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Blogeinträge (themensortiert)
Thema: poesie
o wär im februar
Wie's ander Orten ist der Brauch
Bei uns die Narrheit zünftig!
Denn wer, so lang das Jahr sich misst
Nicht einmal herzlich närrisch ist,
Wie wäre der zu andrer Frist
Wohl jemals ganz vernünftig.
[ Theodor Storm ]
Engelbert 02.02.2013, 17.05 | (8/0) Kommentare (RSS) | PL
ein schneegedicht
Es schneit
Der erste Schnee, weich und dicht,
Die ersten wirbelnden Flocken.
Die Kinder drängen ihr Gesicht
Ans Fenster und frohlocken.
Da wird nun das letzte bisschen Grün
Leise, leise begraben.
Aber die jungen Wangen glühn,
Sie wollen den Winter haben.
Schlittenfahrt und Schellenklang
Und Schneebälle um die Ohren!
- Kinderglück, wo bist du? Lang,
Lang verschneit und erfroren.
Fallen die Flocken weich und dicht,
Stehen wir wohl erschrocken,
Aber die Kleinen begreifens nicht,
Glänzen vor Glück und frohlocken.
[ Gustav Falke ]
Engelbert 08.12.2012, 09.37 | (4/0) Kommentare (RSS) | PL
...iert
Auch wenn der November
sich noch ziert
er gegen den Dezember
bald verliert
Engelbert 30.11.2012, 16.12 | (3/0) Kommentare (RSS) | PL
friedrich hebbel

Das Gedicht hab ich gerade im Abreißkalender 1935 gefunden ... die Rose hab ich gestern fotografiert ... und mir war gerade, als das Gedicht nach diesem Bild ruft ... fehlt nur der Schmetterling.
Ich mag solche Gedichte ... einfach nur wegen der Dramatik, nicht als Lebenseinstellung. Ein bißchen schaurig ist manchmal schön.
Engelbert 20.08.2011, 10.30 | (11/0) Kommentare (RSS) | PL
heute ist herbstanfang
Im Herbst
Der schöne Sommer ging von hinnen,
der Herbst, der reiche, zog ins Land.
Nun weben all die guten Spinnen
so manches feine Festgewand.
Sie weben zu des Tages Feier
mit kunstgeübtem Hinterbein
ganz allerliebste Elfenschleier
als Schmuck für Wiese, Flur und Hain.
Ja, tausend Silberfäden geben
dem Winde sie zum leichten Spiel,
sie ziehen sanft dahin und schweben
ans unbewusst bestimmte Ziel.
Sie ziehen in das Wunderländchen,
wo Liebe scheu im Anbeginn,
und leis' verknüpft ein zartes Bändchen
den Schäfer mit der Schäferin.
[ Wilhelm Busch ]
Engelbert 23.09.2010, 12.50 | (4/0) Kommentare (RSS) | PL
himmel oder frühling ?
Habt ihr mich hinausgetragen,
in den Wald, den morgenfrischen,
wo die Nachtigallen schlagen
in den jungen Rosenbüschen?
Mutter, hilf mir aus dem Bette!
Auf den Rasen möcht ich springen
wie das Reh, und um die Wette
möcht ich mit der Lerche singen.
Und von Blumen welch Gewimmel!
Ach, so schön war's nie auf Erden!
Mutter, sag, ist das der Himmel,
oder will es Frühling werden?
[ Hermann von Gilm ]
Engelbert 31.05.2010, 10.59 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL
die fichte und die palme
Ein Fichtenbaum steht einsam
Im Norden auf kahler Höh'.
Ihn schläfert; mit weißer Decke
Umhüllen ihn Eis und Schnee.
Er träumt von einer Palme
Die, fern im Morgenland,
Einsam und schweigend trauert
Auf brennender Felsenwand.
(Heinrich Heine)
Engelbert 15.01.2010, 08.43 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL
schaurigschön
Droben stehet die Kapelle,
Schauet still ins Tal hinab,
Drunten singt bei Wies und Quelle
Froh und hell der Hirtenknab.
Traurig tönt das Glöcklein nieder,
Schauerlich der Leichenchor;
Stille sind die frohen Lieder,
Und der Knabe lauscht empor.
Droben bringt man sie zu Grabe,
Die sich freuten in dem Tal.
Hirtenknabe, Hirtenknabe!
Dir auch singt man dort einmal.
[ Ludwig Uhland ]
Engelbert 01.07.2009, 12.44 | (5/3) Kommentare (RSS) | PL
heißreim
hechel
fächel
schwächel
sitz
Blitz?
will
kühl
Engelbert 28.07.2008, 13.17 | (6/0) Kommentare (RSS) | PL
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