab ich mir mal wieder mein Schlaf-/Arbeitszimmer mit den vielen, vielen Schachteln und Stapeln vorgenommen. Immerhin ist bei den Stapeln relativ klar, wo sie hinmüssen - einsortiert werden in ein Hängeregister, da ist also schon mal der Platz kein Problem. Und wenn sie weg sind, ist für manch anderes wieder Platz da.
Gestern hab ich in jedem Raum mal eine Viertelstunde das Schlimmste weggeräumt - das war leider auch nur ein an der Oberfläche kratzen - aber immerhin das hab ich geschafft.
Vielleicht sollten wir mal wieder eine 'gemeinsam-Aufräumen-Aktion' starten, so ähnlich wie der Wiegeclub? Die Ordnung lässt sich halt nicht so gut messen, aber aufräumen ist vielleicht auch leichter, wenn man nicht allein damit ist.

Wünsche ganz viel Kraft,
und hoffe, dass Du nicht vom ganzen Berg erschlagen wirst, sondern immer wieder eine Tagesetappe gehen kannst,

Petra F.

vom 19.07.2010, 03.59
26. von Elisa

Oh ja, ich kann das sehr gut nachvollziehen. Ich kann auch immer alles noch gebrauchen und mich von vielen Dingen nicht trennen.

Zur Zeit muss ich aber, denn ich ziehe in eine Wohnung, wo ich weniger Platz habe und bin am Ausmisten, überlegen, was ich denn nicht mehr brauche. Kleidung wird so minimiert ... Stücke, die einfach viel zu klein sind, da schon etwas eng gekauft und so dünn wie damals möchte ich eh nicht mehr sein. Einer Freundin habe ich drei Kleidungsstücke zum Geburtstag geschenkt und sie hat sich sehr darüber gefreut. :-)

Ich habe ein Kasterl voll mit Sachen, die ich so gut wie nie brauche ... da muss ich auch noch ran. Und das viele Geschirr ... da sollte auch ausgemistet werden, denn wer braucht schon z.B. 3 Zwiebelhacker, wobei ich nicht einmal einen verwende ...

Und all die Zeitschriften, die ich gesammelt habe ... es wird schwer in der nächsten Zeit, aber danach fühle ich mich sicher wie ein paar Kilo leichter. ;-)

Dir Engelbert, wünsche ich, dass du es auch hin und wieder schaffst etwas auszusortieren und dich davon zu trennen. :-)

Alles Liebe,
Elisa



vom 18.07.2010, 23.02
25. von Inge K

Ich hab jetzt seit heute Mittag nachgedacht, was ich dazu schreibe...
Ich könnte einen Roman verfassen, aber ich lasse es dabei:
Ich verstehe GENAU was du meinst...
GANZ genau.
Kenn ich nämlich.
Und deswegen drücke ich Dich einfach mal feste!!
LG
Inge K

vom 18.07.2010, 21.15
24. von Jeanie

Ich hab alle Eure Antworten gelesen... und ich muß mal für mich sprechen:

THEORETISCH kenne ich alle Eure Vorschläge und Tips schon und ich habs auch schon zig mal nach so einem Schema versucht. Es liegt nicht daran, daß ich nicht aufräumen KANN (Ich bin Hotelfachfrau, hab das Putzen also quasi gelernt und hatte auch schon einige Putzjobs, bei denen ich kein Stäubchen übersehen habe, also ich WEISS wie es geht...)

