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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: ironie / satire

kardi und benedi


Steilvorlage via Vodia per Kommentar:




... mit zittrigen Fingern nähert sich der Kardinal dem Gewand des neuen Papstes. Es entwickelt sich folgender Dialog:

Kardi: ähm ... darf ich mal ?

Benedi: bitte was wollen sie dürfen ?

Kardi: ihr Gewand zur Seite schieben ?

Benedi: und dann ?

Kardi: mal sehen !

Benedi: mal sehen ?

Kardi: ja, und fühlen !

Benedi: was denn sehen und fühlen ?

Kardi: ob sie eine Frau sind ?

Benedi: waas ??

Kardi: ja, das gehört so !

Benedi: wirklich ?

Kardi: ja ... ich hab schon beim Johannes Paul gefühlt, aber damals war ich noch jung

Benedi: ich auch

Kardi: waas ?? auch gefühlt ?

Benedi: nee, jung ...

Kardi: ach so ... darf ich nun anfangen ?

Benedi: wenns denn sein muss ...

Kardi: Achtung, ich komme ...

Benedi: ich auch ...

Kardi: waaaas ??

Benedi: hab 'n Scherzle gemacht ... hihi ...

Kardi: aber Benedi ... nu lass doch mal sehen ... ui, du hast ja Lederhosn drunter ...

Benedi: jo mei ...

Kardi: wo geh'n die denn auf ??

Benedi: vorne, mein Guuder ...

Kardi: ah ja ... da ... genau ... und nun mal greufeb ... hmm ... ja ... könnte passen

Benedi: mach voran, du hast kalte Hände

Kardi: du bist aber schön warm

Benedi: da kann ich auch nix dafür ... aua !!

Kardi: sorry, ich bin gerade an deine heilige Kugel gekommen

Benedi: ja, ich habs gemerkt ...

Kardi: ich muss leider auch an die andere Kugel ... geht aber ganz schnell

Benedi: luja ... sog i ... aua ... sakrament ... warum ziehst du

Kardi: muss doch schauen, ob er auch echt ist ...

Benedi: und, ist er echt ??

Kardi: ich denk schon ...

Benedi: du, Kardi ...

Kardi: ja, Benedi ??

Benedi: kannst du morgen nochmal schauen, ob ich eine Frau bin

Kardi: warum denn das ... kann sich das denn über Nacht ändern ?

Benedi: wenn es Gottes Wille ist, dann kann sich alles ändern ...

Kardi: ok, morgen dann ... wieder viertel nach drei ??

Benedi: ja ... Samen ...

Kardi: wie bitte ??

Benedi: sorry, war ein freudscher Versprecher, ich hab natürlich "Amen" gemeint

Kardi: Amen
 

Engelbert 20.04.2005, 20.40 | (18/0) Kommentare (RSS) | PL

tischgespräche


H: hey ihr zwei, wollen wir 'ne Runde Skat spielen ??
R: ist das denn laut Protokoll erlaubt ?
H: mach dir mal keene Sorgen, hier gibt's keen Protokoll
R: drei Fürstenber Pilsener bitte
H: und die Karten, und drei Whisky
JP: mein Gott ...
 

Engelbert 06.04.2005, 11.01 | (3/1) Kommentare (RSS) | PL

skatrunde komplett

Engelbert 06.04.2005, 09.57 | (4/1) Kommentare (RSS) | PL

pro7 unvernebelt


Der Papst hat Carmens Samstagabendsendung in der ARD vernebelt. Im ZDF wurde der schiefe Turm des Pisa-Tests abgebrochen. Sogar der große Bruder RTL2 und Kabel 1 haben ihre Programme unterbrochen.

Nur Pro 7, dieser böse Sender, ist zu Contra 7 mutiert. Man schimpft, dass dieser Sender den Tod des Papstes vollkommen ignoriert hat. Und stattdessen, ohne ein zusätzliches Wort zu verlieren, einfach den Spielfilm "stirb langsam" sendete.

Was haben die alle nur. Sondersendung in Spielfilmlänge. Mehr geht doch nicht.
 

Engelbert 04.04.2005, 08.49 | (16/0) Kommentare (RSS) | PL

sternzeichenwinter


Wie gehen die verschiedenen Sternzeichen mit dem auch am nächsten Wochenende anhaltenden Winter um ??

Löwe: läuft durch den Garten und schreit "es werde Frühling". Ist dann für Tage ungenießbar, weil das nicht passiert.

