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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: ironie / satire

das fest der liebe


Morgen ist der Abend heilig.

Das Fest der Liebe steht vor der Tür.

Otto steht auch vor der Tür. An diesem lieben Fest. 

Otto kennt die Tür, das Haus, die Menschen hinter den weihnachtlich geschmückten Fenstern nicht. Aber er sieht einen Weihnachtsbaum. Einmal am Heiligen Abend nicht alleine sein ... dieser Wunsch war so stark und der Baum so einladend, dass er einfach geklingelt hat.

Die Tür geht auf, Otto nimmt seinen ganzen Mut zusammen und sagt dem männlich-ratlosen Gesicht im Türspalt "ich bin alleine und ich dachte, dass ich heute einfach mal klingele und frage, ob ich den Abend mit ihnen verbringen darf". Schließlich ist heute das Fest der Liebe ... diese Worte sagt Otto aber nicht, sondern denkt sie nur.

Schrecksekunde ... die Zeit hält für einen Moment die Gesichter an. Auch das in der Tür ist erstarrt. Der Mann scheint ratlos. Die Frau des Mannes gesellt sich hinzu.

Otto versucht, die Botschaft zweier Stirne und deren Falten zu übersetzen. Wenn er die nicht ausgesprochenen Worte richtig deutet, dann stört er gerade. Obwohl der Abend heilig ist und es auch schon 18 Uhr, also wirklich Abend ist. Und obwohl er durch den Türschlitz Kerzenlicht sehen kann.

Otto wollte sich umdrehen ... als der Mann ihn fragte "ähhm ... sie wollen mit uns feiern?".

"Er kann sogar sprechen" dachte Otto für einen sarkastischen Moment und sagte dann "ja, wenn es ihnen keine Umstände macht". Doch bereits während des Sprechens der Worte schwand die Lust zum Mitfeiern.

Irgendwie schien das doch nicht ein Fest der Liebe zu sein, sondern mehr ein Fest der Familie. Denn von drinnen klangen ältere Stimmen "wer ist denn an der Tür ... Hilde, kommst du bitte mal ..."

Worauf das weibliche Wesen, das eben noch an der Tür stand, in die Küche eilte. Hilflos schaut der Vertreter der männlichen Spezies ihr nach. Als könne er durch Kopfdrehen dem unangenehmen Spuk ein Ende machen.

Konnte er auch, denn als Karl-Heinz wieder Richtung Außentreppe schaute, war niemand mehr da.

"Gottseidank" murmelte er unhörbar, hatte dabei aber ein verdammt schlechtes Gewissen. Karl-Heinz trug seine Gedanken, ob er den Mann nicht einfach hätte reinbitten sollen, nur 2 Meter weit ... so weit, bis die Worte "Karl-Heinz, kommst du ..." und "Papa, wann gibts denn endlich die Geschenke" ihn erreichten.

"Ja, ich komm ja schon" murmelte Karl-Heinz ... und wurde sofort von seiner Mutter in den Arm genommen. "Frohe Weihnachten mein Kind" sagte Erna und drückte ihn wie früher.

"Es ist so schön, mal wieder gemeinsam Weihnachten zu feiern. Das sollten wir ab jetzt wieder jedes Jahr machen. Weisst Du, auch wenn man sich das ganze Jahr über kaum sieht, muss man wenigstens Weihnachten zusammen feiern. Schließlich ist es doch das Fest der Liebe" ... Ernas Worte wurden stellenweise undeutlich. Tränenfeuchter Dialekt eben am schönen heiligen Abend.

Und Otto lief die Straßen entlang ... vorbei an all den Fenstern, die soviel Wärme schwindelten. Kann sein, dass er an der falschen Haustüre geklingelt hatte. Kann aber auch sein, dass er dieses Fest überschätzt hat.

"Ich glaube, an jedem anderen Tag hätte ich weniger gestört als heute" ... murmelte Otto in die kalte Nacht hinein.
 

Engelbert 23.12.2004, 15.46 | (6/0) Kommentare (RSS) | PL

gülle




Der Herr Fatzinger hat recht. Ich bring mich nun um. Aber ... wo kann man denn in Deutschland ein Gewehr kaufen ? Second Hand, bei Ebay oder bei Obi ? Ach was, ich stürz mich jetzt in die Klärgrube. Mit viel Wülle in die Gülle.

Aber zuerst esse ich noch ein paar Schneebällchen (das ist jetzt keine Satire, sondern das sind Kartoffelknödel). Und danach bin ich wahrscheinlich müd. Und dann schaumermal. Vielleicht stürze ich mich auch aus dem Kellerfenster.
 