Nur: Daheim geht gar nichts, warum auch immer, ich rätsle selber. Aber ich schaff es einfach nicht, auch daheim Ordnung zu halten, auszusortieren oder wegzuwerfen. Ein "normaler" Mensch wird das nicht verstehen können und ich kann es auch nicht erklären. Mein Chaos stört mich selber, aber ich werde dem nicht Herr. Engelbert hat mein allergrößtes Verständnis und ich bin sicher, die Meisten von Euch da draußen können das Problem nicht ganz nachvollziehen. Das hat mit faulsein oder einfach nur unorganisiert sein nichts zu tun....ich kanns einfach nicht erklären, tut mir leid.

vom 18.07.2010, 20.12
23. von funny

Ich mag Dir keine "Ratschläge" geben, denn das magst Du sicher auch gar nicht hören. Ich denke, es ist wie it dem "Wiegeclub" und dem Abnehmen. Irgendwann kommt der Punkt, da schafft man den Anfang. Bei mir ist er in vielen Dingen nur leider immer erst dann, wenn mir das Wasser bis zum Hals steht . Bin zwar nicht in Deiner Situation, aber bei anderen Situationen ist das bei mir so. Und dann macht es plötzlich "klick" und dann krempele ich die Ärmel hoch und gehe es an....und ich sage Dir, es ist ein TOLLES Gefühl, wenn man dann so weit ist...

Herzlichst
Funny

vom 18.07.2010, 20.06
22. von Bildermäusel

Also, ich muss sagen, dass mir solche Dinge völlig fremd sind.
Ich würde mich überhaupt nicht wohl fühlen, wenn so ein Chaos herrschen würde. Ich brauche meine Ordnung und ich möchte mich wohlfühlen. Es macht mir aber auch keine Mühe, Ordnung zu halten.
Du hast doch hier schon die WIM-Aktion gehabt und immer vorgegeben, WAS an einem Tag oder in einer Woche getan werden soll. Auch kann ich mich erinnern, dass Du immer einen Tag ein Zimmer aufräumen wolltest, als Beate im KH war ... Was ist damals geschehen?
Sicher ist es nicht angenehm, sich von Sachen zu trennen, aber was man 1 Jahr nicht in der Hand gehabt hat, braucht man (wahrscheinlich) nicht mehr. Also kann das alles weg .. oder auf den Boden oder in den Keller.
Mein Mann räumt derzeit die Hinterlassenschaften seines Vaters auf ... und es ist nicht schön ... nein, ist es ganz und gar nicht. Man sollte auch an die denken, die nach uns kommen und das dann alles "an der Backe" haben.
Ich wünsche Dir, dass Du einen Anfang findest ...
LG von Marion


vom 18.07.2010, 19.47
21. von Gerda

davon kann ich auch ein Lied singen. Immer wieder habe ich Reia vorgejammert, bis sie mir ganz lapidar sagte, daß ich einfach irgendwo anfangen soll, jeden Tag etwas, irgendwann werde ich schon fertig werden. Jetzt habe ich meinen Kleiderschrank und die Küchenkästchen auf- und ausgeräumt. Da ist mir ein ganzes Gebirge vom Herzen gefallen.
Lieber Engelbert, nimm Dir nicht zu viel auf einmal vor, viele kleine Schritte führen auch ans Ziel. Du schaffst das ganz bestimmt, viel Glück und liebe Grüße.

vom 18.07.2010, 19.33
20. von Kassiopeia

.......nur das Genie beherrscht das Chaos. Aber irgendwann gewinnt der Ordnungssinn mal die Oberhand - bestimmt.

Ich wünsche dir einen schönen Sonntagabend, lieber Engelbert.



vom 18.07.2010, 18.41
19. von Laura

Ich bin froh, dass ich durch unseren Umzug gezwungen war, alles anzufassen und dabei zu entscheiden, ob ich das wirklich mit umziehen moechte. Und beim Auspacken koennte ich nochmal entscheiden, ob ich das wirklich immer noch um mich haben moechte. Faellt mir grad wieder schwer bei all unseren schoenen Dekosachen, teils Erbstuecke, teils Erinnungsstuecke, ...