Widder: nimmt die Schneeschippe und befreit den ganzen Garten vom Schnee. Stellt dann fest, dass er den Schnee vor die Garagenausfahrt geschippt hat und befördert den Schnee dann wieder in den Garten.

Stier: weiß gar nicht, dass draußen immer noch Schnee liegt, weil er am Kamin sitzt und sein neues Buch liest oder wieder mal die Kontoauszüge sortiert.

Zwilling: weiß nicht so recht, ob er Frühling oder Winter will. Ist unentschlossen zwischen Winterschlaf und Frühjahrsmüdigkeit. Entscheidet sich erst mal für ein Entspannungsbad.

Krebs: öffnet das Fenster einen Spalt und bittet leise um den Frühling. Entschuldigt sich dann aber sofort. Der arme Winter kann ja auch nix dafür.

Jungfrau: sagt "es ist so wie es ist" und "ich will so bleiben wie ich bin". Schreibt dann die Schneehöhe in ihr Tagebuch. Und ergänzt die seit Jahren geführte Exceltabelle mit den Wetterbeobachtungen.

Waage: Öffnet das Fenster und freut sich. Das Leben ist schön, auch im Winter.

Skorpion: Geht mit ernstem Gesicht durch den Garten und tut dem Schnee kund, dass er ihn nicht mehr leiden mag. Da dann aber immer noch nix schmilzt, entscheidet er sich, den Schnee auch weiterhin auf die scharze Liste zu setzen.

Schütze: baut einen Schneemann und geht in den Supermarkt, um Karotten für die Nase zu kaufen.

Steinbock: sitzt geduldig am Fenster und macht eine Schneemeditation. Beendet diese mit einen Lächeln, weil er weiß, dass die Tage des Schnees gezählt sind.

Wassermann: erklärt den Schnee zum Freund. Legt sich auf ihn. Freut sich darüber.

Fische: Sitzt am Fenster und sagt "hach". Schließt es und sagt noch mal "hach". Freut sich des Lebens und schreibt Schneegedichte.

Update aufgrund einiger Anfragen: dieser Text darf gerne in Blogs oder HPs veröffentlicht werden, wenn dazu geschrieben wird, wo er her kommt.
 
 

Engelbert 24.02.2005, 13.54 | (24/3) Kommentare (RSS) | PL

runder tisch


Im Kindergarten steht ein runder Tisch:



Hier sitzen die Kleinen und reden, wenn es Dinge gibt, die nicht funktionieren. Allerdings wird darauf geachtet, dass diese Gespräche scheitern.

Denn Gespräche am runden Tisch scheitern nun mal und im Kindergarten lernen junge Menschen für's Leben.
 

Engelbert 03.01.2005, 20.00 | (5/2) Kommentare (RSS) | PL

safe


Umgeben von Leichen jammern Touristen, dass der Hotelsafe fortgeschwemmt wurde. Ich gönn's ihnen ...
 

Engelbert 02.01.2005, 12.35 | (9/0) Kommentare (RSS) | PL

aus dem leben eines weihnachtsmannes


Er kam nie an. Er hing nur rum.
Wie lange, daran kann er sich kaum noch erinnern.
3 Wochen, vielleicht sogar 4 oder 5.

Bei minus 10 Grad, Sturm, Schnee und Regen.

Es ging ihm blendend. Jeden Abend stundenlag. Aug in Aug mit der hellen Lichterkette, die er anschauen musste, ob er wollte oder nicht. Kopf drehen war nicht drin.



Er sah den Weihnachtsbaum, sah den Kollegen, der die Pakete unter diesen legte.

Er hörte die Familie singen ... oder war's ne CD ? Egal, auf jeden Fall schiss ihm bei "leise rieselt" eine Amsel auf den Kopf.

"Nach Hause telefonieren" ... wie oft hatte er diesen Gedanken. Doch das Handy bekamen andere geschenkt.

Doch Rettung naht, heute Nachmittag konnte er verfolgen, dass seine Zeit des Hängens nun bald ihr Ende findet. Denn "der Weihnachtsmann" wird diese Woche noch reingeholt. So auf jeden Fall meinte die männliche Stimme. Weil Weihnachten ja nun vorbei wäre, hat er gesagt.

"Jetzt, wo alles vorbei ist, darf ich ins Warme", seufzte er. Und frohlockte, denn besser spät als nie.

