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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: ironie / satire

tante ernas geburtstag


Tante Erna, 65 Jahre rüstig ... und sie backt immer noch nicht den Geburtstagskuchen selbst. Ja, so ist sie, hat Führerschein und kauft Kuchen. Vielleicht hat sie Ersteren deswegen.

Geburtstag hat sie auch. Sagen wir mal 26. Mai. Da kommt dann immer die ganze Verwandtschaft. Die, die sie mag und die, die sich nicht ausgesucht hat. Aber sie kommen alle und es ist gut so.

Schließlich kommen sie mit kleinen Geschenken und guten Worten. Den einen oder anderen Kuss gibts auch noch. Und Erna liebt es, geküsst zu werden.

Und dann dieser Gesang. Es ist ein Ritual, dass sich die ganze Gesellschaft in der guten Stube versammelt. Und dann klopft es. Jeder weiß, dass es Erna ist. Dann wird es sofort mucksmäuschenstill im Raum. Erna öffnet die Tür und wie auf ein Kommando singen sie alle "Erna kommt, Erna kommt wieder mal, Erna kommt, heut' ist der Tag an dem Erna kommt und wenn sie sagt sie kommt, kommt sie prompt"

Das ist für Erna immer der Höhepunkt.

Doch der Chor wird schwächer. Nicht, weil die Stimmen langsam versagen, es sind einfach weniger Sänger.

Weil und das scheint auch ein Ritual zu sein, immer mindestens zwei Gäste miteinander Streit bekommen. Mindestens zweimal an diesen Abend muss sie die Haustüre schließen. Wütende Menschen machen eben die Türe nicht hinter sich zu. Wütende Menschen blärren nochmal vom Auto zurück "solange der Onkel Theo zu deinem Geburtstag kommt, komme ich nicht mehr".

Erna schüttelt dann immer den Kopf, weil sie tatsächlich geglaubt hat, die Besucher wären wegen ihr gekommen. Denn dann wären sie ja noch da.

"Was solls" sagt sie, dann muss der Chor das nächste Mal eben lauter singen, um die Zwei auszugleichen".
 

Engelbert 27.05.2004, 13.10 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

kritikbefreit


Dies ist ein Bild, an dem es nichts zu kritisieren gibt, denn



auf ihm ist ein Teil des Fotografens zu sehen.

Natürlich ist das Absicht, dass das so ist *gg*.
 Dieses Bild trägt nämlich den Namen "Halbmond und zwei Stäbe".
 

Engelbert 12.05.2004, 20.57 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

singen und tanzen


die
welt ist voll

harmonie

die welt ist so
schön wie nie

und
wir

singen
singen
singen

und
wir

tanzen
tanzen
tanzen

und wir

kritisieren

nie
nie

nie wieder

oder besser
wir fangen
erst gar nicht
damit an

wir sind
immer nur lieb

denn
die welt

ist schön

das leben
so kurz

alles ist voll
harmonie

und wir

loben
loben
loben

und wir
bleiben alle
stehn

denn

wer nur gelobt wird
entwickelt sich
nicht weiter

aber
wer sagt denn
dass die menschen
füße haben

wer nimmt sich
das recht heraus
der alten frau
über die straße zu helfen
wo die doch gar nicht will

halt
stopp
ampel
rot

die welt ist voll
licht

die welt ist so
schön

und wir singen ...


Man beachte die Rubrik, in der diese Worte einsortiert sind. Nicht in Poesie, sondern in Satire.
 

Engelbert 12.05.2004, 18.18 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

verdammt seid ihr, ihr ...


... elenden Blümchenknippser.

Wer Blümchen knippst oder Blümchenfotos abfotografiert, sollte in sich gehen und Buße tun. Und sofort die Pfütze fotografieren. Natürlich die, in der sich die Blümchen spiegeln ;).
 

Engelbert 10.05.2004, 06.48 | (0/0) Kommentare | PL

wühlen


Sie stehen da ... einfach so tauchen sie vor dir auf. Man sieht sie und denkt zuerst "ach", dann "aha", danach "ah ja" und zum Schluss "au ja".