vom 18.07.2010, 18.22
18. von andrea

ich kann dich sehr gut verstehen, denn ich war früher auch mal so. jetzt aber nicht mehr, ich habe gelernt, loszulassen.
1. jeder weg beginnt mit dem ersten schritt: nicht ALLES aufräumen, bzw, entsorgen, sondern für den anfang erstmal EINE schublade, EIN Fach, EINE kiste oder was auch immer.
2. diese einheit erstmal komplett ausräumen und putzen, bis es blinkt.
3. den inhalt (der jetzt verstreut herumliegt) einteilen in:
a) muss = ist wichtig und muss behalten werden
b) darf = ist evtl. in der zukunft nochmal zu gebrauchen
c) kann = in den keller
a + b wieder in die schublade, fach, kiste einordnen, und zwar übersichtlich.
alles aus c) ist entweder kaputt (= müll), aus anderen gründen unbrauchbar oder du bist nicht ganz sicher, ob du es vielleicht nochmal brauchst. diese sachen kommen in eine extrakiste und mit datum versehen in den keller oder auf den dachboden. wenn du aus diesen kisten nach einem halben jahr nichts mehr rausgekramt hast, dann kannst du sie (ohne sie erneut zu öffnen!) wegwerfen.
4. das schlimmmste an dieser aktion ist die entscheidung, was bleiben muss, darf und was nicht. aber du wirst sehen, wenn man die erste einheit geordnet hat, fühlt man sich viel besser und freut sich über den zurückgewonnenen platz. bei der nächsten einheit geht es dann schon besser und schneller.
5. jeder weg führt an´s ziel, wenn man beharrlich fuss vor fuss setzt, auch der everest!!!
irgendwann ist man oben, geniesst die aussicht und kann sagen "es ist vollbracht!"
viel glück!!!
und nur nicht lockerlassen, jeden tag ein stückchen, dann klappt´s!

vom 18.07.2010, 18.10
17. von Christiane Maria

Wie soll ich das sagen...?
Es gibt doch für jeden so eine innere Wohlfühlgrenze.
Wenn mich meine Unordnung, meine unaufgeräumte Umgebung so stört oder am Leben im Raum hindert, dann fange ich doch mir Platz zu schaffen.
Mit nur wenigen Handgriffen, dann ist doch schon mal ein Anfang gemacht.
Ich finde das Anfangen - der erste Schritt- ist immer der schwerste oder das was am meisten Überwindung kostet.
--- Je mehr Chaos sich anhäuft, desto mehr Kraft und Zeit kostet es doch wieder Ordnung zu schaffen.

vom 18.07.2010, 17.58
16. von Strandsteine

Hallo Engelbert,
die Versuchung ist immer groß,
etwas..vermeintlich...wichtiges zu verrichten,um dann zu sich selber und anderen zu sagen...
...konnte ich nicht erledigen..
hatte doch das und dies gemacht...
...wer kennt nicht diese Erklärungen,
um ansich wichtiges weiter vor sich herzu schieben und nicht erledigen zu müssen.!
Bei Dir fehlt auch wohl Platz, wo Du etwas zwischenlagern kannst,
um in einem Raum alles durch zuforsten und später wieder geordnet unterzubringen.
Das hindert mehr als man denkt.
Und etwas zu entsorgen ist auch nicht einfach...
Hast Du im Flur nicht eine Ecke,
oder im Treppenhaus, wo Du etwas lagern kannst,?was Du behalten willst?
Alles was weg soll, gleich in diese Säcke,die mit dem Müll an die Straße können,ist zwar auch teuer..aber weg ist es dann ...
Vielleicht gebrauchst Du etwas gerade nicht mehr,aber später wenn es neu besorgt werden müßte, wird es teuer...
Es ist nicht immer einfach, sich zu entscheiden...

