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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: ironie / satire

skatrunde komplett

Engelbert 06.04.2005, 09.57 | (4/1) Kommentare (RSS) | PL

pro7 unvernebelt


Der Papst hat Carmens Samstagabendsendung in der ARD vernebelt. Im ZDF wurde der schiefe Turm des Pisa-Tests abgebrochen. Sogar der große Bruder RTL2 und Kabel 1 haben ihre Programme unterbrochen.

Nur Pro 7, dieser böse Sender, ist zu Contra 7 mutiert. Man schimpft, dass dieser Sender den Tod des Papstes vollkommen ignoriert hat. Und stattdessen, ohne ein zusätzliches Wort zu verlieren, einfach den Spielfilm "stirb langsam" sendete.

Was haben die alle nur. Sondersendung in Spielfilmlänge. Mehr geht doch nicht.
 

Engelbert 04.04.2005, 08.49 | (16/0) Kommentare (RSS) | PL

sternzeichenwinter


Wie gehen die verschiedenen Sternzeichen mit dem auch am nächsten Wochenende anhaltenden Winter um ??

Löwe: läuft durch den Garten und schreit "es werde Frühling". Ist dann für Tage ungenießbar, weil das nicht passiert.

Widder: nimmt die Schneeschippe und befreit den ganzen Garten vom Schnee. Stellt dann fest, dass er den Schnee vor die Garagenausfahrt geschippt hat und befördert den Schnee dann wieder in den Garten.

Stier: weiß gar nicht, dass draußen immer noch Schnee liegt, weil er am Kamin sitzt und sein neues Buch liest oder wieder mal die Kontoauszüge sortiert.

Zwilling: weiß nicht so recht, ob er Frühling oder Winter will. Ist unentschlossen zwischen Winterschlaf und Frühjahrsmüdigkeit. Entscheidet sich erst mal für ein Entspannungsbad.

Krebs: öffnet das Fenster einen Spalt und bittet leise um den Frühling. Entschuldigt sich dann aber sofort. Der arme Winter kann ja auch nix dafür.

Jungfrau: sagt "es ist so wie es ist" und "ich will so bleiben wie ich bin". Schreibt dann die Schneehöhe in ihr Tagebuch. Und ergänzt die seit Jahren geführte Exceltabelle mit den Wetterbeobachtungen.

Waage: Öffnet das Fenster und freut sich. Das Leben ist schön, auch im Winter.

Skorpion: Geht mit ernstem Gesicht durch den Garten und tut dem Schnee kund, dass er ihn nicht mehr leiden mag. Da dann aber immer noch nix schmilzt, entscheidet er sich, den Schnee auch weiterhin auf die scharze Liste zu setzen.

Schütze: baut einen Schneemann und geht in den Supermarkt, um Karotten für die Nase zu kaufen.

Steinbock: sitzt geduldig am Fenster und macht eine Schneemeditation. Beendet diese mit einen Lächeln, weil er weiß, dass die Tage des Schnees gezählt sind.

Wassermann: erklärt den Schnee zum Freund. Legt sich auf ihn. Freut sich darüber.

Fische: Sitzt am Fenster und sagt "hach". Schließt es und sagt noch mal "hach". Freut sich des Lebens und schreibt Schneegedichte.

Update aufgrund einiger Anfragen: dieser Text darf gerne in Blogs oder HPs veröffentlicht werden, wenn dazu geschrieben wird, wo er her kommt.
 
 

Engelbert 24.02.2005, 13.54 | (24/3) Kommentare (RSS) | PL

runder tisch


Im Kindergarten steht ein runder Tisch:



Hier sitzen die Kleinen und reden, wenn es Dinge gibt, die nicht funktionieren. Allerdings wird darauf geachtet, dass diese Gespräche scheitern.

Denn Gespräche am runden Tisch scheitern nun mal und im Kindergarten lernen junge Menschen für's Leben.
 

Engelbert 03.01.2005, 20.00 | (5/2) Kommentare (RSS) | PL

safe


Umgeben von Leichen jammern Touristen, dass der Hotelsafe fortgeschwemmt wurde. Ich gönn's ihnen ...
 

Engelbert 02.01.2005, 12.35 | (9/0) Kommentare (RSS) | PL

aus dem leben eines weihnachtsmannes


Er kam nie an. Er hing nur rum.
Wie lange, daran kann er sich kaum noch erinnern.
3 Wochen, vielleicht sogar 4 oder 5.

