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Einträge vom: 17.12.2008

kunden im sozialkaufhaus

- sozial schwache Menschen, häufig am Rande der Deutschprachigkeit
- Menschen, die etwas hin bringen und dann auch mal selbst stöbern
- Sammler, Künstler, Jäger

und

- Wiederverkäufer, die täglich (!) vorbeikommen, die Sahnestückchen mitnehmen, 50 Cent bis 1 Euro dafür bezahlen um dann die Lederjacken, Kristallvasen und begehrten Sammlerobjekte auf Flohmärkten oder bei Ebay für teures Geld zu verkaufen.
 

Engelbert 17.12.2008, 16.53| (15/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: alles alltägliches

bitte handschuhe anziehen

Ich weiß nicht, ob man auch schon beim Lesen dieses Blogs kalte Finger kriegt, beim Fotografieren sind aber Handschuhe Pflicht. Ca. 5 km von uns entfernt ist dieses Bild entstanden, bei uns ist alles eisfrei, aber ebenfalls kalt (und diesig). Da oben auf der Höh da weht der Wind eine Idee kälter und viel stärker ... mit optisch schönem, aber windchillig kaltem Ergebnis:


 

Engelbert 17.12.2008, 15.52| (12/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: alles alltägliches

finanzkrise, allgemeinverständlich erklärt

Ich weiß nicht im Detail, ob diese Erklärungsmetapher sachlich stimmt, aber das stellen meine Leser bestimmt fest ;). Text ist nicht von mir (sondern via Eva per Mail).

Die Finanzkrise, allgemeinverständlich

Heidi besitzt eine Bar in der Berliner Innenstadt. Um den Umsatz zu steigern beschließt sie, die Getränke der treuen Kundschaft - mehrheitlich Alkoholiker ohne Arbeit - aufzuschreiben (ihnen also Kredit zu gewähren). Das spricht sich herum und dadurch drängen sich immer mehr Kunden in Heidi's Bar. Da die Kunden sich um die Bezahlung vorerst keine Sorgen machen müssen, verteuert Heidi die Preise für Wein und Bier, die meistkonsumierten Getränke und erhöht damit massiv ihren Umsatz.

Der junge und dynamische Kundenberater der lokalen Bank sieht in diesen Kundenschulden wertvolle künftige Guthaben und erhöht die Kreditlinie für Heidi. Er macht sich keine großen Sorgen, er hat ja die Schulden der Alkoholiker als Deckung.

Am Sitz der Bank transformieren top ausgewiesene Banker diese Kundenguthaben in "Suffbond", "Alkbond" und "Kotzbond" um. Diese Papiere werden dann weltweit gehandelt. Niemand versteht zwar, was die Abkürzungen bedeuten und wie sie garantiert werden. Da die Kurse aber steigen, werden die Papiere ein Renner.

Eines Tages und obwohl die Kurse immer noch steigen, stellt ein Risk Manager (inzwischen selbstverständlich entlassen - Begründung: er war zu negativ) der Bank fest, dass man die Schulden der Alkis von Heidis Bar langsam einfordern sollte. Die können aber nicht zahlen. Heidi kann ihren Kreditverpflichtungen nicht nachkommen und macht Konkurs.

"Suffbond" und "Alkbond" verlieren 95%, "Kotzbond" hält sich besser und stabilisiert sich nach einem Verlust von 80%. Die Lieferanten hatten Heidis Bar längere Zahlungsfristen gewährt und zudem in die Papiere investiert: der Weinlieferant geht Konkurs, der Bierlieferant wird von einem Konkurrenten übernommen. Die Bank wird durch die Regierung Merkel/Steinmeier in einer dramatischen, tage- und nächtelang arbeitenden Aktion gerettet. Die hierfür notwendigen Summen werden in einer Umlage von den Nicht-Alki's eingezogen
 

Engelbert 17.12.2008, 09.35| (8/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: sonstiges

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