Ob es hilft,
wenn Du Dir vorstellst,
... Du mußt umziehen ...
und Du kannst nur das wichtigste mitnehmen...
die Steine wünschen Dir,
das Du eine Lösung findest und es Dir Freude schenkt,
Du wirst Dich nach den ersten Schritten und dann bei der Vollendung... (er)leichter...fühlen...



vom 18.07.2010, 17.55
15. von Thamars

Hallo Engelbert.
Ich kenne es so nicht von uns selbst, habe aber einen Bekannten, dem es vermutlich oft genau so geht. Alles ist noch zu gebrauchen, Platz fehlt und auch die Kraft, es überhaupt anzugehen, denn da ist ja sooo ein langer Bergaufstieg, so daß es nicht möglich scheint.
Ich empfinde Deine Worte als sehr ehrlich und sie berühren uns.
Möchtest Du, das Leser etwas dazu raten, oder es annehmen und Dir zulesen?
Es gibt Menschen, die wiederrum anderen Menschen helfen, solches "Chaos" anzugehen. Häufiger geht es da um verschiedene Arten von Messiesyndom. Ich möchte auf keinen Fall hier mit Diagnosen in Deine Richtung um mich werfen!! Das kann ich nicht (habe keine Ausbildung dafür) und es steht mir auch überhaupt nicht zu, kenne ich Dich doch nur einmal kurz vom Telefon. Ich wollte es Dir als Möglichkeit aufschreiben, als Idee. Als Gedanke, es ist schaffbar.
Aber Du könntest auch sagen, nicht jeder muss den M. Everst besteigen, auch das Hochplateau kann ein guter Lebensort sein und es ist schon klasse, dort zu sein.
Da ich aber lese, dass Deine Frau manchmal verzweifelt und ich auch meine zu spüren, dass Du nicht glücklich über Deine Situation bist - niemand muss einen harten Bergaufstieg auf einmal schaffen, nicht ohne Hilfsmittel und nicht alleine.
Wir mögen Dich gern lesen, Engelbert. Egal, wo Du gerade "stehst".
Thamars

vom 18.07.2010, 17.55
14. von Gabriela

Und umziehen kommt ja auch nicht in Frage - da müssten Berge versetzt werden ;-)

Hoffe, der Sonntag war erfrischend statt lähmend und räume weiter, denn auch hier ist Chaosbeherrschung noch oberste Pflicht, bis alles seinen Platz gefunden hat, oder wieder umgeräumt wird..

Aber immerhin kommen die Grüsse aus dem flacheren Land :-)


vom 18.07.2010, 17.40
13. von Heidi P

Hmmm....dann gehör ich wohl zu den andern ;)

vom 18.07.2010, 17.00
12. von Jeanie

Ach Engelbert... *Seufz* Ich drück Dich mal ganz lieb und ich denke, ich versteh Dich vollkommen!!

Hier im Hexenhaus tobt mittlerweile ein derartiges Chaos, daß ich es einfach nicht schaffe, irgendwo anzufangen... denn WO???? Egal in welchem Zimmer - es ist mittlerweile undurchschauber und ich finde nicht mal mehr die allerwichtigsten Dinge. Spontaner Besuch würde mich in allertiefste Verlegenheit bringen (nur die engsten Freunde und Verwandten "dürfen" unanagemeldet kommen) Listen machen oder Pläne? Funktioniert bei mir nicht... und am Ende mach ich gar nichts, weil ich total gelähmt bin und wenn ich bei einem Haufen anfange - wohin mit dem Zeug?? Ich räums dann von einer Ecke in die andere - weil Platz ist ja keiner da und wegwerfen geht auch nicht..... Ich schäme mich mittlerweilem sehr vor mir selber - kriegs aber dennoch nicht auf die Reihe. Und helfen?? Nö, das kann keiner, das muß ich schon selber hinkriegen... wie Du so schön sagst... mit dem Stöckchen Wellen an der Oberfläche machen, aber in die Tiefe dringt man gar nicht mehr....

Aber es tut gut zu lesen, daß ich das Problem nicht alleine habe - auch wenns mir nicht hilft..