Bei minus 10 Grad, Sturm, Schnee und Regen.

Es ging ihm blendend. Jeden Abend stundenlag. Aug in Aug mit der hellen Lichterkette, die er anschauen musste, ob er wollte oder nicht. Kopf drehen war nicht drin.



Er sah den Weihnachtsbaum, sah den Kollegen, der die Pakete unter diesen legte.

Er hörte die Familie singen ... oder war's ne CD ? Egal, auf jeden Fall schiss ihm bei "leise rieselt" eine Amsel auf den Kopf.

"Nach Hause telefonieren" ... wie oft hatte er diesen Gedanken. Doch das Handy bekamen andere geschenkt.

Doch Rettung naht, heute Nachmittag konnte er verfolgen, dass seine Zeit des Hängens nun bald ihr Ende findet. Denn "der Weihnachtsmann" wird diese Woche noch reingeholt. So auf jeden Fall meinte die männliche Stimme. Weil Weihnachten ja nun vorbei wäre, hat er gesagt.

"Jetzt, wo alles vorbei ist, darf ich ins Warme", seufzte er. Und frohlockte, denn besser spät als nie.

Was der rote Kerl nicht weiß: er kommt auf den ungeheizten Speicher, in eine Kiste mit engem Kontakt zur gehassten Lichterkette.
 

Engelbert 26.12.2004, 21.03 | (4/0) Kommentare (RSS) | PL


Ob von heute bis Sonntag in Afrika ein paar Menschen weniger verhungern ? Auf jeden Fall nehmen an diesen drei Tagen einige Menschen in Amerika und Europa zu.
 

Engelbert 24.12.2004, 08.09 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

das fest der liebe


Morgen ist der Abend heilig.

Das Fest der Liebe steht vor der Tür.

Otto steht auch vor der Tür. An diesem lieben Fest. 

Otto kennt die Tür, das Haus, die Menschen hinter den weihnachtlich geschmückten Fenstern nicht. Aber er sieht einen Weihnachtsbaum. Einmal am Heiligen Abend nicht alleine sein ... dieser Wunsch war so stark und der Baum so einladend, dass er einfach geklingelt hat.

Die Tür geht auf, Otto nimmt seinen ganzen Mut zusammen und sagt dem männlich-ratlosen Gesicht im Türspalt "ich bin alleine und ich dachte, dass ich heute einfach mal klingele und frage, ob ich den Abend mit ihnen verbringen darf". Schließlich ist heute das Fest der Liebe ... diese Worte sagt Otto aber nicht, sondern denkt sie nur.

Schrecksekunde ... die Zeit hält für einen Moment die Gesichter an. Auch das in der Tür ist erstarrt. Der Mann scheint ratlos. Die Frau des Mannes gesellt sich hinzu.

Otto versucht, die Botschaft zweier Stirne und deren Falten zu übersetzen. Wenn er die nicht ausgesprochenen Worte richtig deutet, dann stört er gerade. Obwohl der Abend heilig ist und es auch schon 18 Uhr, also wirklich Abend ist. Und obwohl er durch den Türschlitz Kerzenlicht sehen kann.

Otto wollte sich umdrehen ... als der Mann ihn fragte "ähhm ... sie wollen mit uns feiern?".

"Er kann sogar sprechen" dachte Otto für einen sarkastischen Moment und sagte dann "ja, wenn es ihnen keine Umstände macht". Doch bereits während des Sprechens der Worte schwand die Lust zum Mitfeiern.

Irgendwie schien das doch nicht ein Fest der Liebe zu sein, sondern mehr ein Fest der Familie. Denn von drinnen klangen ältere Stimmen "wer ist denn an der Tür ... Hilde, kommst du bitte mal ..."

Worauf das weibliche Wesen, das eben noch an der Tür stand, in die Küche eilte. Hilflos schaut der Vertreter der männlichen Spezies ihr nach. Als könne er durch Kopfdrehen dem unangenehmen Spuk ein Ende machen.

Konnte er auch, denn als Karl-Heinz wieder Richtung Außentreppe schaute, war niemand mehr da.

"Gottseidank" murmelte er unhörbar, hatte dabei aber ein verdammt schlechtes Gewissen. Karl-Heinz trug seine Gedanken, ob er den Mann nicht einfach hätte reinbitten sollen, nur 2 Meter weit ... so weit, bis die Worte "Karl-Heinz, kommst du ..." und "Papa, wann gibts denn endlich die Geschenke" ihn erreichten.