Engelbert 10.12.2004, 13.36 | (20/1) Kommentare (RSS) | PL

hängt sie höher


Im Himmel gibts 1-Euro-Jobs ... wie sonst ist es zu verstehen, dass sich Niko- und Weihnachtsläuse in diesem Jahr so inflationär die Hauswände hochhangeln:



Doch mal zur Erde ... ich finde die niedlich ... oder besser ... ich fände "einen" davon mal hier und dann drei Straßen weiter auch ... ganz niedlich.

Denn das könnte ja alles ganz originell sein, wenn nur hie und da einer von der Hauswand zu fallen droht. Aber die müssen irgendwo im Angebot gewesen sein, denn dem ersten "guck mal" folgt ein "da auch" und dann das erste von vielen "schon wieder einer".

Lemmige aller Länder vereinigt Euch ... wenn es modern ist, diese Gesellen an die Hauswand zu binden, dann machen das gleich alle. Weg von der Individualität, hin zur Uniformität.

Aber wie macht man die Kerle zur wohltuenden Ausnahme ? So teuer machen, dass nur reiche Wände beglückt werden ? Nee ... besser wäre da schon, ein breiteres, individuelleres Dekorationsangebot für Hauswände zu machen. Aber es regiert die uniforme Massenproduktion.

Es hat doch heute auch niemand mehr Zeit ... und Ruhe. Mann rennt. Frau auch. Neben sich her ... schnell ins Geschäft, ab nach Hause, "kuck mal, Nikolaus gekauft" sagen und dann "mach ma fest".

Dann hängt er da und alle sind froh, denn es ist, wie von Zauberhand, Advent geworden.

An der Dachrinne friert der Nikolaus,
das bringt Freud' und Wärm' ins Haus.

Das ist zwar alles weit weg von Weihnachten ... aber wenn keiner mehr Weihnachten "kauft", dann gehen wieder Jobs verloren. Bei uns und in Taiwan. Wie mans macht, ists verkehrt.

Vielleicht sollte sich jeder einen solchen kaufen und in der Dorfmitte werden die dann zu einem Nikolausberg geschichtet. In Erinnerung an die Misthaufen früher. Apropos Misthaufen, da könnte man doch auch noch einen drauf setzen.

Und so freuen wir uns auf morgen, den 1. Advent. Und wenn wir gut drauf sind, dann bekommt der Kerl vor dem Fenster auch ein Stück Marmorkuchen.
 

Engelbert 27.11.2004, 13.09 | (11/0) Kommentare (RSS) | PL

vorschau




via conny per mail
 

Engelbert 23.11.2004, 17.07 | (5/0) Kommentare (RSS) | PL

wech damit

 

 

Engelbert 16.11.2004, 14.43 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

a song for a better laugh


Lieber Leser,

- wenn Du Deinen Spatz schon lange nicht mehr gesehen hast
- wenn Du Fußnägel nicht mehr selbst schneidest
- wenn die Trittfläche Deiner Waage einen Ermüdungsbruch hat

liebe Leserin,

- wenn für Dich Bikini zum Fremdwort geworden ist
- wenn Stretch ein schöner Stoff ist
- wenn Waage nur noch ein Sternzeichen ist

dann macht das gar nix. Denn ich hab da was für Euch.

Hier klicken (MP3, 1,7 mb).
 

Engelbert 09.11.2004, 10.50 | (8/0) Kommentare (RSS) | PL

schatz, ich hab dir putzlappen mitgebracht

Engelbert 20.10.2004, 11.55 | (6/2) Kommentare (RSS) | PL

mini


Wo wir gerade beim Aufräumen und Simplifyen sind, hier der Tipp des Tages:

Sorgen Sie für angenehme Atmosphäre in ihren Wohnräumen.
Tragen Sie den Müll in die Garage.
Aus den Augen, aus dem Sinn.
Nichts wird sie mehr im Augenwinkel stören.
Ihre Sorgen werden Mini sein.


 

Engelbert 02.10.2004, 13.06 | (4/2) Kommentare (RSS) | PL

nachhilfe


Auch bei den Paralympics wird gedopt ... eigentlich ein Schritt in Richtung gleichberechtigte Integration.
 

Engelbert 24.09.2004, 18.43 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

nehmen auch sie 40 Kilo ab ...






... treten Sie einer Partei bei und dann geht das wie von selbst. Doch, glauben Sie mir, das funktioniert garantiert. Sie glauben mir nicht ? Ja, glauben Sie denn wirklich, dass eine Partei sich erlaubt, auf ein Wahlplakat ein altes Foto zu kleben ? Dann wären ja die Leute ganz verwirrt, wenn sie dem Herrn in Natura begegnen und der sieht so anders aus als auf dem Plakat. Nein, so ist das nicht, Wahlplakate sind ganz ehrlich. Wahlkampf zehrt halt ...
 

Engelbert 02.09.2004, 07.00 | (5/0) Kommentare (RSS) | PL

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