Eine ganz herzliche Umarmung der Chaosqueen de Luxe

vom 18.07.2010, 15.49
11. von HannaH

Ich verstehe dich auch, Engelbert, denn ich bin, wenn auch vielleicht nicht ganz so stark, ebenfalls betroffen.
Die Wohnung wirkt zwar aufgeräumt. Aus Angst es könnte unangemeldeter Besuch kommen.
Aber in meinen Schränken herrscht das Chaos. Ich bin ein kreativer Mensch, bastel gerne. Daher kann ich eigentlich ALLES noch irgendwann gebrauchen. Zumindest meine ich das und dementsprechend stapelt sich das Chaos in meinen Schränken *seufz* Ordnung ist da nicht mehr möglich, aber ich kann mich von nichts trennen.

vom 18.07.2010, 15.41
10. von Annabella

Das mit der "Liste" machen und nach Eledigung streichen dürfen ist schon klasse...
aber was wegwerfen? Das ist eine Schwierigkeit, die ich kenne.
Man kann es nur in kleinen Schritten schaffen, sonst ist man schnell überfordert - aber, dafür oft. Das räumt !!!

vom 18.07.2010, 15.35
9. von nuvolina

Ich verstehe. Vollkommen!
Du hast mein Mitgefühl.
Ich habe gerade in Windeseile eine Geburtstagskarte gebastelt. In Windeseile weil mir eine kreative Idee fehlte und ich statt dessen in den vergangenen Tagen ein 1000er Puzzle gemacht habe. Und heite morgen konnte ich die Sticker und die Schleife, die ich extra für die Geburtstagskarte gekauft habe in meinem Chaos nicht finden...
Sch.... ade

vom 18.07.2010, 15.07
8. von mel-j

ich wollte vorschlagen eine aufräumhilfe in anspruch zu nehmen. jemand von aussen ist da vielleicht besser. ilana schreibt ja auch das es bei ihr mit unterstützung ganz gut funktioniert.

vom 18.07.2010, 14.52
7. von ilana

Ja das kenn ich auch - auch wenn es bei nicht so sehr das "sammeln" ist - zumindest nicht nur. Nach meinem Umzug damals wollte ich es nie wieder so weit kommen lassen - trotzdem gibt es hier Phasen, in denen ich fast verzweifel.

Ich hab eine ambulante Betreuung und mit dem Betreuer zusammen haben wir dieses Jahr jede Woche einen Termin gemacht (in die Wohnung hat zuvor jemand anderer "Grund" rein gebracht - es ging ums "halten") - mit der Bitte, dass er mich nicht kneifen lässt.

Damit klappt es einigermaßen, mal besser, mal schlechter, aber zumindest schaffen wir es dann immer innerhab von 2 Terminen hier wieder Grund rein zu kriegen. Wenn das aber mal ausfällt - ist hier gleich wieder Chaos.

Bei mir kommt dieser Punkt ziemlich früh: der, wo es dann einfach zu viel wird, mich überfordert, weil ich nicht einfach den Tisch abräumen kann, weil mich die einzelnen Teile zu Orten führen und ich da dann weitermache - ich schaff es nicht mich dann auf den Tisch zu konzentrieren - und das abräumen - und so verfranz ich mich dann immer - bin irgendwann alle und hab das Gefühl dass mehr Chaos da ist als zuvor.

Denke an dich!

vom 18.07.2010, 14.18
6. von Birgit W.

Die perfekte Beschreibung, vielen Dank. Ich glaub, ich such gleich mal mein Sauerstoffgerät, motiviere meine Seilschaft und dann geht's ein paar Schrtte bergauf ;)

vom 18.07.2010, 14.17
5. von beatenr

och Du Armer! das kommt mir vor wie eine Beschreibung meines Arbeitszimmers.
Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche + Bad hält mein Mann glücklichweise in Ordnung.
Sinnvoll wäre bei mir mehr Stau-Raum, aber der Raum ist zu klein + hat schon reihum offene Regale. Die müssten als erstes sortiert werden, aber wie Du so schön schrebist: ..."Wegwerfen also ... aber das könnte man doch noch brauchen. ... Nur ... wenn mans braucht, findet mans nicht mehr. Oder man vergisst, das man das hat, weil schon lange nicht mehr gesehen."