Sie haben Namen ... wie "Achtung", "Super" oder "nur 1 Euro", diese Namen stehen in roter Schrift auf großen Schildern. Magnetische Schilder, man fühlt direkt, wie der eigene Minuspol zu diesem Pluspol hingezogen wird.

Der Blick pendelt zwischen Schild und dem, was darunter unordentlich liegt.

Mein Gott, wie billig können doch Dinge sein, die ich nicht brauche. Lass uns wühlen. Wir geben ganz leicht unserem inneren Zwang nach und lassen unsere fleischigen Finger Kreis-, Streck- und HebundSenk-Bewegungen machen.

Wir greifen zu. Wir halten fest. Wir legen nebenhin. Wir lassen fallen. Wir wünschen uns einen Träger. Wir sagen laut "hey, das ist mein", wenn sich der Nachbar an unserem Stapel vergreifen will.

Wir werden für Sekunden vernünftig und legen ein paar der Dinge leise weinend wieder zurück. Aber nicht alles. Ganz vernünftig wollen wir ja nicht werden. Denn der Tag trägt seit Minuten das Motto "Schnäppchen statt Häppchen". Hilfreich für's Abnehmen, man isst ja selten beim Wühlen. Und der Geldbeutel nimmt auch ab.

Aber er würde ja viel mehr abnehmen, wenn man das alles zum normalen Preis kaufen müsste. Und so freut er sich zusammen mit dem Besitzer über ein paar neue Dinge, die sich nun zu Hause stapeln.

Wunderbar billige. Herrlich günstige ... Staubfänger. Man kann mit Fingern in den Staub schreiben "da hab' ich kaum was dazu bezahlt".

Ganz Clevere kennen sogar ein paar Dumme, denen sie das per Ebay teuer verkaufen. Denn nicht jeder begegnet dieser tollen Schnäppchenwühlkiste, die so aus dem Nebel aufgetaucht ist.

Später zu Hause pflegen wir unsere wundgewühlten Finger, nehmen uns vor, dass nächste Mal lieber abzuwarten und Tee zu trinken, denn der wird einfach nur gepinkelt und staubt nicht im Regal zu.

Wir nehmen uns vor, nie mehr so unvernünftig zu sein. Aber wir denken seufzend lächelnd an diesen einen Moment, als wir das Schild entdeckt haben.

Eigentlich ... könnten wir doch mal wieder in die Buchhandlung gehen. Bücher wühlen gehen. Schnäppchen machen. Bücher finden, die man nie lesen wird. Vielleicht gibt es ja auch ein Buch, das sich "die geistige Erektion beim Anblick einer Wühlkiste" nennt.
 

Engelbert 07.05.2004, 09.51 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

frohe weihnachten


Fotografiert bei einem Spaziergang
Gestern
19. April 2004
17.39 Uhr
zwei Wochen nach Ostern



Frohe Weihnachten allerseits.

Engelbert 20.04.2004, 07.00 | (6/0) Kommentare (RSS) | PL

worte, die ...


... ich noch nie in einem Blog gelesen habe:

"es brennt gerade bei uns"

"die Feuerwehr ist inzwischen da und wir haben tatsächlich immer noch Strom"

"kann mir mal jemand sagen, wie ich belichten muss, wenn ich richtig geile Feuerfotos machen will. Antworten bitte kurzfristig!"
 

Engelbert 19.04.2004, 08.26 | (7/0) Kommentare (RSS) | PL

kaffee

Engelbert 17.04.2004, 14.21 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

keine


Ja, sachmal, hat der Wilhelm schon geahnt, dass da was im Busch ist.
Hat er vielleicht sogar eine Vorahnung von den Weblogs gehabt ...

Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat.

[ Wilhelm Busch ]
 


Engelbert 15.04.2004, 14.34 | (0/0) Kommentare | PL

statt Spaziergang ...


... gibt's als Osterprogramm Auf- und Vorarbeiten. Und Reinigungsarbeiten. Haushalt und Homepage schreien gleichermaßen. Und die Sonne lacht sich eins. Wenigstens sind die Eier Größe L.
 

Engelbert 11.04.2004, 18.46 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

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