"Ja, ich komm ja schon" murmelte Karl-Heinz ... und wurde sofort von seiner Mutter in den Arm genommen. "Frohe Weihnachten mein Kind" sagte Erna und drückte ihn wie früher.

"Es ist so schön, mal wieder gemeinsam Weihnachten zu feiern. Das sollten wir ab jetzt wieder jedes Jahr machen. Weisst Du, auch wenn man sich das ganze Jahr über kaum sieht, muss man wenigstens Weihnachten zusammen feiern. Schließlich ist es doch das Fest der Liebe" ... Ernas Worte wurden stellenweise undeutlich. Tränenfeuchter Dialekt eben am schönen heiligen Abend.

Und Otto lief die Straßen entlang ... vorbei an all den Fenstern, die soviel Wärme schwindelten. Kann sein, dass er an der falschen Haustüre geklingelt hatte. Kann aber auch sein, dass er dieses Fest überschätzt hat.

"Ich glaube, an jedem anderen Tag hätte ich weniger gestört als heute" ... murmelte Otto in die kalte Nacht hinein.
 

Engelbert 23.12.2004, 15.46 | (6/0) Kommentare (RSS) | PL

gülle




Der Herr Fatzinger hat recht. Ich bring mich nun um. Aber ... wo kann man denn in Deutschland ein Gewehr kaufen ? Second Hand, bei Ebay oder bei Obi ? Ach was, ich stürz mich jetzt in die Klärgrube. Mit viel Wülle in die Gülle.

Aber zuerst esse ich noch ein paar Schneebällchen (das ist jetzt keine Satire, sondern das sind Kartoffelknödel). Und danach bin ich wahrscheinlich müd. Und dann schaumermal. Vielleicht stürze ich mich auch aus dem Kellerfenster.
 

Engelbert 10.12.2004, 13.36 | (20/1) Kommentare (RSS) | PL

hängt sie höher


Im Himmel gibts 1-Euro-Jobs ... wie sonst ist es zu verstehen, dass sich Niko- und Weihnachtsläuse in diesem Jahr so inflationär die Hauswände hochhangeln:



Doch mal zur Erde ... ich finde die niedlich ... oder besser ... ich fände "einen" davon mal hier und dann drei Straßen weiter auch ... ganz niedlich.

Denn das könnte ja alles ganz originell sein, wenn nur hie und da einer von der Hauswand zu fallen droht. Aber die müssen irgendwo im Angebot gewesen sein, denn dem ersten "guck mal" folgt ein "da auch" und dann das erste von vielen "schon wieder einer".

Lemmige aller Länder vereinigt Euch ... wenn es modern ist, diese Gesellen an die Hauswand zu binden, dann machen das gleich alle. Weg von der Individualität, hin zur Uniformität.

Aber wie macht man die Kerle zur wohltuenden Ausnahme ? So teuer machen, dass nur reiche Wände beglückt werden ? Nee ... besser wäre da schon, ein breiteres, individuelleres Dekorationsangebot für Hauswände zu machen. Aber es regiert die uniforme Massenproduktion.

Es hat doch heute auch niemand mehr Zeit ... und Ruhe. Mann rennt. Frau auch. Neben sich her ... schnell ins Geschäft, ab nach Hause, "kuck mal, Nikolaus gekauft" sagen und dann "mach ma fest".

Dann hängt er da und alle sind froh, denn es ist, wie von Zauberhand, Advent geworden.

An der Dachrinne friert der Nikolaus,
das bringt Freud' und Wärm' ins Haus.

Das ist zwar alles weit weg von Weihnachten ... aber wenn keiner mehr Weihnachten "kauft", dann gehen wieder Jobs verloren. Bei uns und in Taiwan. Wie mans macht, ists verkehrt.

Vielleicht sollte sich jeder einen solchen kaufen und in der Dorfmitte werden die dann zu einem Nikolausberg geschichtet. In Erinnerung an die Misthaufen früher. Apropos Misthaufen, da könnte man doch auch noch einen drauf setzen.

Und so freuen wir uns auf morgen, den 1. Advent. Und wenn wir gut drauf sind, dann bekommt der Kerl vor dem Fenster auch ein Stück Marmorkuchen.
 

Engelbert 27.11.2004, 13.09 | (11/0) Kommentare (RSS) | PL

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