Eine Büro-Helfsfrau würde whrscheinlich raten, wenigstens Haufen mit ähnlichem zu machen. Aber wohin die? ---alle auf meinem Schreibtisch + auf dem Boden.

Listen find ich gut, mach sie immer, wenn der Kopf zu voll ist.
Und weil mich jetzt tagelang ein Thema beschäftigte, eine geschichte aus alten Zeiten, hab ich sie tagebuchmässig auch weg-geschrieben. Jetzt ist der Kopf schön leer und eine Datei schön voll.
Nur MUT, zu was immer. Und - Zeit!


vom 18.07.2010, 14.01
4. von Xenophora

Lieber Engelbert, ich kann das genau nachfühlen. Ich bin auch so eine... Aufräumen habe ich von meinem Mann gelernt, der hat ein tolles Prinzip darin. Wenn ich verzweifle und gar nicht weiß, wie ich aufräumen soll, kommt er in mein Zimmer – oder in die Küche oder ins Bad, und dann geht es Regal für Regal, Schrank für Schrank. Ich finde vieles wieder und werfe manches weg, was ich eigentlich behalten möchte... aber seit 5 Jahren gar nicht benutzt habe. Aber wenn dann alles ordentlich ist, bin ich stolz wie eine Königin und versuche, den Zustand beizubehalten.

Fang' klein an, nach einem bestimmten Schema, vielleicht sortierst Du heute nur Deine Socken. Alles, was rum liegt, erst mal in einen Waschkorb und den Inhalt dann morgen Stück für Stück dahin verteilen, wohin es gehört.

Ach, es ist schwer. Ich wünsche Dir viel Erfolg. Hoffentlich findest Du dabei auch etwas "lange-Gesuchtes", so als Belohnung.


vom 18.07.2010, 13.45
3. von Ingja (Blueswoman)

Ich habe heute für mich beschlossen, gleich mal ein bißchen "Aufräumarbeiten" zu erledigen. Zu tun gibt es immer etwas und ein paar Plätze sind immer das "Stiefkind" der Ordnung. Heute habe ich Lust dazu und dann klappt einiges auch vermutlich. Ja und außerdem - ich fühle mich in der Ordnung wohler, nur wie in einer Ausstellungswohnung soll es nicht aussehen. Ich mag es nicht steril clean. Ich möchte mich wohlfühlen und man soll erkennen, dass ich auch in meiner Wohnung auch "lebe" und nicht nur zu Besuch bin.

Aber totales Chaos mag ich nicht, man sagt ja auch, dass aus der Ordnung, die in der Wohnung herrscht, auch auf das Innenleben eines Menschen schließen kann. Ich für meinen Teil kann das wohl bestätigen.

vom 18.07.2010, 13.44
2. von Gabi K

*drück dich mal*

vom 18.07.2010, 13.30
1. von Ingrid_M

Oh, das verstehe ich sehr gut!!! Schon lange Zeit vor den Ferien lasse ich alles herumliegen... ich habe ja "dann" zeit zum Aufräumen... und wenn es soweit ist: dann habe ich keine Lust oder was anderes zu tun. Ausreden für mich gibt es genug. Aber wenn der Berg zu groß wird, dann hilft mir eine Liste. Ich schreibe haarklein auf, was ich alles erledigen muss. Ich ergänze die Liste immer wieder auf´s Neue. Und das Wichtigste: Wenn ich etwas erledigt habe, dann darf ich es durchstreichen. so motiviere ich mich selbst. Das funktioniert recht gut für mich. Auch bei meinen Kindern habe ich die Liste angewendet, damit sie ihre kleinen Aufgaben erledigten. sie waren immer stolz, wenn sie ihren Auftrag auf der Liste durchstreichen durften.

vom 18.07.2010, 13.12

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