Was der rote Kerl nicht weiß: er kommt auf den ungeheizten Speicher, in eine Kiste mit engem Kontakt zur gehassten Lichterkette.
 

Engelbert 26.12.2004, 21.03 | (4/0) Kommentare (RSS) | PL


Ob von heute bis Sonntag in Afrika ein paar Menschen weniger verhungern ? Auf jeden Fall nehmen an diesen drei Tagen einige Menschen in Amerika und Europa zu.
 

Engelbert 24.12.2004, 08.09 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

das fest der liebe


Morgen ist der Abend heilig.

Das Fest der Liebe steht vor der Tür.

Otto steht auch vor der Tür. An diesem lieben Fest. 

Otto kennt die Tür, das Haus, die Menschen hinter den weihnachtlich geschmückten Fenstern nicht. Aber er sieht einen Weihnachtsbaum. Einmal am Heiligen Abend nicht alleine sein ... dieser Wunsch war so stark und der Baum so einladend, dass er einfach geklingelt hat.

Die Tür geht auf, Otto nimmt seinen ganzen Mut zusammen und sagt dem männlich-ratlosen Gesicht im Türspalt "ich bin alleine und ich dachte, dass ich heute einfach mal klingele und frage, ob ich den Abend mit ihnen verbringen darf". Schließlich ist heute das Fest der Liebe ... diese Worte sagt Otto aber nicht, sondern denkt sie nur.

Schrecksekunde ... die Zeit hält für einen Moment die Gesichter an. Auch das in der Tür ist erstarrt. Der Mann scheint ratlos. Die Frau des Mannes gesellt sich hinzu.

Otto versucht, die Botschaft zweier Stirne und deren Falten zu übersetzen. Wenn er die nicht ausgesprochenen Worte richtig deutet, dann stört er gerade. Obwohl der Abend heilig ist und es auch schon 18 Uhr, also wirklich Abend ist. Und obwohl er durch den Türschlitz Kerzenlicht sehen kann.

Otto wollte sich umdrehen ... als der Mann ihn fragte "ähhm ... sie wollen mit uns feiern?".

"Er kann sogar sprechen" dachte Otto für einen sarkastischen Moment und sagte dann "ja, wenn es ihnen keine Umstände macht". Doch bereits während des Sprechens der Worte schwand die Lust zum Mitfeiern.

Irgendwie schien das doch nicht ein Fest der Liebe zu sein, sondern mehr ein Fest der Familie. Denn von drinnen klangen ältere Stimmen "wer ist denn an der Tür ... Hilde, kommst du bitte mal ..."

Worauf das weibliche Wesen, das eben noch an der Tür stand, in die Küche eilte. Hilflos schaut der Vertreter der männlichen Spezies ihr nach. Als könne er durch Kopfdrehen dem unangenehmen Spuk ein Ende machen.

Konnte er auch, denn als Karl-Heinz wieder Richtung Außentreppe schaute, war niemand mehr da.

"Gottseidank" murmelte er unhörbar, hatte dabei aber ein verdammt schlechtes Gewissen. Karl-Heinz trug seine Gedanken, ob er den Mann nicht einfach hätte reinbitten sollen, nur 2 Meter weit ... so weit, bis die Worte "Karl-Heinz, kommst du ..." und "Papa, wann gibts denn endlich die Geschenke" ihn erreichten.

"Ja, ich komm ja schon" murmelte Karl-Heinz ... und wurde sofort von seiner Mutter in den Arm genommen. "Frohe Weihnachten mein Kind" sagte Erna und drückte ihn wie früher.

"Es ist so schön, mal wieder gemeinsam Weihnachten zu feiern. Das sollten wir ab jetzt wieder jedes Jahr machen. Weisst Du, auch wenn man sich das ganze Jahr über kaum sieht, muss man wenigstens Weihnachten zusammen feiern. Schließlich ist es doch das Fest der Liebe" ... Ernas Worte wurden stellenweise undeutlich. Tränenfeuchter Dialekt eben am schönen heiligen Abend.

Und Otto lief die Straßen entlang ... vorbei an all den Fenstern, die soviel Wärme schwindelten. Kann sein, dass er an der falschen Haustüre geklingelt hatte. Kann aber auch sein, dass er dieses Fest überschätzt hat.

"Ich glaube, an jedem anderen Tag hätte ich weniger gestört als heute" ... murmelte Otto in die kalte Nacht hinein.
 

Engelbert 23.12.2004, 15.46 | (6/0) Kommentare (RSS) | PL

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